Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ein besseres 2015 (?)

Versuchen wir für ein besseres Jahr 2015 zu leben. Stellen wir wenigstens einmal unsere eigenen Egoismen in den Hintergrund und versuchen an andere zu denken. Denken wir an diejenigen, die in unserem eigentlich reichen Land am Rand der Gesellschaft leben müssen. Sie wollen es nicht. Sie werden von denen dazu gezwungen, die alles besitzen, einschließlich  unsere Regierung. Vergessen wir dabei nicht die noch ärmer sind als wir - egal aus welchem Land sie vor unserer Tür stehen. Sie wollten nicht hier herkommen. Sie mussten fliehen, um nicht zu sterben, um nicht zu verhungern, um leben zu können. Denken wir vielleicht jeden Montag daran, das Menschsein nicht bedeutet, irgendwie geldwert zu sein. Menschsein heißt mehr, als Geldausgaben, Posten in einem Staatshaushalt zu sein oder gar Humankapital. Vergessen wir das nicht. Dann können wir sagen: Wir sind das Volk. Und nur dann können wir das mit ruhigen Gewissen rufen, wenn wir nicht die Solidarität mit unseresgleichen vergessen. Unseresgleichen sind alle Menschen in der Welt, die durch ihre Hände Arbeit mühsam ihr Brot verdienen müssen und alle Menschen, denen es die Herrschenden nicht gestatten, dies zu tun oder die durch die Herrschenden aussortiert worden sind. Alle Menschen wollen nur glücklich sein, genügend zu essen haben, etwas anzuziehen, ein Bett, in dass sie sich legen und ein gutes Buch in den Händen halten, dass sie lesen können, auch wenn diejenigen, die alles besitzen uns dies alles neiden.


Montag, 29. Dezember 2014

Zum Jahreswechsel Volker Pispers

Ein gutes neues Jahr 2015, das uns wie 2014 vorkommen wird, weil die Probleme die gleichen sind, die gleichen bleiben werden und diese uns weiterhin begleiten ... Wie lange noch? Bis zum endgültigen Knall? Oder?


Samstag, 20. Dezember 2014


wünsche ich allen Lesern und Leserinnen meines Blogs.
Ich würde mich freuen, wenn ich Sie im nächsten Jahr wieder auf meinem Blog begrüßen dürfte. Vielleicht finden Sie hier kleine Anregungen für sich selbst oder das gute Gefühl, mit Ihrer Ansicht nicht allein dazustehen.

Auf das neue Jahr 2015!

Montag, 15. Dezember 2014

1 Satz zu unseren sogenannten Forschern.

Ifo-Experte Helmut Rainer. „In Diagnosestatistiken von Krankenhäusern erkennt man an Streiktagen eine Zunahme an Einweisungen mit Atemwegserkrankungen; vor allem kleine Kinder sind betroffen“, weil bei Streiks im Nahverkehr viele aufs Auto umsteigen, so der "Forscher".

Gelesen auf den Nachdenkenseiten

Ich habe mich gekugelt vor Lachen. So doof zu sein ... da kann man nur Experte sein! Kein "Argument" kann dumm genug sein, wenn man gegen das grundgesetzlich verbriefte Streikrecht vorgehen will. Dieser Nichtexperte sollte sich schämen, so penetrant das Grundgesetz zu beugen.

Kinderarmut ist Bekämpfbar ... (?)

Wie will die SPD-Ministern für Familie die Kinderarmut beenden und die Schere zwischen arm und reich etwas lindern? 

Nein es geht nicht darum, etwas an H4 zu ändern. Das verhüte Gott oder wer weiß wer - vielleicht Merkel ...  Das System Hartz könnte ja zufälligerweise menschenfreundlich werden. Schließlich ist jeder selbst dran schuld, wenn er nicht vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigt, so eine landläufige Meinung.

Wenn ich mir so das Blondchen anschaue, verschwimmt ihr Bild vor meinen Augen. Irgendwie kommt sie aus einer anderen Dimension, die sich dort schneidet, wo unsere sogenannten Politiker so tun, als ob sie arbeiten würden (der Sachse würde sagen: als ob sie arbeiten täten). Sie sind nicht ganz in unseren Sphären, sondern mehrheitlich bevölkern sie noch die andere Dimension. Deshalb wirken sie so schwammig, nicht greifbar und unklar. Kein Wunder, dass sie unsere Sprache nicht verstehen und die Zahlenwerte unserer Statistiken ingnorieren. Man sollte sie bedauern, sie können keine Zahlen lesen. In ihrer Dimension ist eben alles anders. Die Sonne scheint heller, die Winter sind Winter und die Sommer sind Sommer ... es gibt keine Katastrophen und keine armen Menschen. Tja, so ist es eben, wenn man ganz woanders lebt und nicht verstehen kann, wie die Bürger Deutschlands leben müssen. 

Nach dem Willen des Blondchens soll nun alleinerziehenden Müttern geholfen werden, in dem der Steuerfreibetrag erhöht wird. Das soll zur Folge haben, dass endlich alleinerziehende Mütter auch in den Kaufrausch (Deutsche befinden sich andauernd dort drinnen) verfallen können. Ihre Kinder werden nicht mehr erfahren, dass ihnen kleine Wünsche abgeschlagen werden müssen, da der Betrag bei H4 und Sozialgeld in Punkto Spielzeug gerade mal für einen Buntstift reicht und der Aufstockerbetrag auch nur dafür. 

Ach ich vergaß: Kosten darf das aber nichts. Wir leben schließlich in Zeiten der heilig gesprochenen Schuldenbremse. Wir leben nach dem Prinzip der "Schwäb'schen Hausfrau" unserer obersten Klerikerin. Ich will jetzt nicht vertiefen, dass die schwäbische Hausfrau auch Schulden machen muss, wenn sie z.B. ihr Haus abbezahlt oder ein Auto kauft oder irgendetwas anderes. Nein, ich will niemand in der Merkel-Regierung verwirren, da die sonst erkennen könnte, wie sie Deutschland in den Abgrund treibt. Und seien wir mal ehrlich, wenn jemand in einer anderen Dimension lebt, kann er soviel Verstand für diese Dimension gar nicht mitbringen. Wir erleben oder erlebten das z.B. in der Serie "Sliders". Die waren in den anderen Dimensionen auch irgendwie fremd und haben sich auch daneben benommen, weil sie nicht wussten, wie die Dimension tickt, in der sie gelandet sind/waren.

Wir können alle beruhigen. Nein es wird kaum Verluste im Staatshaushalt geben. Es wird so sein, wie die abschlagsfreie Rente mit 63 - das gleiche Muster. Die alleinerziehenden Frauen (Männer gibt es doch wohl auch) verdienen oft so wenig, wenn sie nicht auf H4 oder Sozialgeld angewiesen sind, dass sowieso keine oder nur ganz, ganz wenig Steuern anfallen. Bitte, man verwechsle jetzt nicht - wie das die Regierung und ihre Apologeten immer machen - Lohnsteuer mit den Sozialversicherungen. Vielleicht profitieren ein paar gut verdienende Oberklassentusen oder einige, die sich noch in der Mittelschicht befinden.Okay, vielleicht profitiert auch eine weniger Betuchte und kann sich dann monatlich einen Kaffee in einer Caféteria gönnen.

Nun frage ich mich ernstlich, wie das Blondchen so die Schere zwischen arm und reich stückchenweise wieder schließen will. Ich frage mich außerdem, wie so die Kinderarmut bekämpft werden kann?

Aber, ich bin nur eine einfache Staatsbürgerin in der Dimension "Deutschland 1.0" - mit einem veralteten Betriebssystem. Ich lebe nicht in der anderen Dimension "Deutschland 2.0"! Wie soll ich dann begreifen können, was die Göttlichen in Regierung und Medien von sich geben oder wie sie handeln, wenn sie handeln oder zumindest so tun als ob sie handelten?  




Freitag, 12. Dezember 2014

Schwarz-braun ist die Haselnuss

Ich las, dass die Pegida-"Bewegung" ihren Ursprung in Dresden hat. Das wundert mich überhaupt nicht. 

Dresden war und ist immer eine Provinz gewesen.*

Damals war es das Tal der Ahnungslosen. 

Trotz der jetzigen Informationsfreiheit ist dieser ganze Landstrich immer noch ein Tal der Ahnungslosen. 

Sachsen ist schwarz-braun. Wenn man in einer Gruppe auf Reisen geht und hat mehrere solche Leute mit in der Reisegruppe, kann man die ganze Fahrt über nur mit dem Kopf schütteln. Da haben sie ihre Klitschen, kennen keinen einzigen Ausländer, aber wissen ganz genau, dass die stehlen, morden und vergewaltigen, unser Geld einstecken und Fettlebe machen ... Ich habe mir abgewöhnt, diesen Leuten zu erzählen, wie es in der wirklichen Welt aussieht. Sie wollen es nicht wissen. Die sächsische Justiz steht immer auf der Seite der Neokonservativen und kriminalisiert die Bürger, die sich den Neofaschisten in den Weg stellen. 

Mehr muss man über Sachsen nicht sagen und wissen ...


*) Die glanzvolle Königsresidenz Dresden mit ihren Herrschern ist schon lange Geschichte.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Bin ich ... oder bin ich nicht ...

Heute habe ich mal wieder in den Nachrichten auf Eins24 (heißt der ARD-Ableger so?) einen Beitrag gehört, der mich zum Nachdenken brachte. Dass viele Menschen sich auf einer Montagsdemo in Dresden gegen Ausländer aussprechen, hatte ich schon einmal HIER festgehalten und mein Ansicht über die falsche Adresse der "Proteste" geschrieben. 

Heute habe ich gehört, dass Oma Angst habe, dass sie irgendwann in einem islamischen Deutschland leben müsse. Und Ausländer ja, aber  keine Wirtschaftsflüchtlinge und sie müssten unbedingt sich integrieren.

Sich integrieren!

Was heißt das eigentlich? Ich weiß es nicht. Bedeutet "sich zu integrieren", dass man immer und überall Deutsch spricht. Das kann es aber nicht sein. Es gibt eine stattlich Anzahl von Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die man beim besten Willen nicht verstehen kann. Einer Schwäbin habe ich mal am Telefon gesagt - als ich in Mannheim noch arbeitete - sprechen Sie bitte Deutsch mit mir. In den südwestlichen Bundesländer (dort weiß ich es) spricht man auch nicht Hochdeutsch, sondern Hochdeutsch wird dort als Schriftsprache aufgefasst und eine Sprache, die geschrieben wird, muss man nicht genauso sprechen. Als ich in die Pfalz gezogen bin, habe ich die Menschen dort überhaupt nicht verstanden und später konnte ich einige Worte manches Mal nur erraten. Man sprach grammatisch vollkommen falsch. Und da sind wir schon wieder bei Unterschieden. Für mich als Ostdeutsche geht die Uhr anders als bei Westdeutschen. Für mich als Ostdeutsche hört sich vieles grammatikalisch falsch an, obwohl es so auch richtig sein soll. Es gibt dazu viele Beispiele. Das ist vielleicht alles recht spitzfindig. Aber meine Oma sprach nur Harzer Platt, wenn sie mit meinem Opa sprach. Also haben wir eigentlich nur eine gemeinsame Schriftsprache. Und da wäre es besser, wenn die alle beherrschen würden. Aber das ist noch nicht mal bei allen deutschen Schülern gewährleistet dank des schlechten Bildungssystems.

In der DDR, in meiner Stadt, war es so, dass Ausländer, die bei uns studieren oder auch arbeiten wollten, erst einmal ein halbes Jahr (so ganz genau weiß ich das nicht, ob es nicht noch länger war)  das Herderinstitut besuchen mussten, um Deutsch zu lernen. Die Hochschullehrer waren Fachleute in "Deutsch für Ausländer". Normale Lehrer in Grundschulen oder weiteren Schulen, in deren Klassen man einfach ein paar Ausländer steckt, sind total überfordert. Das geht nicht. Also man halte das den Ausländern, die bei uns wohnen wollen, nicht unser schlechtes Bildungssystem vor.

Ist man integriert, wenn man sich in einen deutschen Verein einschreibt? Das kann wohl nicht der Maßstab sein. Ich hasse die deutsche Vereinsmeierei. Alles muss und soll in einem Verein stattfinden. Bitte schön, wer's mag. Ich nicht!

Ist man integriert, wenn man deutsches Essen kochen kann?

Ist man integriert, wenn man die Kehrwoche einhält?

Ist man integriert, wenn man peinlichst genau den Müll trennt?

Ich schau mir mal die drei Fragen an. 

Deutsches Essen? Das gibt es bei mir eher selten und wenn, dann wird das oft orientalisch aufgepeppt. Als wir in der Pfalz lebten, haben wir die Kehrwoche nicht eingehalten. Und den Müll trenne ich heutzutage immer noch nicht pennibel. Schließlich wird er am Ende wieder zusammengeschüttet und verbrannt. 

Bin ich also nicht integriert? 

Ich mag keine deutschen Filme, keine deutschen Unterhaltungssendungen ... ich mag keine Helene Fischer oder einen singenden Kaiser. Ich sehe nicht Bauer sucht Frau oder GZSZ. Germanys next Topmodel und die ganzen Castingshows sind mir sowas von egal. Mir ist egal, ob die deutsche Fußballmannschaft nun gewinnt oder verliert, ob deutsche Sportler Medaillen ergattern oder auch nicht. Ich rümpfe die Nase darüber, wenn Sieger mit ihren Nationalflaggen herumlaufen. Als ob die es für ihr Land getan hätten ... Sie haben nur ihren Marktwert gesteigert - weiter nichts. Heute ist alles nur Geldmacherei und nichts anderes. Nur schlichte Gemüter sehen etwas Heimatliches irgendwo bei irgendwelchen Events. 

Was ist Integration? 

Einer Arbeit nachgehen? Lohnsklaverei integriert nicht, sondern macht krank, denn heutzutage gibt es nur noch Jobs und keine Arbeit mehr oder vielleicht noch Arbeit für einige wenige.

Sind dann etwa Langzeitarbeitslose nicht integrierte Menschen? Aber das trifft auch auf Millionen von Deutschen zu. Die haben etwas gelernt oder gar studiert, waren fleißig, haben ihre Arbeitskraft dem Unternehmer oder dem Konzern geopfert, um danach einen Tritt in den Hintern zu bekommen und auf der Straße zu stehen.

Arbeit nur für Deutsche, dass ist so ein gängiger Begriff. Mal ganz davon abgesehen, dass neu ins Land gekommene Nicht-EU-Bürger für einen langen Zeitraum überhaupt nicht arbeiten dürfen und es sollte sich herumgesprochen haben, dass deutsche Unternehmen (falls es so etwas überhaupt noch gibt) fleißig im Ausland auf Arbeitskräftesuche gehen. Sie suchen nach Lohndrücker und nicht wirklich nach Fachleuten. Also ist der Grieche, der Spanier, der Portugiese auch nur ein Ausländer, den man zum Teufel wünscht? Sie sind Europäer und haben das Recht, hier zu arbeiten. Ebenso haben Rumänen und Bulgaren das Recht hier zu arbeiten. Man wollte die Länder ja unbedingt in der EU haben. Die deutsche Werkbank in Rumänien war wichtiger, als die Menschen dort und hier. Hauptsache Profit. Und bei der Entscheidung, diese Länder in die EU aufzunehmen, spielten die Interessen der Menschen keine Rolle. Konzerne suchen die billigsten Arbeitskräfte. Sie suchen auch chinesische Altenpflegerinnen. 

Arbeit nur für Deutsche? Man sucht händeringend nach deutschen Fachkräften? Nein, man sucht nach Menschen, denen es sehr viel schlechter geht als den meisten von uns, damit sie den Lohn für Inländer drücken können.

Wir Normalos lassen so uns gegeneinander ausspielen. Sklavenhaltern im alten Rom hatten es viel schwerer. Sie mussten ihre Sklaven ernähren und kleiden. Das fällt bei der heutigen Lohnarbeit mit der Spirale der nach unten zeigenden Entlohnung weg. Konzerne nehmen nur die Arbeitskraft und wenn der Lohnabhängige verreckt, ist das nicht schlimm. Es gibt noch weiter Millionen von ihnen. 

Wann ist man integriert? Ich weiß es nicht.

Wird Deutschland islamisch? Da sollte man ganz säuberlich Religion und Justiz trennen. Hier in Deutschland gilt das Bürgerliche Gesetzbuch und NUR DAS. Falls irgendwelche Fundamentalisten etwas anderes behaupten, ist es Lüge. 

Wird Deutschland nun islamisch? Etwa 5 % der Bevölkerung sind muslimisch. Ein noch viel geringerer Anteil ist islamistisch, so wie wir den Begriff heute verstehen. Ich finde es äußerst lächerlich, dass dieser kleine Anteil muslimischer Bürger in Deutschland nun uns alle zur Sharia führen wöllte. Auch die paar Fundamentalisten können im Quadrat springen, wie sie wollen. Es gibt keine Sharia in Deutschland. Gefährlicher dagegen sind die christlichen Fundamentalisten, die als Creationisten den Biologieunterricht in unseren Schulen unterwandern oder unterwandern wollen. Und bei diesen 5 % an Muslimen gibt es sicherlich eine übergroße Mehrheit, die gut mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch lebt und es gar nicht anders will. Also, die Oma kann ganz beruhigt in die Zukunft blicken. Sie wird in ihrem Leben kein Kopftuch wieder tragen müssen und sie wird nicht der Sharia unterworfen werden. Ich sage "Kopftuch wieder tragen müssen", weil sie sicherlich innerhalb ihres längeren Lebens immer mal wieder eine Kopftuchträgerin war.

Übrigens, mein türkischer Lebensmittelhändler feiert Weihnachten und Ostern und war wegen meiner Frage, was er feiere, beleidigt. Er gehöre doch mit zu Deutschland. Es war nur reines Interesse von mir und ich klärte dann auch auf, warum ich das gefragt hatte. Ich feiere Weihnachten eigentlich nicht, nur eben wegen der Enkel. Ich habe nichts weihnachtlich geschmückt. Ostern feiere ich überhaupt nicht.

Wann ist man integriert? Wenn man christlich ist? Ist Deutschland ein Christenverein? 

Das Grundgesetz garantiert die Religionsfreiheit! Punkt!

Ich persönlich finde es schlimm, dass - gerade im Osten - ich wieder missioniert werde und mir Heidin nachsagt, dass ich kleine Kinder esse. Okay, das sagt man nicht, aber nicht nur ein deutscher Politiker hat uns heidnischen Ostdeutschen nachgesagt, dass wir nichts über Humanität wüssten. Gut, ein westdeutscher Politiker weiß das natürlich immer ganz genau.

Also was ist nun mit Integration? Bin ich etwa integriert? Oder auch nicht?

Ich putze nicht wie deutsche Frauen, ich höre nicht gern deutsche Musik, ich bin ein Heide, ich koche nicht deutsch (oder kaum), ich trage keine schwarz-rot-goldene Farben als T-Shirt, Wimpel, Autospiegelverkleidung, habe keine deutsche Fahne am Balkon hängen, auch keine in einen Blumenkasten gesteckt, ich bin in keinem Verein, ich hasse Vereine, mir sind deutsche Sportmedaillen egal, sehe keine deutschen Filme, hasse Massenevents, gehe auf keinen Weihnachtsmarkt, ich mag keine der deutschen Parteien wirklich und Frau Merkel überhaupt nicht, ich habe an einem Fenster keine Gardinen ... usw. usf. 

Das einzige: Ich spreche Deutsch und habe einen deutschen Pass. Ich spreche aber kein Denglisch. Zählt das trotzdem, dass ich die deutsche Sprache beherrsche? Ich weigere mich denglische Begriffe zu benutzen. 

Bin ich nun noch integriert?

Wenn ich mir das so anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass ich mich in diese Gesellschaft NICHT integriert habe und es auch nicht vorhabe. 

Was verlangt man von einem Ausländer? Man will ihn assimilieren. Er soll ein Deutscher werden, möglichst ein besserer Deutscher als Deutsche überhaupt sind - eine Vorzeigedeutschen aus ihn machen.

Und was ist ein Vorzeigedeutscher?


Samstag, 6. Dezember 2014

Absturz in Raten

Ich fühle mich immer wieder an die DDR erinnert, wenn ich Nachrichten höre/sehe, was ich auf ein Mindestmaß oder auf Zufall beschränkt habe. Wenn das Internet nicht wäre, hätte ich nur ein Gefühl und keine Fakten, dass uns Lügen erzählt werden, jeden Tag und immer wieder und immer wieder. Aus Lügen wird keine Wahrheit auch wenn man sie monatelang verbreitet.

Die letzten Tage waren hier in meiner Stadt nebelverhangen und grau. Nein, nein, die Wetterströmung war dafür nicht verantwortlich. Es waren die Russen, bzw. Putin ganz persönlich.

Heute ist es zur Zeit sonnig. Nun haben endlich die USA und EU wieder die Herrschaft über die Wetterströmungen angetreten.

Das hätte man auch in den Zeitungen lesen können oder den Nachrichten hören können. Die Berichterstattung läuft nach diesem Muster.

Da gibt es anscheinend eine ARD-Redaktion "Doping", die recherchiert hat, dass die russischen Sieger, Dopingsieger sind. Okay, Recherche heutzutage ... nun was bedeutet die? Man hat eine grundlegende antirussische Einstellung. Weiterhin sucht man sich 2 Sportlerinnen aus, vielleicht oder bestimmt bekommen die etwas vom Kuchen ab. Die Sportlerinnen erzählen dann irgendetwas, dass was gewünscht wird und fertig ist die Recherche. Dabei wurde "recherchiert", dass das Dopen bis in die höchsten Politikkreise erwünscht wäre. Es fehlte nur der Name Putin. Bei DDR-Sportlern wurde das gleiche gemacht. Man schmiere sie und sie erzählen jeden, der es hören will - und es wollen immer noch viele hören - dass sie gedopt wurden und nichts davon wussten. Na sicher. Ich lasse mir Spritzen geben oder schlucke irgendwelche Pillen und nach Jahren kommt die Umnachtung, dass man von nichts gewusst haben will. Aber das nur nebenbei.

Anscheinend soll gesagt werden, dass die deutschen Sportler deshalb oft hinterherhinken und sie keine Chance hätten, Medaillen zu gewinnen. So leicht kann man es sich machen. Westliche Sportler ohne Doping. Na, da bekommt doch wohl jeder einen Lachkrampf.

Ach, der Westen ist so etwas von dumm ... saudumm.

Der von Hasstiraden westlicher Politiker und ihrer Medien bombardierte Putin, tut das einzig Richtige. Er orientiert sich auf andere Länder. Und er wird es mit Erfolg tun.

Russland und China. Beide Länder könnten gut miteinander das ökonomische Spiel spielen und sich gegenseitig befeuern. China, das z.B. von Deutschland sämtliche Blaupausen über unseren technischen Fortschritt erhalten hat - auch von den Luxusautobauern wie Mercedes -, wird eines Tages uns als Werkbank benutzen. Das ist aber noch nicht ausgemacht. China könnte Europa auch ganz links liegen lassen, besser rechts. In Asien gibt es genug Menschen, die für China arbeiten könnten. In Afrika setzt China auch auf eine andere Politik als der Westen. China denkt langfristig. China denkt konfuzianisch. Das hat der Westen mit seinem Kommunismusgeplappere übersehen oder auch übersehen wollen, weil man sich als den Besten und den Größten selbst einstuft. Eine idiotische Haltung. Größenwahn lässt grüßen bis der Westen ökonomisch von der Weltbühne gefegt wird. Noch nicht ... aber der Zeitpunkt rückt immer näher.

Was hat der Westen eigentlich mit unseren Hasstirade auf Russland erreicht? Was hat eine Merkel mit ihren dämlichen, erhobenen Zeigefinger gegenüber Russland bewirkt?  Welches Ziel hat die EU mit ihrer Embargopolitik? Sie wollten Putin zu Kreuze kriechen sehen. Sie haben in ihren kleinen, schmutzigen Hirn noch die Figur "Jelzin". 

Russland hingegen mit Putin an der Spitze, lässt Bauern in Deutschland und anderen EU-Ländern auf ihren Produkten sitzen. Der Bauernverband lamentiert schon. Meines Erachtens etwas zu spät, weil der Zug der Sanktionen abgefahren ist. Mittelständische Unternehmen müssen Verluste hinnehmen für die abenteuerliche Russlandpolitik der EU. Konzerne trifft es eher nicht, da sie in alle Welt verstreut liegen und sie sowieso nichts an der EU interessiert.

Wir wollen autark von Putin leben, unser Wohnungen im Winter heizen und den Lichtschalter drücken können mit dem Erfolg, dass es Hell wird in unseren Zimmern und wir wollen auch Essen kochen, weil die meisten von uns ungekochte Kartoffeln eben nicht sexy finden. 

Alles zusammen geht nicht. Wir können nicht jemanden mobben und erwarten, dass er unsere Wohnungen trotzdem heizt. Da wäre der Gemobbte ganz schön blöd. Und Russland ist eben nicht ganz schön blöd. Southstream adé. Andere lachen sich ins Fäustchen, wie doof doch die EU ist. Sie amputiert sich und die USA steigern ihre Exportgeschäft mit Russland. Es gibt große Märkte außerhalb der EU und wenn man mal einen Kunden verloren hat, ist es schwierig ihn wieder zurückzugewinnen.

Putin derweil unterstützt die russische Industrie. Sie soll sich erstmal auf den russischen Markt umschauen und erst dann, falls nötig, sich im Ausland umsehen. Wie ich gehört habe, sollen auch höhere russische Preise gegenüber dem Ausland ausgeglichen werden. Wenn das stimmt ... Jeder kann sich ausrechnen, was dann geschieht ... Und was macht dann Deutschland? Ein Deutschland, was nur und ausschließlich von seinen Exporten lebt?

Da die EU eigentlich eine deutsche ist, frage ich mich, ob nicht eine Frau Merkel die 5. Kolonne von ... was weiß ich ... mimt. Sie war FDJ-Sekretärin Agit-Prop und hat sicherlich Leichen im Keller und/oder alte Connection. Sie richtet Deutschland einschließlich der EU zugrunde. Italien ist nun schon auf Ramschniveau heruntergestuft. Die Katastrophe rückt näher und näher. 

Aber der Westen, vor allem der EU, hat nichts Besseres zu tun, als Russland zu mobben.  Unsere sogenannten Politiker machen alles, damit die eurasische Union ein Erfolg wird. Sie tun alles dafür, dass der neue Währungsfonds das wird, was er werden soll ... die Abnabelung vom Westen.  Das alles nennt sich dann Politik, obwohl der Begriff Seppuku der bessere Ausdruck wäre. Die EU mit einer Frau Merkel an der Spitze hat die rituelle Klinge bereits angesetzt und beginnt sie in den Oberbauch zu stechen. Noch kann sie zurückgezogen werden, noch fließt kein Blut. Noch ... 

Es ist eine spannende Zeit, die nur dadurch getrübt wird, dass wir Bürger allein die Folgen dieser Seppuku-Politik zu tragen haben.


PS: Gerade habe ich HIER einen guten Artikel gelesen.
   




Freitag, 28. November 2014

Ich war ein Kind. Ein Kind, verdammt!“

In Deutschland geboren, abgeschoben, dabei wie Verbrecher behandelt. Das ist das Deutschland, wie es sich heute darstellt.

Ein Deutschland, das sich für einen christlichen Staat hält, Parteien, die das "C" - also das Christliche - in ihrem Namen tragen oder sogar das Wort "sozial".

Im Fernsehen laufen Bilder, die zeigen, wie brave Bürger, statt nach oben zu den Verursachern der sozialen Misere in Deutschland zu schauen, nach unten treten. Brave Bürger, die sich mit Neonazis zusammenrotten und gegen Menschen sind, die noch ärmer sind als sie und die in Angst und Bange leben müssen. Es hilft nicht, wenn sie Schilder zeigen: Wir sind keine Nazis. Wer sich ins Wasser begibt darf sich nicht darüber beklagen, dass er nass wird. Noch schlimmer sind die "Wir sind das Volk"-Rufe, da sie nicht an die Führungsschicht in Konzernen und Regierung gerichtet sind. Nur DORT würden sie einen Sinn ergeben.
Brave Bürger, mutieren zu Blockwarten und Aufseher, wie wir sie aus unserer Geschichte kennen, um Abgeschobenen jegliche Würde zu nehmen.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Haben die braven Bürger diesen Satz völlig vergessen? Gehört er nicht mehr zu deren Sprachschatz oder wird die Würde des Menschen eingeteilt in Inländer und Ausländer?

Ein Mensch ist kein geldwertes Wesen. Ein Mensch ist ein Mensch. Der Westen hat vergessen, dass ein Mensch etwas Kostbares ist - entgegen seiner eigenen Kultur, die er immer wie eine Fahne vor sich herträgt und dahinter völlig anders handelt. Der Westen kann lesen, aber nicht mehr verstehen.

Ich bin kein Christ, aber ich kann diesen Papst nur unterstützen, der die Umkehr zu den christlichen Werten in der Gesellschaft verlangte. Nur leider, den sogenannten christlichen Staaten sind die Papstworte völlig egal. Sie wollen Geld sehen und nichts anderes als Geld und sie werden auch nichts anderes als Geld bekommen (ein etwas geklauter Satz von Star Wars) bis es ihnen aus den Ohren herauskommt und sie nichts mehr, als Geld haben.

Ich mag Erdogan nicht, aber wo er Recht hat, hat er eben Recht, wenn er sinngemäß meinte, dass jene, die von außen in die islamische Welt kämen, Öl, Gold, Diamanten und billige Arbeitskräfte mögen sowie Zwist und Streit unter den Völkern. Er hält den Westen den Spiegel vors Gesicht und der Westen schäumt vor Wut, dass jemand es gewagt hat - und dazu noch ein sogenanntes Schwellenland - ihre wahre Natur öffentlich darzustellen.

Die Flüchtlinge, die an Deutschlands Türen klopfen, sind unsere Flüchtlinge. Durch den Westen zerstörte Staaten, amerikanische Luftangriffe oder Schlimmeres geschieht. Die USA privatisieren vielfach ihre Kriege und Söldnerbrigaden kämpfen in Ländern, was wir gar nicht so genau wissen. Terroristen werden hoffähig gemacht, wenn sie gegen missliebige Staatenführer kämpfen, ohne darauf zu achten, dass man Terroristen nie beherrschen kann. Sie haben ihre eigenen Ziele, die sie immer verfolgen, ob sie nun von den USA und/oder der NATO gesponsert werden oder nicht. Der Westen produziert damit Völkerwanderungen, Flüchtlinge, entwurzelte Menschen und sehr viel Leid. Sie kommen zu uns, um dem Leid, was die westlichen Staaten woanders produziert haben, entkommen zu können. 

Teile und herrsche! So kann man unwürdige Bedingungen, in der Flüchtline hausen müssen - auch Familien mit ihren Kindern - die Schuld in die Schuhe schieben, wenn aus der Enge und der Langeweile heraus Menschen aggresive werden. 

Omas fürchten vergewaltigt zu werden ... Das es blonde Frauen fürchten, wundert mich nicht, sie sind eben auch oft blond im Geist. Sie meinen, dass Familienväter nur darauf warteten, ihnen ihre vermeintliche Unschuld zu nehmen.  Im Mittelalter hatte man oft Juden unterstellt, dass sie kleine Kinder essen. Das initiierte vielfach Pogrome gegen diese Menschen. Irgendwie scheinen wir im Mittelalter hängen geblieben zu sein.

Es sind unsere Flüchtlinge, weil die braven Bürger nicht dagegen demonstrieren oder demonstriert haben, dass die Bundeswehr unser Land irgendwo auf der Welt angeblich verteidigt. Das GG zieht enge Grenzen dafür und es schert nur wenige Bürger, dass das GG laufend gebrochen wird.

Lese selbst jeder dieser durch "Pro Asyl" verbreiteten Text von Minire Neziri, den ich auf den Nachdenkenseiten fand.

Juni 2005. Ein schöner, warmer Monat. Ein Monat, wie jeder andere auch. Aber für uns auch ein Monat voller Angst. Angst, dass es passiert. Dass wir zurückmüssen. Zurück in ein Land, das ich nur vom Hörensagen kannte, denn das Licht der Welt hatte ich in Deutschland erblickt. Es war ein Montag. Ich hatte mich nach der Schule mit meiner besten Freundin zu einer Fahrradtour verabredet. Wir fuhren den langen Weg bis zum großen Einkaufszentrum, schlenderten eine Weile durch die Klamottenabteilung und besuchten anschließend eine andere gute Freundin. Wir sprachen über Mädchenkram, aßen Eis und amüsierten uns. Dann sagte meine beste Freundin plötzlich: „Ich glaub ich sterbe, wenn du irgendwann abgeschoben wirst.“

Witzig, dass es nur ein paar Stunden später tatsächlich passierte. Ironie des Schicksals. Ich lache heute noch drüber. Am Abend saß ich zu Hause mit meiner Familie und sah fern. Schon seit einer Weile übernachteten wir Dienstags immer bei einem Onkel, da man hörte, dass die Abschiebungen immer Mittwochs und Freitags, in den frühen Morgenstunden stattfanden. Aber es war Montag. Also schliefen wir zu Hause. Zum letzten Mal.

Meine große Schwester lebte seit einer Weile mit ihrem sieben Monate alten Sohn bei uns, besaß aber zwei Straße weiter eine eigene Wohnung. Und in genau dieser Wohnung schlief mein Vater seit einigen Wochen. Paranoid? Nein, eher nicht. Man ist nicht paranoid, wenn jede Nacht das passieren kann, vor dem man so große Angst hat ... Weiter auf der Website.




Montag, 24. November 2014

Wir sind das Volk

Dagegen ist nichts zu sagen. Diesen Spruch schreien Leute aus Dresden und wahrscheinlich Umgebung jeden Montag heraus. Wir sind das Volk!

Nun sollte man denken, dass sich dieser Ruf gegen eine Regierung richtet, die unser Geld verschwendet. 

Man sollte denken, der Ruf richtet sich gegen die Regierung, die es zulässt, dass die Demokratie immer mehr abgebaut wird.

Man sollte denken, der Ruf richte sich gegen die Regierung, deren Liebe nur den Konzernen gilt und die das Volk übergeht.

Man sollte denken, der Ruf richte sich gegen die Ausspionierung weiter Bevölkerungsteile, gegen die Verarmung per Gesetz, gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, sprich der Konzerne, dagegen, dass arme Leute, die immer zahlreicher werden, nicht diskriminiert werden, dagegen, dass der Spalt Ost-West sich kaum geschlossen hat,  gegen die Konzerne, die Gesetze forumulieren, die die Regierung nur noch abnickt, gegen die Überflüssigmachung des Parlamentes, gegen Kriegseinsätze und man könnte noch viel mehr "gegen" finden.

Aber nein, die braven Bürger dort ziehen gegen noch ärmere Menschen durch die Straßen. Und die braven Bürger machen gemeinsame Sache mit den Neonazis. Diese braven Bürger regen sich über angebliche Zuwendungen für Flüchtlinge auf, obwohl sie die Gesetze gar nicht kennen. Sie regen sich auf, dass angeblich die Arbeitsplätze durch die Flüchtlinge weggenommen werden, auch in Unkenntnisse der Gesetze. Sie wollen auch gar nicht über die gesetzlichen Grundlagen aufgeklärt werden, die das Leben der Flüchtlinge, die voller Hoffnung zu uns kommen, reglementieren. Ich habe es oft vergeblich versucht. Es ist diesen braven Bürgern schlichtweg egal, was die Wahrheit ist. Sie haben die BILD in sich aufgenommen und die sagt eben die Wahrheit. Da unsere Regierung sich nicht gegen die BILD stellt, muss ja etwas an dem Gelabere dort dran sein.

Und wo finden wir unseren Freiheitspastor Gauck? Er fiel ja bisher durch immerwährendes Freiheitsgesäusel auf. Er, obwohl er selbst erst zur DDR-Opposition stieß, als es schon klar war, wohin die Richtung geht und die neuen Parteien und Organisationen schon längst legal arbeiteten, aber trotzdem lässt er sich als Freiheitsstatue feiern. Ich will jetzt nicht wiederholen, dass die Freiheitsstatue innen hohl ist, aber ich kann es mir einfach nicht verkneifen, diesen Satz hier unterzubringen.

Wo ist unser Freiheitspastor Gauck. Kriege, die Deutschland unmittelbar und mittelbar führt, deutet er um in Demokratiebringung in andere Länder um. Leider geht es aber dort nur um Zerstörung und Raub von Bodenschätzen. Solch heere Ziele wie Demokratie für alle, sind bei ihm nicht vorgesehen. Er trommelt die freiheitliche Keule der Glorifizierung der mörderischen "Arbeit" von Soldaten. Er hat auch kaum etwas für Arbeitslose und alte Menschen übrig. Sie sollen froh sein, in Freiheit leben zu können. 

Wo bleibt unser Freiheitspastor Gauck? Immer muss er seinen Senf dazugeben, auch wenn der Senf nicht sein eigener ist und er tunlichst schweigen sollte.

Er ist ruhig. Er sagt nichts zu diesen rassistischen Montagdemos. Ich habe noch im Ohr, dass er sich mal vor Jahren darüber aufgeregt hat, dass Menschen, die soziale Forderungen habe und die Montagsdemos wieder aufleben lassen wollten, diesen Spruch missbrauchen würden. Wir leben ja in Freiheit. Da kann ich mir wieder nicht verkneifen einen geklauten Satz unterzubringen, der sinngemäß lautet, dass der Arbeiter doppelt frei sei, frei an Eigentum (Produktionsmittel) und persönlich frei, frei seine Arbeitskraft anbieten zu müssen, um nicht zu verhungern. So ähnlich hat es Marx ausgedrückt.

Wann höre ich die Stimme des Freiheitspastors Gauck gegen den alltäglichen Rassismus und den immer zahlreicher werdenden rassistischen Demos, denen sich auch die braven Bürger anschließen?

Wieso höre ich nichts von dem Freiheitspastor Gauck, wenn ausländische Mitbürger in unseren Städten verprügelt werden. 

Wieso sagt ein Freiheitspastor Gauck nichts gegen die geschönten Statistiken, die uns einreden wollen, dass es uns gut gehe. 

Wieso kommt er nicht in die Städte, in die Dörfer und Gemeinden, die keine Arbeitsplätze mehr anbieten können, aber ihre Arbeitslosen dazu verdonnern sich unendlich oft auf nichts zu bewerben?

Wieso sagt der Freiheitspastor Gauck nichts, dass es immer mehr Menschen immer schlechter geht, dass immer mehr Kinder in die Armut fallen, dass es nicht genügend Lehrstellen gibt, obwohl die Statistik immer das Gegenteil sagt? Und warum spricht er nicht Klartext, dass die Unternehmen eben mit den Menschen vorlieb nehmen müssen, die in der Region leben, dass sie diese zu qualifizieren haben.

Wieso sagt der Freiheitspastor nicht endlich, dass die Schuldenbremse der Fluch der Länder, Städte und Gemeinden sind? 

Wo steht ein Herr Gauck? Bei den Antirassisten, Antifaschisten und armen Bürgern?  Wenn er wirklich dort stünde, wäre er sicherlich kein Bundespräsident mehr. Aber, er sollte dann generell sein Freiheitsgeplappere einstellen!

Menschen, die sich in die Ecke gedrückt fühlen, die nichts oder kaum etwas zu verlieren haben, sollte man ernst nehmen. Immer ärmere Wohnstätten, immer mehr Menschen ohne Perspektive. Dort setzen die braunen Rattenfänger an. Die ideologische Grundlage ist die BILD.

Wieso höre ich nichts von Herrn Gauck? 

 










Die natürliche Rolle?

Mutter sei die natürliche Rolle und alles andere sei gegen die Natur. Nun atmen Männer in aller Welt auf. Endlich wird den Weibern ihre wahrhafte Rolle gezeigt. Das wurde ja mal Zeit, dass sie auf den Boden der Tatsachen unsanft zurückgeholt werden.

Na, nicht so schnell mit dem Aufatmen. Der Ausspruch stammt von Erdogan und die Natur als solche ist natürlich eine islamische.

Also, man merke auf: Natur = Islam oder Islam = Natur!

Alles was vor Jahrhunderten von einer in Stämmen lebenden Gesellschaft festgelegt wurde, ist Natur, ist Islam. Nein, auch nicht ganz richtig. Mohammed selbst hat festgelegt, dass eine Frau nur Mutter sein darf. Alles andere ist wider der Natur des Weibes. Ob das Mohammed so gesagt hat, weiß ich nicht, aber ich glaube mal Erdogan, zumindest in dieser Sache. Ansonsten hätte er sich die Rolle von Allah/Mohammed angeeignet. Was mich eigentlich auch nicht wundern würde. Männer haben in der Geschichte sich schon immer als Gott gegeben besser gefühlt.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich schier auf die Oberschenkel klopfen und laut lachen. 

Aber die christliche Kirche hat das genau so gesagt. Bei ihnen ist Natur = katholisch/evangelisch, orthodox oder andersherum gedreht.

Wie sich die Bilder doch gleichen.

Heutzutage ist diese Ansicht bei Männern hier auch noch nicht überwunden. Viele geben es zu, manche nicht, denken es aber.

Frau als nur Mutter. Wieso? War der Mann nicht an der Zeugung beteiligt? Heißt es nicht besser, dass die Erziehung von Kindern Familiensache ist? Ist es nicht für Mädchen und Jungen besser, wenn sie auch einen Vater haben, der sich liebevoll um sie kümmert?

Im Islam scheinen sich die Männer zu fein für eine liebevolle Kümmerrolle zu sein. In unserer westlichen Kultur waren und sind sich auch manche Männer zu fein, diese Rolle zu übernehmen. 

Warum aber sollten die Männer nicht auch liebevolle Väter sein?

Im Mittelalter war die Rolle der hochgestellten Dame, Kinder zu gebären und die der hochgestellten Männer Kriege zu führen und ihren Einfluß auf die Ländereien anderer zu erweiterten .

Wir leben aber nicht mehr im Mittelalter. Zwischenzeitlich hat es im Westen die Aufklärung gegeben und eine technische Revolution, die die Frauen als Arbeiterinnen brauchten.

Was das Mittelalter beim Rückblick auch bewiesen hat, dass Politik oftmals von den Frauen gemacht wurde. Meist standen sie hinter ihren Männern und machten von dort Politik und manches Mal standen sie allein da und mehrten den Reichtum ihres Lehens. Sie machten das sehr gut.

Es gab auch genügend Frauen, die Ärztinnen waren. Die Schule von Salerno war in dieser Beziehung berühmt.

Und war das gegen die Natur? Ich habe kürzlich Folgendes gehört: Eva hat als erste den Apfel der Erkenntnis gekostet. Stimmt! Dummerweise hat sie den Apfel der Erkenntnis auch Adam zukommen lassen. Das war ihr größter Fehler. Damit hat sie den Grundstein zu ihrer Knechtung gelegt. 

In der Frühzeit der Menschen waren Mann und Frau gleichberechtigt. Sie hatten zwar unterschiedliche Aufgaben, aber sie waren nicht schlechter als Männer gelitten und beide waren zuständig, dass ihr Stamm nicht hungern musste. Es gab die Göttinnen der Erde, der Fruchtbarkeit, die äußerst wichtig waren, die das Gedeihen und Prosperieren ihres Stammes in der Vorstellung  der damaligen Völker förderten 

Mit dem Monotheismus wurden die weiblichen Göttinnen verdrängt. Wir Schwestern haben da nicht aufgepasst und unser Minderwertigkeitsurteil unterschrieben. Dass es auch schon damals Ausnahmen von der Regel gab, steht nicht zur Debatte. Schließlich gibt es immer Frauen, die nicht einsehen wollten, warum sie dieses oder jenes nicht machen dürfen, nur weil sie eben Frauen sind. Ist auch widersinnig. 

Ich habe bei meinen Reisen immer wieder gedacht, wie arm doch eine Gesellschaft ist, die ihre Frauen in den Häusern einsperrt. In Marokko sah ich Männer in den Abendstunden gelangweilt vor den Kaffeehäusern sitzen und auf die Straße starren. Gähn. In anderen islamischen Ländern auch.

Als ich dieses Jahr im Herbst in der Türkei war, ist mir aufgefallen, wie sich die Türkei verändert hat, sogar in Istanbul. Vor ein paar Jahren habe ich gerade in Istanbul kaum Frauen mit Kopftüchern und sehr, sehr selten mit Ganzkörperschleier gesehen. Die Zeiten sind vorbei! Mir fielen die Frauen mit Ganzkörperschleier auf, die man jetzt sehr oft sehen kann. In Istanbul! Vor ein paar Jahren konnte man als Touristin in die Blaue Moschee noch ohne Kopftuch gehen. Jetzt ist das Kopftuch Pflicht und man darf auch nicht mehr durch den Haupteingang gehen, sondern wird durch einen tunnelähnlichen Gang irgendwo an der Seite hineingeschleußt. Nackige Arme dürfen nicht mehr sein. Dann muss man ein mantelähnliches Ding anziehen. Ich finde sehr ecklig, weil den dann ohne Reinigung viele Touristinnen und Touristen (ja auch Männer) sich überhängen. Aber ich bereite mich bei einem Besuch einer Moschee immer mit meiner Kleidung und einen Kopftuch darauf vor. Mehr als Kopftuch akzeptiere ich nicht! Warum auch - nur weil ich eine Frau bin?

Was sagt Erdogan dazu? Er meint, dass Mütter etwas ganz Besonderes seien. Okay, das sind sie schon. Nur, wenn man etwas ganz Besonderes ist, gehört es sich nicht, das Besondere ins Haus einzusperren, es unterwürfig zu halten oder (wie ich selbst bei mir im Wohnviertel erlebt habe) den Mann um Erlaubnis fragen zu müssen, wenn ein Kohlrabi eingekauft werden muss. So geht man nicht mit etwas ganz Besonderem um, sondern mit Sklaven. Das ist der Hintergrund der islamischen Frau (wenn sie nicht zur Oberschicht gehört). Falls sie sich als Besonderes empfinden würde, würde sie ihren Mann dran erinnern, dass sie keine Sklavin sei. Eine Religion, die Frauen das zumutet, ist keine gute Religion.

Wohin gehst du Türkei? 

Sie wird immer mehr ein islamischer Staat. Und wieder steht dort auf der Tagesordnung, die Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee zurückzuverwandeln. Irgendwann über kurz oder lang, werden die Dogmatiker gesiegt haben. Auch der Verkauf von türkischen Fahnen mit dem Atatürk Porträt ist zurückgegangen.

Wir schreiben das 21. Jahrhundert. In der christlichen Kirche gärt es. Menschen sehen nicht mehr ein, dass sie auf irgendetwas festgelegt werden sollen, nur weil sie z.B. katholisch sind. Menschen sehen nicht ein, dass sie ein anderes Arbeitsrecht tolerieren sollen, nur weil sie in katholischen Einrichtungen beschäftigt sind, die auch durch Steuermitteln aller am Leben gehalten werden. 

Auf der anderen Seite wird immer noch im Namen von Religion Krieg geführt. Sicherlich haben die Kriegsparteien die Religion so hingebogen, dass der Bodensatz der Menschheit andere terrorisiert. Nur sollten sie nicht das Wort "Gott" in den Mund nehmen, wenn sie als Todeschwadron herumziehen und alles töten, was nicht wortwörtlich wie sie denkt. Ich erinnere an Kenia, wo fast 30 Menschen getötet worden sind, weil sie nicht den Koran lesen konnten. Ich denke, dass die Meldung nicht ganz in Ordnung ist, weil der Koran eigentlich auswendig gelernt wird. Arabisch können auch viele Muslime nicht lesen. So werden sie das Glaubensbekenntnis des Islam mündlich vorgetragen haben müssen. Aber das ist nicht der Punkt. Man hat gemordet. 

Diese Mörderbanden sollten auch nicht das Wort "Gott" im Munde führen, wenn sie ihre eigene Kultur zerstören. Es wird, wenn vielleicht irgendwann mal der Krieg in Syrien beendet ist, kaum noch Kulturgüter geben. Auch unsere westliche Geschichte als Linie in die antike und vorantike Kultur wird damit zerstört. Nur, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt, hat man auch keine Zukunft. Und wir haben nicht das Recht dazu, Krokodilstränen darüber zu weinen. Ohne den Westen hätten Mörderbanden in den Islamischen Ländern nicht so stark werden können.

Eigentlich sollten Religionen den Menschen zivilisieren und Frieden lehren. Diesen Anspruch hat die Religion nicht erfüllt. Sie wurde instrumentalisiert und ad absurdum geführt.

Der Westen entwickelt sich mittlerweile zurück in die Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts und parallel dazu die islamische Welt in den Konservatismus.  

Heute im 21. Jahrhundert leben manche freiwillig, andere gezwungnermaßen nach den Regeln alter Stammesgesellschaften. Wie lange noch?









Samstag, 22. November 2014

Ist Thüringen ein Meilenstein?

Ich bin kein Freund linker Regierungsbeteiligungen. Warum? Genau an dieser Stelle zeigt DIE LINKE, dass sie eine Partei wie jede andere ist. In der Regierungsbeteiligung wird sie "entzaubert", wie das die anderen Parteien ausdrücken. Und genau DAS wollen SPD und Grüne. Steinmeier und Özdemir haben in der Vergangenheit immer wieder darüber gesprochen. Die LINKE hat in einer Regierungsverantwortung kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Sie wird nicht mehr den Finger in die Wunden, die der Demokratie in diesem Land zugefügt wurden, legen können.

Denken wir nach: Was wurde nicht schon mit Hilfe der Linken in den Landtagen durchgewunken. Erst sind sie z.B. mitverantwortlich für den Verkauf der Dresdner städtischen Wohnung und dann lamentieren sie darüber, dass der Finanzinvestor die Mieten hochschraubt und er sich nicht mehr an Einzelheiten des Vertrages hält. Wem wundert das? Offenbar die Linkspartei.

In den verschiedensten Bundesländern des Ostens war die Linkspartei schon mit an der Macht. Sie hat im Prinzip genau das gemacht, was jede andere Partei in Deutschland auch tut, wenn sie an der Macht ist. Privatisiert ... Stellen abgebaut ... und vieles mehr.

Zuerst werden Posten und Pöstchen verteilt und dann merkt man, dass die Länder nichts Wesentliches zu entscheiden haben, schon gar nicht im Sinne der Bevölkerung. Die Schuldenbremsen machen es unmöglich zu investieren, was zumindest, wenn sie es denn wollten, auch den einheimischen Mittelstand etwas Einkommen ermöglichte. 

Sie beschließen ebenso mit, dass Fördermittel in irgendwelche obskuren "Friedliche-Revolutions- Objekte" versenkt werden, statt in Projekte, die den Bürgern zu Gute kommen. Ich habe mal den Chef der Leipziger Stadtratsfraktion der Linken gefragt, warum sie das Geld an dieser Stelle mit verschwenden. Antwort - Kurz gesagt - : Sie haben Angst vor den anderen Parteien, weil sie sich aus der SED heraus gegründet haben. Angsthasen kann man nicht wählen.

Nun will Bodo Ramelow Thüringer Landgraf werden, falls er alle Stimmen auf seinen Namen vereinen kann. Wie man hört, will die CDU-Lieberknecht-Pastorin auch kandidieren. 

Und was hat die SPD und die Grünen bewogen einen linken Landgraf zu akzeptieren? Mal ganz abgesehen von den winkenden Posten und Pöstchen. Ramelow hat einen Kniefall gemacht, wie eben ein Landgraf vor seinen Lehnsherrn. Lehnsherren sind hier und heute die Parteien, die sich bürgerlich nennen. 

25 Jahre - also ein Vierteljahrhundert - nach der Grenzöffnung in Berlin müssen die Linken immer noch die DDR als Unrechtsstaat bezeichnen, um im großen Spiel mitspielen zu dürfen. Und sie machen das komischerweise auch anstandslos. Warum? Eine logische Erklärung gibt es dafür nicht. 

Die alte Bundesrepublik hat keine ihrer damaligen Parteien aufgefordert den Hitlerstaat als Unrechtsstaat zu titulieren. Und das war wirklich ein Unrechtsstaat, wenn ich das mal ganz zahm ausdrücken will. Nicht nur das, sondern alte Nazis, die Schandurteile gefällt hatten oder in hohen Positionen des sogenannten 3. Reiches arbeiteten, führten ihre Tätigkeiten nahtlos in der damaligen Bundesrepublik weiter aus. KZ-Baumeister begleiteten hohe Ämter in dieser sogenannten parlamentarischen Demokratie der alten Bundesrepublik und auch andere, die tief verstrickt im Völkermord waren, mussten keine Angst haben, ohne ökonomische Grundlage dazustehen. 

Und solche fordern einen gewählten Abgeordneten dazu auf, etwas, dass seit 25 Jahren vorbei ist, noch zu diskreditieren? 

Sicherlich gibt es verschiedene Sichtweisen auf die DDR. Ich möchte ihn nicht als Unrechtsstaat bezeichnen. Seine Gesetze im zivilen Bereich waren gar nicht so weit vom bürgerlichen Gesetzesbuch entfernt, aber für jeden Bürger verständlich. Schüsse an Grenzen auf Flüchtlinge gibt es auch in unserer schönen westlichen Zivilisation, die ihre sogenannten Werte so hoch hängt, dass niemand sie mehr erreichen kann. Wir lassen Flüchtlinge ertrinken, schießen auf sie, lassen sie hungern, ihre Häuser anzünden, diskriminieren sie usw. usf. Es ließe sich dazu ein neuer Post schreiben.

Und noch etwas: Bezeichnet die Bundesrepublik Deutschland sich etwa als Unrechtsstaat, weil sie Teile der eigenen Bevölkerung diskriminiert hat, nur weil sie in linken Organisationen oder der KPD waren? Wieso ging das Verbot der KPD so einfach und ein Verbot der NPD wird nicht oder nur widerwillig verfolgt, ohne dass man Fortschritte sieht? Ist es nicht Unrecht, dass ein Pfarrer und seine Frau - auch Pfarrerin - keine Lehrtätigkeit mehr nachgehen durften, nur weil sie die DDR besucht hatten? So passiert bei unseren Hausnachbarn als ich in RP wohnte. Ist das kein Unrecht gewesen? Das Pfarrerehepaar war außerdem Teil der Friedensbewegung. Auch in der Bundesrepublik Deutschland gab und gibt es Gerichtsverfahren, die politisch motiviert sind. Ich denke da an den Jugendpfarrer von Jena z.B. Es gibt auch noch andere.

Bezüglich von Recht und Unrecht, hat man sich gegenseitig wohl nichts vorzuwerfen. Die alte BRD und auch die DDR - jeder hatte seine Leichen im Keller. Nur war die DDR nie an Völkermorden und Kriegen beteiligt. Ist das etwa ein Unrecht?

Und wer spioniert im allergrößten Maße seine eigene Bevölkerung aus, flächendeckend, was die Stasi als Klub alter Strickdamen erscheinen lässt.

Welchen nächsten Grund wird es geben, damit Ramelow wieder vor seinem Lehnsherrn kniet? Wenn ich das erste Mal das Knie gebeugt habe und meine Überzeugung verraten habe (falls er eine hat), muss ich immer wieder das Knie beugen. Und immer weitere meiner Überzeugungen werde ich auf den Müll werfen müssen.

Ist es das wert? Sollte man diesen Preis bezahlen, nur um Landgraf zu werden?

Wie sagt meine "Hexe der Wildnis": Die Leute beugen viel zu schnell ihr Knie! Die Dragon-Age-Entwickler wussten das auch schon.

Und welches Ergebnis erhofft sich Ramelow von seiner geistigen Verbiegung? Er wird scheitern. Er wird seine Partei bis zur Unkenntlichkeit verbiegen müssen.  Und das nur wegen einer Strategie, einer Taktik? Nur damit Gysi sagen kann, dass er es sich hat nie träumen lassen, dass es eine Regierung mit einem Regierungchef der Linken in den deutschen Ländern gibt und das er es sowas von Gut findet?

Die Linke wird scheitern. Die Zeit in Deutschland ist noch nicht freundlich zu linken Ideen.




Sonntag, 9. November 2014

Mauerfall

Durch Zufall entstanden ... gefeiert wie ein Popstar ... vergessend, dass danach die DDR-Wirtschaft platt gemacht wurde ... vergessend, dass die westlichen "Retter" nur die Kundenkartei für ihre Zwecke haben wollten ... 

vergessend, dass seit dem das Bildungssystem dem der Westländer angeglichen wurde und man sehr viel weniger, sehr viel ungründlicher lernen kann ... vergessend, dass Mensch zu Humankapital degradiert wurde ... vergessend, dass die Lebensleistung der DDR-Bürger auf ein "Nichts" gedrückt wurde ... vergessend, dass man erzwungener Maßen seine Ausbildung über Bord werfen musste und muss, um einer Zwangsverpflichtung der Hartz-Gesetze folgen zu müssen, wenn man nicht verhungern will, da Lebensmittelgutscheine nur eine kann-Bestimmung sind ... 

vergessend, dass die damalige Berufsausbildung eine wirklich gute war, mit Verantwortung für den Lehrling und der Verantwortung die Lehrlingen übertragen worden sind je nach Ausbildungsstand ...

vergessend, dass eine gute Arbeit ohne Mobbing, ohne das Ausquetschen der Mitarbeiter wie eine Zitrone, mit wirklichen Aufstiegschancen für viele und ein weitgehend sorgenfreies Leben weggeworfen wurde ...

vergessend, dass Bananen, Smartphone und PKW die Teile des Lebens sind, die unwichtiger nicht sein könnten ...
 
vergessend, dass wir unsere Ausbildung verraten haben oder verraten mussten ... vergessend dabei, dass wir den DDR-Medien immer misstrauten und Lügen erkannten und diese Eigenschaft heute bewusst verdrängt haben ...

vergessend, dass die Regierung und die Medien nur das Sprachrohr derjenigen sind, die alle Produktionsmittel besitzen. Ein närrischer 3-%iger Anteil an Aktien ist nur Augenwischerei ... 

vergessend, dass der Überbau - wie Regierung und Justiz sowie Medien - immer zur jeweiligen ökonomischen Basis gehört ... vergessend, dass man einen anderen Überbau nicht ohne Änderung der ökonomischen Basis haben kann ...

vergessend, dass es nur ganz wenige DDR-Bürger gab, die Widerstand gegen die DDR geleistet haben und sehr viele im letzten Moment, als es schon klar war wohin der Weg geht (also noch im Spätherbst des Jahres 1989) auf den fahrenden Zug gesprungen sind und sich jetzt als Widerstandskämpfer gerierten.

vergessend, dass Widerstand gegen die DDR nicht identisch ist mit dem Murren über nicht vorhandene Konsumartikel oder nur schwer zu erstehenden Konsumgütern ...

vergessend, dass DDR-Spitzensportler bewusst Pillen eingenommen haben, um erfolgreich zu sein oder überhaupt im Leistungssportbereich zu bleiben, auch wenn sie es heute abstreiten ... vergessend, dass IMMER die Möglichkeit bestand ohne Weiteres seine sportliche Laufbahn zu beenden, wenn man keine Pillen nehmen wollte ...

vergessend, dass man kein DDR-Opfer war, wenn man seinen Trainer liebte und es nur geheimhalten musste, wenn der verheiratet war. Fremdgehen - egal in welcher Gesellschaft - hängt man eben nicht an die große Glocke ...

vergessend, dass Freiheit nichts mit Kreuzchenmachen zu tun hat ...

Also heben wir das Glas auf 25 Jahre Mauerfall und betäuben uns mit Alkohol, weil wir die kleinen Wahrheiten nicht wahr haben wollen, weil die kleinen Wahrheiten lästig sind und uns von der westlichen Bevölkerungsmehrheit und deren Medienhoheit trennen. 

Wir wollen Mainstream sein! Wir wollen nicht abseits stehen! Eine Lüge da und dort hilft uns dabei.*



*) Wir und uns - wer ist das? Jeder, der will oder unter dieser Prämisse handelt oder gehandelt hat, weil er zur Mehrheitsgesellschaft gehören will und damit seine eigenen Überzeugungen über Bord geworfen hat. 



 

Freitag, 7. November 2014

Renitente Lokomotivführer

Was war das nicht für ein angesehener Beruf - früher. Mit weißen Handschuhen dirigierte er den Zug. Auf seinem Grabstein konnte stehen: Hier ruht Oberlokomotivführer a.D. Das gab es wirklich. Kleine Jungs bekamen damals glänzende Augen, wenn es um Loks ging und viele von ihnen wollten Lokomotivführer werden oder wurden es auch. Sie waren wer. Sie waren kein Blaumann, sondern etwas Besseres, wie sie dachten. Sie verkauften zwar auch ihre Arbeitskraft, aber man schenkte ihnen Beachtung und anerkannte ihre Berufsehre.

Berufsehre? Was ist das? So höre ich heute viele Menschen fragen. Und unsere Beherrscher haben in ihrem ganzen erbärmlichen Leben noch nie etwas davon gehört. Sie haben keine Ehre - sie haben immer nur Geld, viel Geld, mit dem sie uns knebeln, mit dem sie die vorherrschende Meinung bestimmen, die wir haben sollen. Sie zeigen nicht ihren Wert, sondern nur ihren Wohlstand, den sie für Gott gegeben halten.

Und damit ging es mit jedem Beruf abwärts. Jeder Beruf wurde nur danach taxiert, wie weit er heruntergewirtschaftet werden kann und trotzdem Gewinn für einige Wenige auf deren Konten spülen könnte. 

Zurück zu unseren Lokführern. 

Sie halten das Leben vieler Hunderter Menschen in ihren Händen. Gibt man ihnen nicht genug Ruhe, so kann es fatale Auswirkungen auf unser aller Leben haben. Gibt man ihnen nicht Arbeitszeiten, wo man Beruf und Familie unter einem Hut bringen kann, hat auch dies fatale Auswirkungen auf die Gesellschaft. Familienfeste, Freunde ... alles steht mehr oder weniger unter Vorbehalt. Keine Zeit! Schließlich muss der Lokführer die Lok führen. Schließlich beginnt sein Dienst irgendwann zu irgendwelchen eigentümlichen Zeiten und seine Dienstzeit beginnt nicht immer dort, wo sein Heimatlokschuppen ist, sondern irgendwo zwischendurch auf einem Bahnhof mitten auf der Strecke, die er zu fahren hat. Familie? Nebensache! Zeit? Wieso? Schließlich gehört der Lokführer zur Maschine, schließlich ist er Humankapital. Und das verkraften nicht so sehr viele Menschen, vor allem diejenigen, die schon seit vor der Wiedervereinigung Deutschlands diesen Beruf ausübten. Psychische Krankheiten und Alkoholismus ist dort auf den Vormarsch. Leider.

Und nicht nur die Arbeitszeiten wurden verdichtet, bzw. computeroptimiert, wie man so verschleiernd sagt, sondern Löhne wurden gesenkt, auch durch Mehrarbeit ohne Ausgleich. Der Lokführer wurde zur Maschine, angekettet an eine Maschine und ausgebeutet durch eine Konzernführerschaft, die Geldjunkies sind und nach mehr schreien. 

Der Heroinsüchtige erkauft sich durch Kleinkriminalität seine tägliche Rauschgiftdosis. Die Vorstände der Bahn machen es ähnlich. Sie senken die Löhne, erhöhen die Fahrpreise, wirtschaften die Gleise herunter, damit so viel wie möglich von ihrem Rauschgift - das Geld - auf ihren Konten sich anhäufen kann. Messies verhalten sich ähnlich.

Weiterhin zog die Leiharbeit auch bei Lokführern ein. Leiharbeiter sind noch billiger. Deren Kosten fallen nicht unter die Lohnkosten, sondern sind Kosten wie jede andere Art von Kosten, z.B. ein Fahrzeugkauf. 

Wenn man sich dann vorstellt, dass wir auch mit diesen Lokführern fahren, dann könnte man sich schon große Gedanken über die Sicherheit unseres Schienenverkehrs machen, egal ob staatlich auf AG getrimmte Bahn oder Privatbahn. Lokführer müssen ihre Strecken mehrmals unter Aufsicht abfahren, damit sie Streckenkenntnis erhalten. Diese Streckenkenntnis muss immer wieder aufgefrischt werden - eigentlich.

Und nun erlauben sich die Lokführer zu streiken. Was denkt sich so ein Lokführer, wenn er einfach nur sein grundgesetzliches Recht in Anspruch nimmt und durch Streik eine Verbesserung seiner Lebensverhältnisse erstreiten will. Das wird uns tagtäglich untergejubelt. Und mit Häme wird darauf verwiesen, dass der Gewerkschaftsführer Morddrohungen erhält. Selbst dran schuld. Wie wir alle, wenn wir es nicht vom Tellerwäscher zum Millionär geschafft haben. Dabei sind die eigentlichen Drahzieher, die hysterisierten, sabbernden Medien, die ein Klima des Hasses auf und der Verachtung von Menschen erst schaffen, angestiftet von ihren Geldgebern. Wie weit soll die Verrohung unserer Bevölkerung denn noch gehen? Ich will darüber nicht spekulieren, aber jeder sollte sich darüber Gedanken machen.

Nun meine irgendwelche Reisenden, dass das eine Frechheit wäre. In den Mund wurden ihnen solche Worte von den sogenannten Qualitätsmedien gelegt. Eine wahrhaft tägliche Hetz- und Schmutzkampagne wird über diese GDL-Gewerkschaft ausgekippt.  Sicherlich habe ich Verständnis für Menschen, die auf den Zug angewiesen sind und der dann nicht kommt, weil gestreikt wird. Nur wieso schreien sie nicht die Vorstände der Bahn AG an?

Erinnern wir uns an einen großen Streik der GDL. Die Jahreszahl habe ich vergessen, ist auch nicht wichtig. Schon damals war Hetze gegen die Lokführergewerkschaft angesagt. 

Der Tenor damals: Was bilden sich die Lokführer ein, für sich bessere Arbeitsbedingungen zu erstreiken. Sie wollen diese Verbesserungen nur für sich und nicht für das Zugbegleitpersonal. Das ist eine Unverschämtheit. Das Zugbegleitpersonal gucke in die Röhre, weil die Lokführer so egoistisch wären.

Upps. Also damals war es schlecht, Zugbegleitpersonal nicht mit einzubeziehen. 

Upps. Heute ist es schlecht, wenn das Zugbegleitpersonal in der Gesamtheit von der GDL vertreten werden soll.

Was denn nun?

Wieso gießen die Leute keine Schmutzkübel über die Vorstände der Bahn aus? Wieso sagt ein ehemaliger Gewerkschaftsführer, dass die GDL die Forderung nie bei der Bahn durchbekommen wird?

Was für eine Einstellung hat dieser Ehemalige? Weil die Bahn das nicht will, soll die Forderung der Gewerkschaft gleich gestrichen werden? Weitergedacht heißt das: Wenn die Bahn überhaupt nichts mehr für besser Arbeitsbedingungen und mehr Geld für ihr Personal will, dann streiken wir einfach nicht mehr. Es hilft ja sowieso nicht. Okay andere Gewerkschaften handeln schon Jahre nach dieser Methode. Man nennt das Sozialpartnerschaft. Partnerschaft an einer Stelle, wo es nie Partnerschaft geben kann. 

Was passiert eigentlich wirklich? Die Bahn AG stellt sich quer und geht überhaupt nicht auf die Forderung der Lokführer ein. Die GDL ist gezwungen zu streiken, da sie nicht wie die Doofen da stehen wollen. Was verständlich ist. Der Bahn sind die Reisenden, die nicht vom Fleck kommen pipegal. Die Bahn, als sie privatisiert wurde, hat sich immer mehr von den Reisenden weg entwickelt, ganz vorsichtig ausgedrückt.

Dazu kommt noch eine andere Handlungsebene. Schon seit letztem Jahr oder sogar noch früher, liegt eine Gesetzesänderung in den Schubladen der Regierenden (unserer Regierung möchte ich nicht sagen, weil das nicht stimmt). Bis jetzt konnte dieses Gesetz nicht verabschiedet werden, weil wir uns schließlich mehr oder weniger immer vor Wahlen befanden, die die CDU gewinnen wollte. Das Gesetz soll Streiks eindämmen, mit den Segen des DGB. Kleine Gewerkschaften sollen schachmatt gesetzt werden. Wo fängt die kleine Gewerkschaft an und mit welcher Größe endet sie? Ist das nicht der Einstand, alle Gewerkschaften zurückzudrängen, damit jeglicher Streik in Deutschland zur Folklore verkommt?

Nun haben die Wähler in Deutschland es den Herren da oben ganz leicht gemacht. Sie haben so gestimmt, dass die SPD wieder in die Regierung gespült werden konnte. Und nun kann eine SPD-Ministerin Antistreikgesetze in den Bundestag einbringen und dafür verantwortlich sein, dass sie angenommen werden. Für Gesetze gegen die Mehrheit der Bevölkerung des Landes ist immer die SPD zuständig.

In trauter Zweisamkeit von Bahn und Regierung - speziell Frau Nahles von der SPD - haben sie einen Streik sich so aufblähen lassen, damit mit medialer Unterstützung dieses Gesetz durchgepeitscht werden kann.

Unsere Bevölkerung, die sowieso mehrheitlich dagegen ist, dass es anderen Bevölkerungsteilen vielleicht ein bisschen besser gehen könnte als ihnen selbst, lässt sich munter mit vor den Karren spannen und kräht mit. 

Hat sich schon mal jemanden von denen einen Kopf gemacht, dass damit das wirkliche Ende der Gewerkschaften - egal ob groß oder klein - eingeläutet werden soll?

Dann viel Vergnügen mit der Diktatur! Aber scheinbar wollen viele Menschen nur in Diktaturen leben oder volkstümlicher gesagt: im Hotel Mutti, bemuttert von einer Freiheitskämpferin, die unserer Regierung vorsteht und dem Kapital untersteht.







Montag, 27. Oktober 2014

Wirtschaft so dämlich wie die Regierung

... oder auch andersherum ... beide am gegensätzlichem Ende. Dass der Mittelstand ebenso doof ist, wie die DAX-Unternehmen, ist mir dabei ein Rätsel. Okay, das meine ich nicht wirklich. Ein Rätsel sollte es zwar sein, aber bei dieser Mittelstandsunternehmerschaft mit IQ 50 muss man nichts anderes erwarten.

Da greint der Mittelstand über die beiden Reförmchen der Regierung:

1. Die angebliche Rente mit 63, die sowieso nur einen unerheblichen Teil von Menschen betrifft - zumindest die abschlagsfreie. Die Mittelstandsindustrie betrifft es auch eher selten, da Menschen mit 63 nur noch marginal am Arbeitsmarkt und in den Unternehmen auftauchen und 

als 2. die des Mindeslohnes von schlappen, ärmlichen 8,50, der nicht heute sondern erst übermorgen eingeführt werden sollen.

Der Mittelstand, sollte sich einfach mal fragen, warum er schlechte ökonomische Daten vorzuweisen hat. Die schlappen 8,50, die sowieso erst übermorgen wahrscheinlich gezahlt werden müssen, sind es nicht. Eigentlich sollte der Mittelstand darauf drängen, dass die Arbeit"nehmer" ein ordentliches Geld für ihre geleistete Arbeit erhalten. Ordentlich ist, wenn am Monatsende nicht den Kit aus den Fenstern gegessen werden muss, also weit oberhalb von H4. 

Wer in aller Welt sollte denn die Leistungen eines Mittelstandsbetriebes in Anspruch nehmen, wenn nicht Arbeit"nehmer" mit genügend Spielraum in der Geldbörse zu finden sind. So viele Millionäre und Milliardäre gibt es in Deutschland nun auch wiederum nicht, dass alle Mittelständler von denen leben könnten. 

Wer kann sich schon z.B. einen Handwerker leisten, wenn er Niedriglöhner ist oder gar H4 bezieht? Geht das nicht in den Schädel der Mittelständler hinein? Bei 8,50 die Stunde wird sich an der Einnahmesituation der Mittelständler nichts groß ändern. Und nicht einmal das gönnen sie ihren eigenen Mitarbeitern?

Lt. heutiger Nachricht sind die durchschnittlichen Einkünfte der Arbeit"nehmer" gesunken. Das wurde im Zusammenhang mit der Rentenerhöhung im nächsten Jahr kund getan. Man redete sich mit Schwerbeschädigten heraus, die mitgezählt werden. Nunja, jemand muss ja dran Schuld sein, und dann immer die Kleinen und diejenigen, die sich nicht wehren können.

Dass die Wirtschaft keinen Lichtstreif am Horizont sieht, daran ist sie selbst schuld. Sie hat die Marionetten in der Regierung gedrängt eine Agenda 2010 unters Volks zu bringen. Sie will die Produktion nur noch in den Ländern ausbauen, die für ein Appel und nen Ei produzieren - die eigentlich das auch nicht können - sondern für diese miesen Löhne produzieren wollen.

Die Wirtschaft setzt Leiharbeiter en masse ein, zwingt die Menschen für wenig Geld bei ihnen zu arbeiten, in dem sie die Gewerkschaften korrumpiert und Stimmung gegen Streiks und Lohnerhöhungen macht. 

Wer in aller Welt soll den Müll, der produziert wird, denn kaufen? Die meisten Länder in der Welt haben die Masse ihrer Bevölkerung verarmt oder in Armut gelassen. Diese Menschen sind froh, wenn sie sich etwas zu essen kaufen können. Für viel anderes reicht es nicht. Sie haben viele Menschen in die Schuldknechtschaft geführt, die nun auch rumrudern, um einen Monat mit ihren paar Euronen zu überstehen. 

Wer soll kaufen? Und daraus folgt: Wer will da noch investieren?

Und warum sollten die Steuern der Unternehmen gesenkt werden? Dadurch entstehen auch nicht mehr Käufer. Und nur die interessieren!

Wieso sind die Herrschende so dämlich, sich einer Angebotsökonomie hinzugeben? Wenn angeboten wird, wird auch Kauflust geweckt? Lust vielleicht, aber ein wirkliches Kaufen? Wohl eher nein. 

Womit sollen die angebotenen Dinge gekauft werden?

Millionen von Menschen, die an den Schaufensterscheiben ihre Nasen breitdrücken und das Angebot bestaunen?  Zu mehr reicht es leider nicht.

Haben die  Angebotsökonomen wirklich noch eine IQ von 50 oder ist er noch geringer?

Wohl eher ja!



 


Montag, 20. Oktober 2014

Sie begreifen es nicht

In den Medien ist ein Aufruhr. Reisende beklagen sich, dass die Gewerkschaften streiken. 

Ach wie können die denn nur - und noch mehr Geld verlangen sie - und ein bisschen weniger Arbeitszeit - und dann noch mit vollem Lohnausgleich - ach und die Reisenden werden als Geisel missbraucht - so geht das aber nicht - streiken vielleicht, aber ich darf nicht darunter leiden - quak ... quak ... quak ...

Ich verstehe, dass es nicht schön ist, wenn man am leeren Bahnhof wartet, obwohl man weiß, dass gestreikt wird, also man völlig vergeblich zum Bahnsteig hastet. Das ist alles nicht schön. Auch wenn man in den Urlaub will und der Flieger macht nicht das, was er soll.

Werden wir dafür von den Gewerkschaften in Geiselhaft genommen?

Hat schon mal jemand gehört, dass sich die Menschen über die Unternehmen beschweren? Prangert mal jemand an, dass die Unternehmen sich endlich mal bewegen sollten? Schimpft jemand über den Vorstandsvorsitzenden der Bahn AG oder der Lufthansa? Warum glauben die Menschen, dass die Bahn kurz vor der Pleite stünde, wenn sie ihre Mitarbeiter anständig bezahlte, das Personal endlich mal aufstocken würde und Arbeitspläne anböte, die z.B. den Lokführern auch Zeit für die Familie und für Freunde brächte? 

Wieso sacken die Konzernoberen Millionen im Jahr ab und wir tolerieren das. Wieso gönnen wir kleinen Leute nicht den anderen kleinen Leuten das Gelbe im Ei? Sind wir nur neidisch, weil die vielleicht ein paar Euronen dann mehr in der Geldbörse als wir haben?

Verbünden wir uns aus Neid, Gier oder Dummheit deshalb mit unseren Ausbeutern gegen uns selbst?

Warum suchen die Menschen die Schuld an der Stelle, wo der Schütze Arsch im letzten Glied für seinen Lebensunterhalt schuften muss, wo er zum Burn-out getrieben wird und bei der Bahn im schlimmsten Fall in irgendeinen Unfall oder bei der Lufthansa zu einem Flugzeugabsturz? 

Warum kreiden die Menschen nicht den Vorständen und Finanzgesellschaftern die Misere an, dass sie vor leeren Gleisen stehen und von einem überfüllten Flughafen nicht starten können?

Wieso hat der kleine Mann die Schuld und nicht der, der die stinkende Brühe angesetzt hat?

Wir verbohrt und doof sind doch die Menschen, wenn sie ihresgleichen die Schuld an irgendetwas geben, dass die Deutschlandbesitzer zu verschulden haben?

Das Schuldprinzip wird mit Hilfe der Propagandamedien total umgedreht und die Menschen gehen dem auf den Leim ohne zu Fragen: Wem nutzt es!

Pfui!, sage ich nur zu diesen geistlosen Zeitgenossen! Ihr habt das, was ihr verdient, und wenn es nur 3,50 die Stunde sind. Genau so "viel" verdient ihr, wenn ihr die Trompeten für die Konzernoberen blast. Und ihr werdet irgendwann mit noch weniger da stehen.




Mittwoch, 15. Oktober 2014

Geteilte Menschenrechte

Wo bleibt der Aufschrei des Westens? Die Türkei hat ihre eigene Bevölkerung bombardiert. Entschuldigung! Ich vergaß: Kurden sind keine eigene Bevölkerung der Türkei. Ein Land, welches einzelne Buchstaben bis vor nicht allzu langer Zeit verboten hatte, weil sie in der türkischen Sprache nicht vorkommen, aber in der kurdischen, steht mit den Menschenrechten nicht auf gutem Fuß. 

Bombardiert wurden "nur" Terroristen von der PKK. Wir haben eigentlich gelernt, dass kein Bombardement Zivilbevölkerung ausnimmt. Alle müssen sterben, wenn es die Bombe so will, die von einem Menschen gesteuert ist, der dann vorgibt kein Terrorist zu sein. 

- Haben wir nicht gerade erlebt, was Bombenmassaker anrichten? Die Bilder vom Gazastreifen schocken immer noch jeden, der sie sieht. Es sei denn, man ist Israeli. Dann weitet sich das Herz an den Opfern. Der dumme Steuerzahler in Europa zahlt jetzt für den Wiederaufbau, wie wir gerade erfahren haben, damit dann Israel, wenn es ihm gefällt, alles wieder in Schutt und Asche legen kann. Auf den Steuerzahler ist immer verlass. -

Zurück zur Türkei. Was wäre gewesen, wenn nun Putin seine eigene Bevölkerung bombardiert hätte? Oder noch schlimmer: Kim Jong Un? Haben wir nicht einen Krieg gegen Syrien begonnen, weil angeblich Assad gegen sein eigenes Volk chemische Waffen eingesetzt haben soll?

Der Westen spielt sich doch immer als der Gott der Menschenrechte auf. Gelten die Menschenrechte nur für diejenigen, die weiß aussehen und dem Goldenen Kalb huldigen? Stehen Kurden außerhalb der Menschenrechte? Kann man sie wie Ungeziefer einfach wegbomben?

Hat nicht die PKK die Jesiden gerettet und der türkische Staat dem IS-Massaker einfach nur zugeschaut?

Ach ich vergaß. Jesiden sind ja nicht reingläubige Muslime, wie die türkischen Sunniten. Welche Chance hat ein Jessid in einem Staat, der auch Sufis verboten hat bzw. sie zur touristischen Folklore herabgewürdigt hat?

Der Westen schaut weg. Es ist uninteressant, dass Menschen getötet werden, wenn sie Kurden sind. Was schert es der Friedensnobelpreisträgerin EU und dem Friedensnobelpreisträger Obama.

Ich habe vor rund 4 Jahren gesehen, in welcher Armseligkeit Kurden gehalten werden. Im SO der Türkei in der Nähe von Van haben wir uns mit einem Lehrer unterhalten und dessen Schüler. Der Lehrer erzählte uns von der Armut seiner kurdischen Schüler (es waren fast alles Kurden) und davon, dass sie nie aus ihrem Dorf oder ihrer Stadt herauskommen. Der Schulausflug zur Tuschpa-Festung gleich um die Ecke von Van hätten sich ohne Hilfe der Schule auch viele Eltern der Kinder nicht leisten können. Ich war in mehreren Städten mit kurdischer Mehrheitsbevölkerung. Vor allem, wenn man die Menschen dort gesehen hat, in ihrer Gastfreundlichkeit und in ihrer Sehnsucht nach mehr Anerkennung, dann schmerzt es einen umso mehr, wenn man hört, dass man Bomben wirft.

Der Westen schweigt dazu. Es sind ja nur Kurden. Der Westen hat eine Allianz mit der Türkei, eine kriegerische Allianz. Kurden mit ihren Freiheitsbestrebungen stören da nur. 

Wie scheinheilig ist das denn? Menschen werden kategorisiert: Du darfst überleben, du nicht! Was ist es sonst ... Kann man Obama und der EU nicht den Friedensnobelpreis endlich wieder aberkennen? Beide haben ihn nicht verdient!




Dienstag, 14. Oktober 2014

Ab in die Anstalt

Ich krieg mich nicht mehr ein!

Mein "Lieblingsminister" der sich Wirtschaftsminister nennt, hat wieder einmal für ihn weise Worte gesprochen. Gabriel und weise Worte?

Selbst bei der Bundesregierung ist jetzt "schon" angekommen - und das bedeutet viel, wenn es sogar dort bemerkt wird, dort in der Dysonsphäre - dass das Wachstum in Deutschland eingebrochen ist. 

Eingebrochen? Aber nicht doch! Ein gewisser Herr Gabriel hat das zwar auch festgestellt - es blieb ihm ja nichts anderes übrig - aber die Schlussfolgerung daraus ist wieder hörenswert.

Das Wachstum sei zwar eingebrochen, aber - und jetzt kommt es (!) - die Konjunktur in Deutschland sei ungebrochen. Und, was uns noch hoffnungsvoller stimmen soll: Der Binnenmarkt wäre stabil und die Beschäftigung so was von hoch, dass Gabriel vor Freude hüpft! Kann er überhaupt noch hüpfen?

Nun erkläre mir das mal jemand. Das Wachstum ist eingebrochen. Das bedeutet, dass viel weniger hergestellt wird, als erwartet worden ist. Wenn das Wachstum eingebrochen ist, dann sollte doch auch die Konjunktur stottern, wenn nicht - wenn man denn ehrlich wäre - die Konjunktur sogar baden gänge. Und was heißt denn, dass der Binnenmarkt stabil sei? Stabil im Gewinnrückgang? So kann man natürlich auch einen Binnemarkt sehen. Es könnte von den Unternehmen natürlich auch auf Halde produziert werden. Dann gäbe es eine gute Konjunktur, wenn man sich das rosarot malt. Nur, wer soll dann die auf Halde produzierten Waren kaufen? Das berühmte kleine, grüne Marsmännchen vieleicht? Wollen die Amis nicht vielleicht gerade deshalb bemannt zum Mars fliegen? Hält die Weltwirtschaft noch bis zu diesem Zeitpunkt durch? Eher nicht, denke ich mal.

Und dann kommt noch so ein Widerspruch. Halten wir mal fest, das Wachstum ist eingebrochen. Wenn das Wachstum eingebrochen ist, produziere ich natürlich auch nicht so viel und brauche daher nicht so viele Arbeitskräfte, als bei Vollauslastung. Wie verträgt sich dann dieses Wachstumloch mit Gabriels Meinung, dass der Arbeitsmarkt saugut wäre. Da muss ich natürlich wieder damit kommen - meine Standardantwort: 24 Menschen arbeiten auf einem Arbeitsplatz pro Tag. Man kann das noch weiterspinnen: 24 Menschen mal 5, das sind 120 Menschen pro Arbeitswoche. Da Mensch schon nicht mehr arbeitslos gilt, wenn er 1 Stunde pro Woche arbeitet, ist die Arbeitslosigkeit fast verschwunden ;) 

Oder glaubt Herr Gabriel etwa der Statistik in Kurzform, wie er sie sich wohl nur anschaut. Hinterfragt er nicht wenigsten einmal seine Sätze, die er rosarot herausblubbert? Will er nicht einmal wirklich glaubwürdig sein? Okay, die SPD ist nie glaubwürdig und die Regierungen sind auch nie glaubwürdig, also 2 x unglaubwürdig. Das kommt so ungefähr hin. 


Oder ist das nicht schon der Auftakt für die neue Agenda 2020? Schließlich hat eine Gruppe junger "Christdemokraten" Einschnitte in die Sozialleistungen gefordert, damit die Wirtschaft wieder florieren könne. Ja, ich weiß, der IQ dieser jungen "Christdemokraten" wird noch niedriger als der der Regierung sein. Oder haben die sich schon mal ernsthaft gefragt, wer den ganzen Konsummüll dann noch kaufen soll? Schon jetzt stellt sich diese Frage in vielen Familien. Ist diesen Youngstern irgendwie entgangen, dass zu einem Angebot auch Kaufkraft gehört, damit Gewinn realisiert werden kann? Wahrscheinlich ist der IQ bei denen nicht viel höher als 50 oder so, sonst würden sie mal endlich ihren Mund halten.

Ich würde mich schämen, so einen Müll unter die Leute zu bringen. *g* Und genau deshalb würde ich niemals in eine Regierung gewählt werden oder hätte in einer Partei nie ein hohes Amt. Die niedrigen IQ's wollen untereinander bleiben. 



Sonntag, 12. Oktober 2014

TTIP und wir

Hier habe ich ein paar schöne Gier-Beispiele gefunden, was uns blüht, wenn TTIP in Kraft tritt, wenn die Bananenrepublik Deutschland mit ihrem Marionettenregime das Geheimabkommen unterschreiben wird. Ich sage bewusst Marionettenregime. Merkel und Co. wurden zwar gewählt, wenn aber die Nichtwähler mit dazu nimmt, hat nur ein kleiner Teil der Menschen in Deutschland die gewählt. Marionettenregime deshalb, weil sie entgegen der Interessen des Staatsvolkes in Deutschland agiert. Marionettenregime deshalb, weil sie den US-Amerikanern den Hintern lecken, statt Schaden von Deutschland abzuwenden, was ihr eigentlicher Auftrag lt. Grundgesetz wäre.

Hier geht es zum Artikel:

Was sind die französischen Werte?
Das waren einmal Liberté, Égalité und Fraternité.
Kennt ihr Veolia, den großen französischen Wasserkonzern, die Wasserkrake, die alles privatisieren will?

Zwischen Frankreich und Ägypten gibt es ein Freihandelsabkommen.
Jetzt hat der ägyptische Staat ein Verbrechen gegen den Freihandel begangen und wird von Veolia vor einem geheimen Schiedsgericht verklagt.

Was ist das ägyptische Verbrechen?
Der ägyptische Staat hat den monatlichen Mindestlohn von 41 auf 72 Euro erhöht. Das schränkt natürlich die Veolia-Gewinne in Ägypten ein und ist ein Freihandelsverbrechen.
Welche westlichen Werte verkörpert Freihandel und Veolia in Ägypten?
Liberté, Égalité, Fraternité?

Nein, die Veolia-Klage steht für unsere wirklichen Werte, für die Gier.

Campact sammelt Stimmen gegen TTIP und braucht jede Stimme!

LINK ZU CAMPACT