Donnerstag, 27. Februar 2014

Wann fällt die 5 % Hürde für die Bundestagwahlen?

Die 3%-Hürde für die Europawahl wurde gekippt. Sie wäre nicht verfassungskonform. Wenn 3 % bei der Europawahl nicht verfassungskonform sind, wieso sind dann 5 % verfassungskonform, wenn in Deutschland gewählt wird? Das sollte mir mal jemand wirklich logisch erklären. Außer ein Gestammel, dass damit Tür und Tor für andere - auch für Faschisten - geöffnet werden, ist Blödsinn. Sicherlich müssten wir uns damit abfinden, dass auch Faschisten dann im Bundestag z.B. säßen. In Länderparlamenten sitzen sie sowieso schon, entweder immer oder immer mal.

Keine prozentuale Hürde mehr beim Einzug in die Parlamente ... Da würde es sich endlich mal wieder lohnen, wirklich wählen zu gehen und das zu wählen, was man eigentlich wählen will. Endlich würde ich nicht mehr taktisch wählen müssen, ohne von meiner Wahl überzeugt zu sein.

Die Parlamentarier müssten sich endlich einmal wirklich mit dem braunen Dreck auseinandersetzen (Wunschtraum). Müssten endlich mal Farbe bekennen, ob sie wollen, dass Nichtdeutsche tot oder krankenhausreif geschlagen werden, da die Lippenbekenntnisse nicht ausreichen. Sie müssten vielleicht auch mal Farbe bekennen zu den vielen kleinen und großen Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen, die Menschen auszuhalten haben, die nicht den "Vorzug" haben weiß zu sein UND die deutsche Staatsbürgerschaft zu haben.

Für die Partei DIE LINKE wäre es endlich die Nagelprobe, wie links sie ist. Viele wählen aus Verzweiflung DIE LINKE, weil es keine richtige Linkspartei gibt, die es in den Bundestag oder die Länderparlamente schaffen könnte. Nun hat vielleicht auch DIE LINKE mit ihrem revisionistischen Europawahlprogramm einen großen Teil der Verzweiflungswähler vor den Kopf gestoßen. Nur um schön für die SPD zu sein, hat sie das Linke zum Einheitsbrei, in der Modefarbe "Beere" gemacht.

Die GRÜNEN hätten auch eine Abstimmung zu erwarten, ob deren ökologisches Programm wirklich überzeugt, gegenüber anderen ökologischen Parteien. 

Es wäre jedenfalls wieder spannend, wenn gewählt wird.

Vielleicht würden nun viele das wählen, was sie wirklich wählen möchten. Ihre Stimmen würden nicht einfach unter den Tisch fallen und als Gewinne für die "C"-Parteien sich niederschlagen.

Nun, man darf ja noch träumen





Dienstag, 25. Februar 2014

1 Satz zu Deutschland und der Ukraine

Deutschland hat eine Regierung anerkannt, die es noch gar nicht gibt und deren Bildung wiederum verschoben worden ist.



Sonntag, 23. Februar 2014

Sie zappeln in den Startlöchern

Der IWF steht bereit, um selbstlos der Ukraine unter die Arme zu greifen. Man hat nun den ungeliebten Staatspräsidenten in die Wüste gejagt. Anscheinend Russland den Stinkefinger gezeigt. Nun kommt das Ende der Sklaverei, wie eine etwas ältere Frau in den Straßen von Kiew meinte. Wahrscheinlich wusste sie nicht, wovon sie sprach.

Das Ende der Sklaverei? Von wem? Na immer von Russland und seinen Russlandknechten. Anders kann es gar nicht sein, so will es wenigstens die Fama.

Wird es der älteren Frau in den Straßen von Kiew freuen, wenn eine Julia Timoschenko wieder an der Macht ist und sich alles einverleibt? Wahrscheinlich ja.

Man tauscht in der Ukraine eine Oligarchengruppe gegen eine andere aus und die unterlegenen Oligarchen werden nicht auf Dauer unterlegen sein, sondern sich mit der neuen Situation arrangieren. Hauptsache der Profit fließt. Alles andere ist unwichtig.

Demokratie? Ach, das ist etwas für die ältere Dame in den Straßen von Kiew und für die kleine Gruppe, die mit guten Vorsätzen auch auf den Maidan zu finden war.

Denen, die mit dem Gewehr in der Hand gehandelt haben, ging es um etwas völlig anderes. Sie wollen eine nationalstarke Ukraine ohne Russen, ohne irgendwelche Ausländer, nur mit Ukrainern, ethnisch gleichförmig, in sich geschlossen. Sie heben ihren Arm in Hitlermanier, sie lassen rot-schwarze Fahnen wehen. 

Klitschko ist auch ein Ausländer in den Augen dieser Bürger. Er lebt in Deutschland, kann kaum ukrainisch, wie zu hören war. Ich glaube, die Geschichte wird über ihn hinweggehen. 

Der IWF stünde bereit, wie Frau Lagarde sagt. Und die Bürger in der Ukraine werden sich wundern, womit der IWF bereit steht. 

Nicht mit einem Mercedes, nicht mit europäischer Demokratie, die auch hier gerade abgeschafft wird, nicht mit Konsum für alle, den es in der EU schon lange nicht mehr gibt. 

Leider haben die Ukrainer nicht aufgepasst, was der IWF und die EU mit denen macht, deren Wirtschaft nicht gerade auf den neuesten Stand ist und deren Länder kurz vor der Pleite stehen oder Pleite sind. 

Der IWF steht nicht für Demokratie, die EU ebenso wenig. 

Der angepeilte Mercedes wird für die Masse wohl immer ein Wunschtraum bleiben. Sie werden ihre Nasen vor prall gefüllten Schaufenstern platt drücken. Der Lebensstandard der Mehrheit der Menschen in der Ukraine wird weiter hinabgedrückt werden. Die Gaspreise werden für die Mehrheit ins Unermessliche steigen und durch die anstehenden massiven Privatisierungen werden Arbeitsplätze noch und nöcher wegfallen.  Die Renten werden noch niedriger werden und die Löhne ebenso.

Woran ist denn eine EU nur interessiert? An billigen Werkbänken. Das ist alles. Das kommt den Oligarchen gerade recht.

Nur viele wollten es so. Sie werden dann mit den Ergebnissen leben müssen. Viele werden - wie anderswo - ihrer Heimat den Rücken kehren müssen. Und keiner nenne das Flexibilität. Wer will schon freiwillig seine Heimat verlassen. Das gilt nur für einige wenige.

Die baltischen Staaten könnten ihnen eine Lehre sein sowie Südeuropa. Aber man dünkt sich vielleicht besser oder anders oder wie auch immer. Man arbeite hart und würde deshalb zu Wohlstand kommen, hört man allenthalben. 

Als ob harte Arbeit jemals zu Wohlstand geführt hätte. Dass sollten sie mal den Litauern erzählen, den Letten, den Griechen, den Spaniern und so weiter und so fort.

Die Ukraine wird spannend bleiben. Wird sie gespalten werden? Was wird aus den nationalistischen Kräften? Sie wurden aus der Flasche gelassen und werden sicherlich nicht wieder hineingepresst werden können. Werden wir ein zweites Ungarn in Europa erleben?

Eines steht fest. Die meisten Menschen auf den Maidan und anderswo in der Ukraine werden zu den Verlierern gehören. Sie werden zwar brav irgendwo ein Kreuzchen auf einem Wahlzettel machen dürfen und es Demokratie nennen. Das Leben selbst, wird arm an ihnen vorüberziehen. Sie werden das wahre Gesicht der ach so tollen EU über kurz oder lang selbst erleben dürfen.

Der IWF steht in den Startlöchern.

Na dann, zieht euch warm an, Ukrainer. Wer nicht hört, sich nicht informieren will, muss eben fühlen. Leider wird es auch diejenigen treffen, die mit dem Maidan, mit Timoschenko und Klitschko und den Bandera-Nachfolgern nichts am Hut haben. Die tun mir heute schon leid. 


PS: Die Isländer scheinen  ne Ecke schlauer zu sein.

Auch auf neopresse veröffentlicht.





Montag, 17. Februar 2014

Gestrandet und heimatlos

Die Europawahl ist für mich gelaufen. Wen sollte man wählen? Es bleibt niemand mehr. Zum Wochenende hat sich DIE LINKE bei mir selbst abgeschossen.

»Die EU hat ihr Ziel, Frieden – auch sozialen – zu schaffen und zu erhalten, aus den Augen verloren« ...
(ach wie niedlich)

Das ist aus neoliberal, nicht demokratisch und militaristisch geworden.

Zu hoch geflogen hart gelandet.
Wir sind gestrandet.
(Santiano)

Gestandet und heimatlos tümple ich jetzt irgenwo herum.

Hat die EU jemals an sozialen Frieden gedacht, als sie geschaffen worden ist? Es ging um Wirtschaft und nichts als die Wirtschaft, um grenzenloses profitieren vom Material Mensch und den Ressourcen in jedem Land sowie um Gewinnmaximierung. Um nichts anders ging es und geht es. 

Alles was das Leben der Menschen durch eine offene Grenze bequemer machte, war nur Abfallprodukt einer durch und durch wirtschaftsorientierten EU. Man vergesse nicht, dass die Vorläufer die Montanunion und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft waren.

Die meisten Menschen werden nur die Präambel lesen, wenn überhaupt. Sie werden sich nicht durch ein Wust von Seiten wühlen, in denen irgenwo versteckt dann zu lesen sein soll, dass die EU neoliberal, nicht demokratisch und militaristisch wäre, wenn es überhaupt so klar ausgedrückt wird.

Die Friedensnobelpreisträgerin Europa. Was für ein Frieden wollte sie denn überhaupt schaffen? Den, den die Menschen in allen Ländern der EU wollen? Ihre Taten sprechen dagegen. Sie hat von Anbeginn ihrer Gründung Kriege geführt und führt sie weiterhin für ihre Handelswege, für Rohstoffe und für Marionettenregimes, die nach ihrer Pfeife tanzen sollen und wollen. Ihr Frieden war und ist ein Wirtschaftsfrieden innerhalb der EU, damit ihre Investitionen nicht zerdeppert werden. Mehr nicht.

Die EU wäre nicht nur neoliberal, wurde jetzt am Wochenende von einem Linken gesagt. Er führt dafür Förderprogramme für Arbeitsplätze und für andere Projekte an. Sicherlich fördert die EU irgendwelche Projekte und sicherlich auch hier und dort Arbeitsplätze. Die Frage ist doch wohl nicht, dass sie fördert, sondern - warum!

Projekte zu fördern macht sich gut. Auch Kulturprojekte zu fördern. Die können schön als Feigenblatt für eine ach so tolle EU dienen. Wir sind für Kultur heißt es dann - und ein paar Brosamen fallen vom Tisch der EU herunter für z.B. Schlössersanierungen. Das ist alles gut und schön. Aber eben nur eine Randerscheinung. Dass in den EU-Ländern Kultureinrichtungen schließen, ist belanglos für die EU.

Sicherlich fördert die EU auch irgendwelche Arbeitsplätze. Warum auch nicht. Die Frage lautet hier - welche Arbeitsplätze! Sind es dauerhafte gut bezahlte Arbeitsplätze oder nur solche, die mit bestimmten Projekten verbunden sind, dann irgendwann wieder mit dem Projekt auslaufen. Oder sind es vielleicht nur den Namen nach Arbeitsplätze, die im Niedriglohnbereich herumtümpeln. Sicherlich benötigt die reiche, besitzende Klasse auch ein paar Arbeitskräfte, möglichst billig. 

Auf der anderen Seite macht die EU auf Drängen vor allem von Deutschland die Wirtschaft der schwächeren EU-Mitglieder tot. Zwar wird jetzt von einem Wirtschaftsaufschwung in Griechenland fabuliert. Ich weiß nicht, wie der zustande gekommen sein soll, schließlich - entgegen der Medienaussagen - ist die Arbeitslosigkeit - wie man bei Querschüsse lesen kann - in Griechenland wieder angestiegen. Ganz Südeuropa hängt massiv in der Krise. Sehen wir besser aus? Das war eine rein rethorische Frage. Jeder weiß aus eigener Anschauung, wie das Leben in Deutschland wirklich ist. 

Unser HartzIV soll auf die ganze EU ausgeweitet werden. Etwas Neoliberaleres als H4 gibt es wohl kaum. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, ist der Grundtenor dieses Monstrums und menschenverachtenden Gesetzes. 

Wie will z.B. ein Herr Gysi oder ein Herr Bartsch oder gar ein Herr Lederer, der in Berlin öffentliche Güter mal mit verkauft hat, gegen die Banken antreten? Gegen die Netzwerke der Reichen? Antreten, ohne dass weite Teile der Bevölkerung über Wissen um die Zusammenhänge verfügt? Wie wollen sie die durch BILD, SPON und andere Medien verbildeten auffangen? Und das sind sehr viele Mensche. Und die politische Bildung müsste von den meisten Menschen gewollt sein. Die politische Bildung müsste außerdem nicht auf Besserwisserei und auf einer verständliche Sprache basieren. Die Schulbildung müsste reformiert werden, damit die Schüler nicht mit BILD-Wissen abgespeist werden. Habe ich schon mal irgendwo gelesen, dass DIE LINKE, dort wo sie im Osten mit an der Landesregierung ist, die Inhalte von Lernstoff danach durchforstet hat? Nein. Sie bleibt an der Formalie hängen, wann Kinder auf die verschiedensten Schularten verteilt werden sollen. Das ist auch nicht unwichtig, nur: Inhalte sind wichtiger!

Die Leute würden verschreckt, wenn man die EU das nennt, was sie ist, eben neoliberal, undemokratisch und militaristisch. Das haben die meisten Menschen schon gecheckt, auch wenn keine Taten darauf folgen, nur in der Regel Fatalismus. Die Folgen werden sein, dass sehr viele die AfD sicherlich wählen werden.

Die Vorsitzende der Linkspartei meinte auch, dass die EU den Reichen weggenommen werden müsste. Toll. Ein großes Vorhaben, ein edles Vorhaben. Nur, DIE LINKE hat vergessen, dass Regierungen und - wenn wir bei der EU bleiben - Kommissionen, die Handlungsinstrumente der herrschenden Klasse sind. Wer die Ökonomie beherrscht, wer die Produktionsmittel besitzt, der beherrscht den Staat und somit auch die EU. Aber Marx scheint bei der Linkspartei nicht mehr Mode zu sein.

DIE LINKE will sich hübsch für eine Regierung Rot-Rot-Grün machen. Wieso? Was will sie in einer Regierung außer Pöstchen und Einkommen zu generieren? Und die SPD will Spitzengespräche mit den Linken führen. Sie nennt dabei die Namen von Gysi und Bartsch, die SPD-Genossen in der Linken. 

Was will z.B. ein Gysi in einer von der SPD geführten Regierung? Den Senatorenposten in Berlin hat er ja auch ganz schnell wieder hingeschmissen. Seine Flüge waren da wohl nur ein Vorwand. Regierungsarbeit ist aufreibender und hoffnungsloser als Parteiarbeit. Hoffnungslos, weil man als Regierung immer an den Fäden von den wirklichen Bestimmern im Hintergrund hängt. In der Parteiarbeit kann er seine wirklich brillanten Redekünste besser ausleben. Viel dahinter ist dabei auch nicht. Er schreibt dabei immer wieder von sich selbst ab. Ich habe ihn schon bei Wahlveranstaltungen erlebt und es war enttäuschend. 

Die Linke will nicht immer nur Opposition sein. Okay, den Wunsch verstehe ich schon. Nur, was wollen sie in der Regierung und noch unter SPD-Führung erreichen. Vielleicht - und das will ich nicht am Rand abgebügelt sehen, weil das schon überfällig wäre - würden die Sanktionen von H4 gestrichen. Vielleicht. HartzIV würde trotzdem weiterbestehen, weil die SPD und die Grünen H4 verbrochen haben und behalten wollen. 

Und nun, was macht die LINKE dann?

Die ostdeutschen Genossen sollten sich auch noch daran erinnern, dass auch die DDR von innen heraus nicht reformierbar war. Es gab auch in der DDR viele Bestrebungen, die Wirtschaft zu reformieren, damit die Arbeitsproduktivität steigen konnte, und es gab viele Bestrebungen das System demokratischer zu machen. Alles verlief im Sand. Man schiebe dafür nicht der damaligen Sowjetunion die Schuld in die Schuhe.

Regierungskoalitionen - das sieht man gerade jetzt wieder ganz deutlich - sind keine freundschaftlichen Bündnisse. Es sind Bündnisse, in denen man haut und sticht, um minimale Erfolge auf seiner Seite verbuchen zu können. Damit meine ich nicht auf der Seite der Regierungsarbeit, sondern auf Seiten von den verschiedensten Abgeordneten, die Karriere machen wollen und an die Töpfe der Macht wollen.

In so einer Atmosphäre wird die LINKE untergehen. Sie hat in der Mitte keine Existenzberechtigung. Dort sind schon alle anderen Parteien. 

Und wenn man wirklich ein linkes Projekt wollte, so von ganzem Herzen, dann sollte niemand den vergifteten Trank der Rot-Rot-Grünen-Koalition trinken. So wird DIE LINKE marginalisiert werden. Und genau das ist das Ziel der SPD: Marginalisierung der Linkspartei.

Im Hochmut der Vorstellung von den vielleicht winkenden Regierungspöstchen vergessen die Genossen - vor allem aus den Osten - dass sie eine Linkspartei sein wollen.

Wichtiger als Regierungspöstchen, ist, sich in der Bevölkerung zu verankern. Davon ist DIE LINKE noch sehr weit entfernt. 

Wichtiger als Regierungspöstchen ist, sich als gesamtdeutsch zu verstehen. Wenn das Experiment DIE LINKE funktionieren soll, dürfen die Westlinken nicht an den Rand gedrängt werden und überheblich von den Ostgenossen abgebügelt werden. 

Wichtiger als Regierungspöstchen sind, linke Inhalte und keine sozialdemokratischen. Wer soll die Linkspartei wählen, wenn sie sozialdemokratische Positionen vertritt? Dann geht man doch gleich zum Original. Die "C"- Parteien (vor allem die CSU) wissen das und handeln danach, wenn es um die - ich sage es mal ganz vorsichtig - Erzkonservativen geht, der schon etwas bräunlich angehaucht sind.

Wichtiger als Regierungspöstchen ist, die Zustände so zu benennen, wie die Zustände in dieser Gesellschaft und der EU eben sind. Verkleisterungen helfen niemanden.

Was hat DIE LINKE heute zu bieten?

»Die EU hat ihr Ziel, Frieden – auch sozialen – zu schaffen und zu erhalten, aus den Augen verloren.«

Weiter nichts?

***

PS: die Aussprüche der verschiedensten Vertreter der Linkspartei sind bekannt und überall nachzulesen, deshalb spare ich mir, die Links herauszusuchen.







Mittwoch, 12. Februar 2014

Schizophren - die deutsche Regierung

Nun stellen wir einmal fest. Die Deutschen wollen keinen Genmais. Der deutsche Landwirtschaftsminister auch nicht. Er will die Felder in Deutschland von Gen veränderten Mais frei halten. 

Was würde nun ein halbwegs normaler Mensch bei einer Abstimmung für oder gegen den Genmais machen? Er würde "nein" sagen. Das wäre logisch.

Logisch im Sinne des Wortes handelt diese Regierung aber nie. 

Es gilt, die Interessen der großen Konzerne zu berücksichtigen. Was die Konzerne wollen - ist Gesetz! Es wäre ja noch schöner, wenn wir den Konzernen irgend etwas abschlagen würden. Da ginge eher die Welt unter. Obwohl, wenn wir nur an die Interessen der Konzerne denken, wird die Welt untergehen, d.h., die Welt bleibt bestehen, aber dieses Spezies von Menschen, wird abgeschüttelt werden. Die Spezies Mensch, dessen kleiner Teil nur seinen eigenen Vorteil sieht und der größere andere Teil es geschehen lässt.

Also stimmt man erst gar nicht mit. Enthaltung ist so etwas, wie gar nicht stimmen.

Man lässt es laufen. Ist uns doch egal die Abstimmung - Hauptsache der Genmais kommt. Wir können uns innerhalb der Regierung nicht einigen. Was interessiert uns, die wir eigentlich Angestellte der Bevölkerung sind, der Willen der Bevölkerung? Ist uns Schnuppe! So oder ähnlich wird Deutschlands Vertreter in Brüssel gedacht haben.

So, nun haben wir den Genmais. 

Brüssel lässt keinen Zweifel daran. Es ist alternativlos. Wie immer. Sie können in Brüssel ihre Hände in Unschuld waschen. Die EU-Staaten-Lenker wollten es so. Besser - die Konzerne wollten es so und deren Marionetten strampeln an deren Fäden.

Ich weiß nicht, ob der Genmais nun gut oder schlecht für meine Gesundheit ist. Ich weiß zu wenig darüber. Aber es ist zu bedenken, dass eigentlich niemand richtig viel darüber weiß. 

Wie heißt es so schön beim Gericht: Im Fall der Fälle für den Angeklagten. So wäre es auch richtig zu sagen: Im Fall der Fälle für die Gesundheit der Menschen. 

Der neue Genmais erzeugt Insektengift. Bienen sind auch Insekten. Hummeln ebenso. Und es gibt sicherlich noch eine Menge von Insekten, die wir als Nützlinge deklarieren, die den Mais anfliegen und vernichtet werden.  Wir führen einen Krieg gegen Insekten, den wir aber nicht gewinnen können. Wir sind zu wenige dafür.

Und fragen wir weiter. Was wird aus den Vögeln, die dann diese Insekten verzehren. Wird dieses Insektengift für sie ungefährlich sein? Es gibt auch Vögel, die Maiskörner in ihrem Speiseplan haben. Was wird mit denen? Wie macht sich das Insektengift bei ihnen bemerkbar. Und vielleicht verirrt sich auch mal ein Hamster auf diese Industriefelder. Was wird mit Hamstern?

Gehen wir weiter. Wenn das Gift für Insekten schädlich ist, wie wirkt es sich auf den Menschen aus? Man kann sich auch mit Insektengift töten oder andere ermorden. Ist der Mensch wirklich immun gegen das Gift? Unser Vieh frisst Mais und Silage. Wird das Gift vielleicht in ihnen angelagert und kommt über das Fleisch wieder zu uns zurück? Ist das unbedenklich? Wie soll das Gift aus der Pflanze heraus kommen? Geht das so einfach? 

Werden sich die Insekten nicht an das Gift anpassen? Schließlich ist deren Lebenszyklus sehr viel kürzer. Es überleben immer welche, die sich dann anpassen könnten und auch werden. Mit welcher Kanone wollen wir dann auf die Insekten schießen? Wollen wir die Giftdosis dann immer höher züchten? 

Ach wo züchten, dieser Weg ist für die Konzerne viel zu langsam. Die schneiden etwas raus, tun etwas anderes hinzu und fertig. Das dauert nicht jahrelang, wie eine ordentliche Pflanzenzüchtung. Zeit ist Geld. Für uns oder für die Konzerne? 

Und meinen die Konzernführer nicht, dass auch ihre Familien von diesen Mais zu essen bekommen? Was nützt ihnen dann ihr vieles, vieles Geld, wenn Familienmitglieder krank werden? Sicherlich, deren Behandlung beim Arzt ist besser als unsere, aber krank ist eben krank.

Dann sei gefragt, was die Bio-Bauern machen sollen, deren Felder nicht weit von Genmaisfeldern liegen und verunreinigt werden?

Fragen über Fragen tun sich auf. Fragen, die niemanden regierungsseitig interessieren. Welche Zuwendungen haben sie von den Konzernen erhalten?

Und ich glaube kaum, dass sich ein bayerischer (okay fränkischer) Landwirtschaftsminister durchsetzen kann, wenn er meint, dass er den Genmais von deutschen Feldern halten könnte. Sein Sprech ist auch nur ein Sprech, den er 5 Minuten später wieder vergessen hat.

Übrigens unser toller sächsischer Ministerpräsident Tillich will den Genmais auf sächsischen Feldern. War von ihm nicht anders zu erwarten, da es kaum einen schwarzer gewendeten Ministerpräsidenten in Deutschland gibt.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Die Anstalt - gestern neu

Nun heißt es nicht mehr "Neues aus der Anstalt", sondern nur "Die Anstalt". Welche, frage ich da mal ganz einfach. Ich habe es nicht kapiert, bin vielleicht zu ungebildet dazu.

Ich mag Max Uthoff. Er ist ein ernster Kabarettist mit feinem Humor und prägnanten Themen, die er abarbeitet. Claus von Wagner kannte ich überhaupt nicht und hatte mich vorher über Youtube über ihn informiert. Mir gefiel, was ich dort sah.

Zwei gute Kabarettisten ergeben aber noch lange keine gute Sendung, die unter einem Thema "Die Anstalt" steht, welche dabei immer auch gemeint sein möge.

Kurz gesagt. Es war das erste und letzte Mal, dass ich mir das angesehen habe. 

Ich empfand, dass über alles und nichts gesprochen wurde. Ohne Pause ohne Nachdenken wurde man mit irgendwelchen Themen überschüttet. Die angesprochenen Themen waren gut, die Pointen überzeugend, gingen aber im Gewirr der Vielzahl, der burlesken Art und der sprachlichen Verschliffenheit total unter. Alles wurde schnell abgehandelt, so dass bei mir eigentlich nichts wirklich hängengeblieben ist. Rasanz ... Rasanz ... Rasanz ... Und weiter?

Was bleibt hängen? Das jemand in Fäkalsprache irgend etwas sagte, was nicht dumm war und der weiteren Erörterung bedurfte und dann in einer Sprache, die auch jeder verstehen kann.  Was macht Geld ohne Menschen? Wirklich eine sehr interessante Frage, die Matthias Egersdörfer da aufwarf, aber nicht bewältigte.

Wen oder was verkörpert ein Max Uthoff? Welche Stellung hat ein Claus von Wagner? Wer oder was ist die Anstalt? Das ZDF? Oder wie oder was? Und was soll dieser unsägliche Praktikant? Ich war kein Fan von Malsheimer, wünschte mir ihn aber augenblicklich zurück.

Was wollte uns die Sendung sagen? Unter welchem Thema stand sie? Gut, das Letztere konnte ich mir beantworten. Sie stand unter dem Thema Beliebigkeit. Von allem etwas. 

Eine Sendung lebt von einem roten Faden und nicht von einer Aneinanderreihung von Pointen, die über einen ausgeschüttet werden. So etwas gehört in ein Personal-Programm eines Kabarettisten. Eine Anstalt muss aber von irgend etwas zusammengehalten werden, was auch immer die Anstalt sein sollte.

Ich kann den Lobreden über diese neue Anstalt nicht folgen. Sie war für mich konzeptionslos und driftet immer mehr - trotz der ernsten Themen - ins comedyhafte ab. Ich denke, dass das Konzept tot ist. 

Dass die Zuschauer sich wie Bolle amüsiert haben, sagt absolut nichts über die Sendung aus. Ein Mario Barth füllt Stadien mit lauthals lachenden Zuschauern, die sich über nichts amüsieren. Manches Mal fragte ich mich gestern wirklich wo beim Wort "Scheiße" der Aufhänger für eine Lachsalve war. Tut mir leid.

***

PS: Übrigens bin ich kein verstockter Dummling, der die Pointen nicht versteht, verstehen will. Der auch Feinheiten nicht versteht oder irgendein Humormuffel ist. Ich bin auch nicht völlig altmodisch, wenn mir das Format so wie es ist, nicht gefällt. Ich bin auch nicht trashig, wenn ich einen roten Faden in einer Sendung verlange. So wurde es z.B. nicht nur in einem Artikel eigentlich von mir sehr geschätzter Medien dargestellt, wenn man kritisch zu dieser Sendung steht. Ich finde das sehr abgehoben, Kritiker so in die Ecke zu stellen.


Montag, 3. Februar 2014

der Schwarz(er)-Fall

Eine Kriminelle regt sich darüber auf, dass sie kriminell genannt wird.

Samstag, 1. Februar 2014

Du sollst nicht töten.

So lautet das 5. Gebot des Christentums. Wir haben eine christliche Kanzlerin aus einem pastoralen Elternhaus und einen Pastor als Bundespräsidenten.

Du sollst nicht töten.

Das fünfte Gebot will uns nicht nur vor der Sünde bewahren, sondern auch dazu auffordern, das Gute zu tun und uns für das Leben einzusetzen. In diesem Zusammenhang sind die sieben leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit besonders wichtig.

Wir sollten einem Herrn Gauck in Erinnerung rufen, was eigentlich sein Gott von ihm verlangt.

Er ist das glatte Gegenteil eines wirklichen Christen, was er mit zum Himmel gerichteten Augen vor der Münchner SiKo predigte.

Dort predigte er vom Krieg. Von der Größe Deutschlands. Von seinem Unverständnis darüber, dass weite Bevölkerungsteile Krieg ablehnen.

Er verwechselte "Frieden schaffen" mit Bomben werfen. Nur Bomben schaffen eben keinen Frieden. Er hat es vor Augen, wenn er denn sehen wollte. 

Sich für das Leben einzusetzen heißt nicht, Soldaten ihr mörderisches Werk leisten zu lassen, überall auf der Welt.  

Der Westen hat große Schuld auf sich geladen im Nahen Osten und er lädt weiter Schuld auf sich - auch in der Ukraine. Kriegshetze, Drohnen, Gewehre und Bomben, Rüstungsexporte für mittelalterliche Regime, die ganz und gar keine Menschenrechte dulden, haben eine ganze Region verheert. Und kein Ende ist in Sicht.

Wir unterstützen Regime im Namen der Menschenrechte, die Frauen als Menschen 2. Klasse deklarieren, die Menschen ins Gefängnis stecken, weil sie Händchenhaltend durch die Straßen gehen, die Köpfe abhacken. Bei diesem Regimen fühlt sich Deutschland wohl. Das dulden wir, weil wir Öl von dort bekommen.

Der Westen ist sich nicht zu schade mit Faschisten und Terroristen sowie mittelalterlichen Clanführern zu paktieren, nur um seine Rohstoffquellen zu sichern. Ich frage mich langsam: Warum musste Köhler eigentlich gehen (rhetorische Frage). Gauck ist die Ausgeburt dessen, was unser Grundgesetzt NICHT will!

Er ist Pastor. Er sollte nach Gotteswort handeln. Er wirft Gottes Wort in den Papierkorb. Er verachtet Pazifisten und diejenigen, die wollen, dass man Frieden ohne Waffen schafft. Das mag zwar komplizierter sein und auch manches Mal fast hoffnungslos, aber nicht auf die Zukunft hin gesehen.

Man sollte doch denken, dass ein Mann, der Gottes Wort studiert hat, die Vergangenheit in einem faschistischen Elternhaus überwunden haben könnte. Hat er aber nicht. Er ist ein Mann des Krieges, wie sein Vater, verkleidet in einer Pastorenrobe, über die er den feinen Zwirn des Imperialisten gezogen hat.

Lidice, Ouradour, Massaker auf Kreta, Kefalonia und Korfu, Guernika schon 1937 und viele andere Orte stehen für die Verbrechen Deutschlands vor und während des 2. Weltkrieges. Majdanek, Sobibor, Auschwitz, Buchenwald und viele andere KZ's legen ebenfalls Zeugnis ab, was Deutsche der Welt angetan haben.

Nach dem 2. Weltkrieg lag Europa im Prinzip in Schutt und Asche. Das war unser glorreicher Krieg.

100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg und fast 75 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, wollen wir wieder mitmischen, obwohl unser Grundgesetz dies nicht gestattet - wohl aus gutem Grund.

Es wird wieder Kriegshetze betrieben. Deutschland soll sich wieder Weltgeltung verschaffen, so wie es Deutschland gebühren würde. 

Die Frage ist: Verschafft man sich mit Soldaten Weltgeltung? Auch wenn vielleicht die Uniform noch so schneidig wäre?

Ist das nicht eine rückwärtsgewandte Idee. Eine, die immer in die Barbarei führt, wie die Geschichte es uns zeigt, wenn wir denn Geschichte lesen wollen. 

Wäre eine errungene Weltgeltung im Frieden nicht vorzuziehen? Wäre es nicht ein stiller Triumph, wenn man sagen könnte, trotz dass Deutschland zwei Weltkriege mit oder überhaupt vom Zaume gebrochen hat, ist dieses heutige Deutschland ein Garant für den Frieden. Könnten nicht die Völker aufblicken zu einem Land, was dem Krieg abgeschworen hat, weil es aus eigener Erfahrung weiß, dass niemand einen Krieg wirklich gewinnen kann? Dass ein Krieg immer die Saat für einen neuen Krieg legt? Dass der Terrorismus immer besser und besser gedeiht in einem Klima der Gewalt? Könnten wir nicht dadurch eine Vorbildfunktion in der Welt spielen? Bomben und zerstören kann jeder! Das ist die kleinste Übung, die jeder Mensch schon von kleinauf beherrscht. Frieden halten dagegen nicht! Friedenhalten muss geübt werden und ist wahre Zivilisation.

Der Weg des Friedens ist beschwerlicher, aber letztendlich ist es der einzige Weg, der zum Erfolg führt, nicht heute, nicht morgen, aber übermorgen schon. 

Sollte sich ein Pastor Gauck nicht endlich als Christ verhalten und nicht als Kreuzfahrer? Krieg ist die Krone der Unzivilisiertheit, egal, wie man nun einen Krieg benennt. Krieg ist Krieg ist Krieg!

Du sollst nicht töten!

Aber der Gewinn steht im Vordergrund. Und damit andere Profit scheffeln können, machen Gauck und Konsorten alles, um die Kriegsgewinnler und Aktiensüchtige gut zu stimmen. 

Nur, wieso Profit um des Profits willen? Als Mensch sollten wir endlich einmal hinterfragen, ob überhaupt die uns auferlegte Konsumsucht sinnvoll ist. 

Das 5. Gebot spricht in seiner Auslegung auch davon, dass wir die Umwelt nicht töten sollen. 

Wieviel Erde braucht der Mensch? Über diese Frage sollte jeder gründlich nachgedenken. Jeder für sich allein. 

In Beantwortung dieser Frage wird wohl jeden klar werden können, dass wir Kriegstreiber wegen eines neuen Handys wohl nicht benötigen, auch nicht um das nächste Paar Schuhe oder den 10. TShirt zu kaufen. Das ist alles Tand.