Montag, 27. Oktober 2014

Wirtschaft so dämlich wie die Regierung

... oder auch andersherum ... beide am gegensätzlichem Ende. Dass der Mittelstand ebenso doof ist, wie die DAX-Unternehmen, ist mir dabei ein Rätsel. Okay, das meine ich nicht wirklich. Ein Rätsel sollte es zwar sein, aber bei dieser Mittelstandsunternehmerschaft mit IQ 50 muss man nichts anderes erwarten.

Da greint der Mittelstand über die beiden Reförmchen der Regierung:

1. Die angebliche Rente mit 63, die sowieso nur einen unerheblichen Teil von Menschen betrifft - zumindest die abschlagsfreie. Die Mittelstandsindustrie betrifft es auch eher selten, da Menschen mit 63 nur noch marginal am Arbeitsmarkt und in den Unternehmen auftauchen und 

als 2. die des Mindeslohnes von schlappen, ärmlichen 8,50, der nicht heute sondern erst übermorgen eingeführt werden sollen.

Der Mittelstand, sollte sich einfach mal fragen, warum er schlechte ökonomische Daten vorzuweisen hat. Die schlappen 8,50, die sowieso erst übermorgen wahrscheinlich gezahlt werden müssen, sind es nicht. Eigentlich sollte der Mittelstand darauf drängen, dass die Arbeit"nehmer" ein ordentliches Geld für ihre geleistete Arbeit erhalten. Ordentlich ist, wenn am Monatsende nicht den Kit aus den Fenstern gegessen werden muss, also weit oberhalb von H4. 

Wer in aller Welt sollte denn die Leistungen eines Mittelstandsbetriebes in Anspruch nehmen, wenn nicht Arbeit"nehmer" mit genügend Spielraum in der Geldbörse zu finden sind. So viele Millionäre und Milliardäre gibt es in Deutschland nun auch wiederum nicht, dass alle Mittelständler von denen leben könnten. 

Wer kann sich schon z.B. einen Handwerker leisten, wenn er Niedriglöhner ist oder gar H4 bezieht? Geht das nicht in den Schädel der Mittelständler hinein? Bei 8,50 die Stunde wird sich an der Einnahmesituation der Mittelständler nichts groß ändern. Und nicht einmal das gönnen sie ihren eigenen Mitarbeitern?

Lt. heutiger Nachricht sind die durchschnittlichen Einkünfte der Arbeit"nehmer" gesunken. Das wurde im Zusammenhang mit der Rentenerhöhung im nächsten Jahr kund getan. Man redete sich mit Schwerbeschädigten heraus, die mitgezählt werden. Nunja, jemand muss ja dran Schuld sein, und dann immer die Kleinen und diejenigen, die sich nicht wehren können.

Dass die Wirtschaft keinen Lichtstreif am Horizont sieht, daran ist sie selbst schuld. Sie hat die Marionetten in der Regierung gedrängt eine Agenda 2010 unters Volks zu bringen. Sie will die Produktion nur noch in den Ländern ausbauen, die für ein Appel und nen Ei produzieren - die eigentlich das auch nicht können - sondern für diese miesen Löhne produzieren wollen.

Die Wirtschaft setzt Leiharbeiter en masse ein, zwingt die Menschen für wenig Geld bei ihnen zu arbeiten, in dem sie die Gewerkschaften korrumpiert und Stimmung gegen Streiks und Lohnerhöhungen macht. 

Wer in aller Welt soll den Müll, der produziert wird, denn kaufen? Die meisten Länder in der Welt haben die Masse ihrer Bevölkerung verarmt oder in Armut gelassen. Diese Menschen sind froh, wenn sie sich etwas zu essen kaufen können. Für viel anderes reicht es nicht. Sie haben viele Menschen in die Schuldknechtschaft geführt, die nun auch rumrudern, um einen Monat mit ihren paar Euronen zu überstehen. 

Wer soll kaufen? Und daraus folgt: Wer will da noch investieren?

Und warum sollten die Steuern der Unternehmen gesenkt werden? Dadurch entstehen auch nicht mehr Käufer. Und nur die interessieren!

Wieso sind die Herrschende so dämlich, sich einer Angebotsökonomie hinzugeben? Wenn angeboten wird, wird auch Kauflust geweckt? Lust vielleicht, aber ein wirkliches Kaufen? Wohl eher nein. 

Womit sollen die angebotenen Dinge gekauft werden?

Millionen von Menschen, die an den Schaufensterscheiben ihre Nasen breitdrücken und das Angebot bestaunen?  Zu mehr reicht es leider nicht.

Haben die  Angebotsökonomen wirklich noch eine IQ von 50 oder ist er noch geringer?

Wohl eher ja!



 


Montag, 20. Oktober 2014

Sie begreifen es nicht

In den Medien ist ein Aufruhr. Reisende beklagen sich, dass die Gewerkschaften streiken. 

Ach wie können die denn nur - und noch mehr Geld verlangen sie - und ein bisschen weniger Arbeitszeit - und dann noch mit vollem Lohnausgleich - ach und die Reisenden werden als Geisel missbraucht - so geht das aber nicht - streiken vielleicht, aber ich darf nicht darunter leiden - quak ... quak ... quak ...

Ich verstehe, dass es nicht schön ist, wenn man am leeren Bahnhof wartet, obwohl man weiß, dass gestreikt wird, also man völlig vergeblich zum Bahnsteig hastet. Das ist alles nicht schön. Auch wenn man in den Urlaub will und der Flieger macht nicht das, was er soll.

Werden wir dafür von den Gewerkschaften in Geiselhaft genommen?

Hat schon mal jemand gehört, dass sich die Menschen über die Unternehmen beschweren? Prangert mal jemand an, dass die Unternehmen sich endlich mal bewegen sollten? Schimpft jemand über den Vorstandsvorsitzenden der Bahn AG oder der Lufthansa? Warum glauben die Menschen, dass die Bahn kurz vor der Pleite stünde, wenn sie ihre Mitarbeiter anständig bezahlte, das Personal endlich mal aufstocken würde und Arbeitspläne anböte, die z.B. den Lokführern auch Zeit für die Familie und für Freunde brächte? 

Wieso sacken die Konzernoberen Millionen im Jahr ab und wir tolerieren das. Wieso gönnen wir kleinen Leute nicht den anderen kleinen Leuten das Gelbe im Ei? Sind wir nur neidisch, weil die vielleicht ein paar Euronen dann mehr in der Geldbörse als wir haben?

Verbünden wir uns aus Neid, Gier oder Dummheit deshalb mit unseren Ausbeutern gegen uns selbst?

Warum suchen die Menschen die Schuld an der Stelle, wo der Schütze Arsch im letzten Glied für seinen Lebensunterhalt schuften muss, wo er zum Burn-out getrieben wird und bei der Bahn im schlimmsten Fall in irgendeinen Unfall oder bei der Lufthansa zu einem Flugzeugabsturz? 

Warum kreiden die Menschen nicht den Vorständen und Finanzgesellschaftern die Misere an, dass sie vor leeren Gleisen stehen und von einem überfüllten Flughafen nicht starten können?

Wieso hat der kleine Mann die Schuld und nicht der, der die stinkende Brühe angesetzt hat?

Wir verbohrt und doof sind doch die Menschen, wenn sie ihresgleichen die Schuld an irgendetwas geben, dass die Deutschlandbesitzer zu verschulden haben?

Das Schuldprinzip wird mit Hilfe der Propagandamedien total umgedreht und die Menschen gehen dem auf den Leim ohne zu Fragen: Wem nutzt es!

Pfui!, sage ich nur zu diesen geistlosen Zeitgenossen! Ihr habt das, was ihr verdient, und wenn es nur 3,50 die Stunde sind. Genau so "viel" verdient ihr, wenn ihr die Trompeten für die Konzernoberen blast. Und ihr werdet irgendwann mit noch weniger da stehen.




Mittwoch, 15. Oktober 2014

Geteilte Menschenrechte

Wo bleibt der Aufschrei des Westens? Die Türkei hat ihre eigene Bevölkerung bombardiert. Entschuldigung! Ich vergaß: Kurden sind keine eigene Bevölkerung der Türkei. Ein Land, welches einzelne Buchstaben bis vor nicht allzu langer Zeit verboten hatte, weil sie in der türkischen Sprache nicht vorkommen, aber in der kurdischen, steht mit den Menschenrechten nicht auf gutem Fuß. 

Bombardiert wurden "nur" Terroristen von der PKK. Wir haben eigentlich gelernt, dass kein Bombardement Zivilbevölkerung ausnimmt. Alle müssen sterben, wenn es die Bombe so will, die von einem Menschen gesteuert ist, der dann vorgibt kein Terrorist zu sein. 

- Haben wir nicht gerade erlebt, was Bombenmassaker anrichten? Die Bilder vom Gazastreifen schocken immer noch jeden, der sie sieht. Es sei denn, man ist Israeli. Dann weitet sich das Herz an den Opfern. Der dumme Steuerzahler in Europa zahlt jetzt für den Wiederaufbau, wie wir gerade erfahren haben, damit dann Israel, wenn es ihm gefällt, alles wieder in Schutt und Asche legen kann. Auf den Steuerzahler ist immer verlass. -

Zurück zur Türkei. Was wäre gewesen, wenn nun Putin seine eigene Bevölkerung bombardiert hätte? Oder noch schlimmer: Kim Jong Un? Haben wir nicht einen Krieg gegen Syrien begonnen, weil angeblich Assad gegen sein eigenes Volk chemische Waffen eingesetzt haben soll?

Der Westen spielt sich doch immer als der Gott der Menschenrechte auf. Gelten die Menschenrechte nur für diejenigen, die weiß aussehen und dem Goldenen Kalb huldigen? Stehen Kurden außerhalb der Menschenrechte? Kann man sie wie Ungeziefer einfach wegbomben?

Hat nicht die PKK die Jesiden gerettet und der türkische Staat dem IS-Massaker einfach nur zugeschaut?

Ach ich vergaß. Jesiden sind ja nicht reingläubige Muslime, wie die türkischen Sunniten. Welche Chance hat ein Jessid in einem Staat, der auch Sufis verboten hat bzw. sie zur touristischen Folklore herabgewürdigt hat?

Der Westen schaut weg. Es ist uninteressant, dass Menschen getötet werden, wenn sie Kurden sind. Was schert es der Friedensnobelpreisträgerin EU und dem Friedensnobelpreisträger Obama.

Ich habe vor rund 4 Jahren gesehen, in welcher Armseligkeit Kurden gehalten werden. Im SO der Türkei in der Nähe von Van haben wir uns mit einem Lehrer unterhalten und dessen Schüler. Der Lehrer erzählte uns von der Armut seiner kurdischen Schüler (es waren fast alles Kurden) und davon, dass sie nie aus ihrem Dorf oder ihrer Stadt herauskommen. Der Schulausflug zur Tuschpa-Festung gleich um die Ecke von Van hätten sich ohne Hilfe der Schule auch viele Eltern der Kinder nicht leisten können. Ich war in mehreren Städten mit kurdischer Mehrheitsbevölkerung. Vor allem, wenn man die Menschen dort gesehen hat, in ihrer Gastfreundlichkeit und in ihrer Sehnsucht nach mehr Anerkennung, dann schmerzt es einen umso mehr, wenn man hört, dass man Bomben wirft.

Der Westen schweigt dazu. Es sind ja nur Kurden. Der Westen hat eine Allianz mit der Türkei, eine kriegerische Allianz. Kurden mit ihren Freiheitsbestrebungen stören da nur. 

Wie scheinheilig ist das denn? Menschen werden kategorisiert: Du darfst überleben, du nicht! Was ist es sonst ... Kann man Obama und der EU nicht den Friedensnobelpreis endlich wieder aberkennen? Beide haben ihn nicht verdient!




Dienstag, 14. Oktober 2014

Ab in die Anstalt

Ich krieg mich nicht mehr ein!

Mein "Lieblingsminister" der sich Wirtschaftsminister nennt, hat wieder einmal für ihn weise Worte gesprochen. Gabriel und weise Worte?

Selbst bei der Bundesregierung ist jetzt "schon" angekommen - und das bedeutet viel, wenn es sogar dort bemerkt wird, dort in der Dysonsphäre - dass das Wachstum in Deutschland eingebrochen ist. 

Eingebrochen? Aber nicht doch! Ein gewisser Herr Gabriel hat das zwar auch festgestellt - es blieb ihm ja nichts anderes übrig - aber die Schlussfolgerung daraus ist wieder hörenswert.

Das Wachstum sei zwar eingebrochen, aber - und jetzt kommt es (!) - die Konjunktur in Deutschland sei ungebrochen. Und, was uns noch hoffnungsvoller stimmen soll: Der Binnenmarkt wäre stabil und die Beschäftigung so was von hoch, dass Gabriel vor Freude hüpft! Kann er überhaupt noch hüpfen?

Nun erkläre mir das mal jemand. Das Wachstum ist eingebrochen. Das bedeutet, dass viel weniger hergestellt wird, als erwartet worden ist. Wenn das Wachstum eingebrochen ist, dann sollte doch auch die Konjunktur stottern, wenn nicht - wenn man denn ehrlich wäre - die Konjunktur sogar baden gänge. Und was heißt denn, dass der Binnenmarkt stabil sei? Stabil im Gewinnrückgang? So kann man natürlich auch einen Binnemarkt sehen. Es könnte von den Unternehmen natürlich auch auf Halde produziert werden. Dann gäbe es eine gute Konjunktur, wenn man sich das rosarot malt. Nur, wer soll dann die auf Halde produzierten Waren kaufen? Das berühmte kleine, grüne Marsmännchen vieleicht? Wollen die Amis nicht vielleicht gerade deshalb bemannt zum Mars fliegen? Hält die Weltwirtschaft noch bis zu diesem Zeitpunkt durch? Eher nicht, denke ich mal.

Und dann kommt noch so ein Widerspruch. Halten wir mal fest, das Wachstum ist eingebrochen. Wenn das Wachstum eingebrochen ist, produziere ich natürlich auch nicht so viel und brauche daher nicht so viele Arbeitskräfte, als bei Vollauslastung. Wie verträgt sich dann dieses Wachstumloch mit Gabriels Meinung, dass der Arbeitsmarkt saugut wäre. Da muss ich natürlich wieder damit kommen - meine Standardantwort: 24 Menschen arbeiten auf einem Arbeitsplatz pro Tag. Man kann das noch weiterspinnen: 24 Menschen mal 5, das sind 120 Menschen pro Arbeitswoche. Da Mensch schon nicht mehr arbeitslos gilt, wenn er 1 Stunde pro Woche arbeitet, ist die Arbeitslosigkeit fast verschwunden ;) 

Oder glaubt Herr Gabriel etwa der Statistik in Kurzform, wie er sie sich wohl nur anschaut. Hinterfragt er nicht wenigsten einmal seine Sätze, die er rosarot herausblubbert? Will er nicht einmal wirklich glaubwürdig sein? Okay, die SPD ist nie glaubwürdig und die Regierungen sind auch nie glaubwürdig, also 2 x unglaubwürdig. Das kommt so ungefähr hin. 


Oder ist das nicht schon der Auftakt für die neue Agenda 2020? Schließlich hat eine Gruppe junger "Christdemokraten" Einschnitte in die Sozialleistungen gefordert, damit die Wirtschaft wieder florieren könne. Ja, ich weiß, der IQ dieser jungen "Christdemokraten" wird noch niedriger als der der Regierung sein. Oder haben die sich schon mal ernsthaft gefragt, wer den ganzen Konsummüll dann noch kaufen soll? Schon jetzt stellt sich diese Frage in vielen Familien. Ist diesen Youngstern irgendwie entgangen, dass zu einem Angebot auch Kaufkraft gehört, damit Gewinn realisiert werden kann? Wahrscheinlich ist der IQ bei denen nicht viel höher als 50 oder so, sonst würden sie mal endlich ihren Mund halten.

Ich würde mich schämen, so einen Müll unter die Leute zu bringen. *g* Und genau deshalb würde ich niemals in eine Regierung gewählt werden oder hätte in einer Partei nie ein hohes Amt. Die niedrigen IQ's wollen untereinander bleiben. 



Sonntag, 12. Oktober 2014

TTIP und wir

Hier habe ich ein paar schöne Gier-Beispiele gefunden, was uns blüht, wenn TTIP in Kraft tritt, wenn die Bananenrepublik Deutschland mit ihrem Marionettenregime das Geheimabkommen unterschreiben wird. Ich sage bewusst Marionettenregime. Merkel und Co. wurden zwar gewählt, wenn aber die Nichtwähler mit dazu nimmt, hat nur ein kleiner Teil der Menschen in Deutschland die gewählt. Marionettenregime deshalb, weil sie entgegen der Interessen des Staatsvolkes in Deutschland agiert. Marionettenregime deshalb, weil sie den US-Amerikanern den Hintern lecken, statt Schaden von Deutschland abzuwenden, was ihr eigentlicher Auftrag lt. Grundgesetz wäre.

Hier geht es zum Artikel:

Was sind die französischen Werte?
Das waren einmal Liberté, Égalité und Fraternité.
Kennt ihr Veolia, den großen französischen Wasserkonzern, die Wasserkrake, die alles privatisieren will?

Zwischen Frankreich und Ägypten gibt es ein Freihandelsabkommen.
Jetzt hat der ägyptische Staat ein Verbrechen gegen den Freihandel begangen und wird von Veolia vor einem geheimen Schiedsgericht verklagt.

Was ist das ägyptische Verbrechen?
Der ägyptische Staat hat den monatlichen Mindestlohn von 41 auf 72 Euro erhöht. Das schränkt natürlich die Veolia-Gewinne in Ägypten ein und ist ein Freihandelsverbrechen.
Welche westlichen Werte verkörpert Freihandel und Veolia in Ägypten?
Liberté, Égalité, Fraternité?

Nein, die Veolia-Klage steht für unsere wirklichen Werte, für die Gier.

Campact sammelt Stimmen gegen TTIP und braucht jede Stimme!

LINK ZU CAMPACT





Samstag, 11. Oktober 2014

kurze Sätze über das Konjunkturgutachten

Rentenpaket und Mindestlohn würgen die Konjunktur ab ... Ah ... ja!

Blöder geht es nimmer. Wissenschaftler auf Klippschulniveau. Und wir bezahlen diese Idioten noch!

Leute geht nimmer einkaufen, schafft euch nichts mehr an und ... die Konjunktur geht nach oben. Das Wirtschaftwachstum explodiert - im Umkehrschluss.

Freitag, 10. Oktober 2014

Legendenbildung Montagsdemos

Wir sind das Volk! Das war der Spruch derjenigen, die am 9. Oktober über den Leipziger Ring gelaufen sind. Wir sind das Volk! Und nicht: Wir sind EIN Volk!

150.000 Menschen sollen sich gestern die Beweihräucherung in Leipzig, der sogenannten Heldenstadt, zum Lichterfest angetan haben. Es wird berichtet, dass sie den Ring wieder abgelaufen wären, den sie vor 25 Jahren gelaufen sind oder nicht oder nur so getan haben als ob. Heutzutage weiß man das nicht so genau, weil jeder dabei gewesen sein will und fast jeder Ostdeutsche ein Widerstandskämpfer war.

Die Staatspräsidenten Polens, Tschechien, Ungarns und der Slowakei waren da und weiterhin Genscher, Baker und Kissinger. 

150.000 Menschen wurden verkohlt. Nur, sie wollen verkohlt werden.

Gauck stellte publikumswirksam eine Kerze auf dem Augustusplatz ab. Nur dort wurden keine Kerzen abgestellt, sonder an der Nikolai-Kirche. Der Platz davor war für Gauck aber sicherlich nicht publikumswirksam genug. Er recyelte seine verschiedenen Reden über Freiheit und mehr Verantwortung von Deutschland in der Welt und brachte "bewundernswerter" Weise in diese schon immer gehaltenen Reden das Wort Frieden unter und Leipzig.  Er wäre glücklich in Leipzig zu sein, meinte er. In den Nachmittagsstunden schmonzitierte ein Leipziger Privatsender schon, dass Gaucks Auto auf dem Alten Markt stünde. Sollten die Menschen sich den Mercedes mit 01er Kennzeichen ehrfürchtig anschauen? Sicherlich haben das welche gemacht, wenn sie denn dorthin gekommen sind. Ich weiß nicht wo und wieviel in Leipzig abgesperrt wurde.

Gauck meinte, dass wir wachsam sein müssten, weil Fanatiker, Extemisten und Ideologen unsere Demokratie aushöhlen würden. Wir Bürger sollten die Demokratie mit Leben erfüllen. 

Das ist auch völlig leicht. Wir machen irgendwohin unser Kreuzchen, wenn wir nicht die Nase davon schon voll haben und bekommen immer wieder dasselbe.

Extremisten? Er meinte damit auch welche, die eine für alle menschenwürdige Gesellschaft wollen. Die nicht möchten, dass Menschen nur als Humankapital, mit dem man machen kann, was man will, betrachtet werden. Wir sollten Gauck noch einmal daran erinnern, was er über die Blockupy-Bewegung gesagt hat. Freiheitlich und demokratisch war das nicht. Die sind keine Spinner.

Fragen wir einmal nach, was die USA - vertreten durch Baker und Kissinger - unter Freiheit und Demokratie verstehen. Sie spionieren ihr ganzes Volk mit einem Computerprogramm aus plus die ganze Welt ebenso. Wenn ich Glück habe, liest diesen Post die NSA mit. (Viel Spaß dabei!) Wer das an die Öffentlichkeit bringt, muss sich gefallen lassen, dass er hinter Gittern wandert. Schon vor Snowden haben hohe Beamte der NSA und Experten des Kongresses, die Finger auf die Wunde gelegt und versucht den Verfassungs- und Gesetzesbruch rückgängig zu machen. Sie wurden allesamt kalt gestellt und sind einer Verhaftung sicherlich nur deshalb entkommen, weil sie die Leichen im Keller der anderen kannten. Obama sprach sich in seinem ersten Wahlkampf gegen dieses Spionageprogramm aus, um es dann noch kurz vor den Wahlen mit abzunicken. Obama hat es nicht eingestampft, wie wir durch E. Snowden wissen. Freiheit und Demokratie in den USA heißt auch, Menschen ohne Gerichtsurteil in exteritorialen Gefängnissen festzuhalten und zu foltern. Es heißt, Menschen anderer Hautfarbe bei Polizeistreifen zu töten oder dass Zivilisten dies auch gleich selbst tun können, wenn sie sich in "Gefahr" wähnen, ob nun wirklich oder nur eingebildet.

Schauen wir uns Polen an. Haben wir nicht von Folterknechten der USA gehört, die mit den Wissen von Polen, in Polen gefoltert haben?

Schauen wir uns Ungarn an. Freiheit und Demokratie sind dort nur noch eine Farce. Sie wurde an die regierende nationalistische Partei mit ihren faschistischen Helfershelfer angepasst, in das, was diese unter Freiheit und Demokratie verstehen. In Ungarn sind Roma Personen non grada. Sie bekommen keine Arbeit, kein Wasser oder anderes, was zum Leben gehört. Wir haben von Ungarn gehört, dass dort Juden wieder ausgegrenzt werden. Ein Jude sollte sich dort gefälligst - auch mit ungarischer Staatsbürgerschaft - Jude und nicht Ungar nennen. Wenn schon international anerkannte Wissenschaftler damit zu kämpfen haben, was passiert dann mit einem einfachen Ungar, der jüdisch ist?  Ich glaube, dass es zum 20. Jahrestag der Montagsdemos war, als eine große Protestwelle durch Leipzig ging, weil der ungarische Präsident eingeladen war. Dieses Mal habe ich nichts davon gehört. Haben wieder Menschen gegen den ungarischen Präsidenten protestiert? Ja oder nein? Oder hat man das uns nur vorenthalten?

Unser König von Sachsen - Herr Tillich - forderte von den Menschen mehr demokratisches Engagement ein. Er hat gut reden - heute! In der DDR war er fest in das System eingebunden. Er war im Staatsdienst Stadtrat für Handel und Versorgung. Dazu wurde er nicht gezwungen. Das tat er freiwillig. Das war eine Position, die mit der Stasi eng verbandelt war, egal, wer sie besetzte. Andere in gleicher Position nur von der SED hatten nicht das Glück, toleriert zu werden. Aus genau diesen Gründen, wurden sie in die Wüste gejagt. Also gab und gibt es zweierlei Recht. 

Zurück zu Gauck. Er war Pfarrer in der DDR. Pfarrer in der DDR zu sein, hieß Privilegien zu genießen, die andere nicht hatten. Ich gönne ihn die Privilegien, wenn er mit gönnt, dass ich in der DDR nicht unterdrückt war. Ich konnte in der DDR kostenlos im zweiten Bildungweg studieren und bekam noch Büchergeld und die lächerlichen Studiengebühren von 40 Mark pro Semester erstattet. Und ich teilte hinterher nicht das Los jetziger Studenten, die als Praktikanten einfach für Umme oder für lächerliche Beträgen arbeiten müssen. Bildung hat sich in der DDR gelohnt. Westliche Frauen - meine ehemaligen Kolleginnen - haben mich darum beneidet, weil einige doch gern studiert hätten, dies aber nicht konnten, weil die Familien das nicht finanzieren konnten.

Herr Gauck, Freiheit an sich  gibt es nicht. Freiheit ohne gesellschaftliche Teilhabe, weil man zu arm dafür ist - ist keine Freiheit, sondern ein Joch, dass man nicht abschütteln kann. Diese Menschen müssen jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Das hört sich zwar pathetisch an, aber wer sich die lächerlichen Beträge anschaut, die sich zu H4 summieren, versteht das. Ist Freiheit also nur für Ihre Konsorten gedacht? Was wird ein Rentner sagen, wenn er wieder einmal Flaschen aus dem Container klaubt. Fühlt er sich frei? Wenn, dann vogelfrei!

Er fordert auch, wie Tillich, Arbeit für die Demokratie, damit alles Friede, Freude, Eierkuchen wird und z.B. kein Fremdenhass aufkomme. 

Das sind heere Worte. Wie sieht die Praxis aus? 

In Sachsen haben wir einen Sumpf von Bestechungen, der nicht juristisch aufgearbeitet wird, denn man stellt in schöner Regelmäßigkeit fest, dass alles rechtens sei. Sachsen hat sich damit hervorgetan, dass jeder, der ein demokratisches Projekt auf den Weg bringen wollte - mit Zuschüssen des Landes/Stadt - eruieren musste, ob seine Partner auf den Boden der Verfassung stehen. Er selbst musste das mit seiner Unterschrift bestätigen, sonst bekam er keine Förderung. Der Stand auf den Boden der Verfassung - ein GG ist keine Verfassung - war stark eingeengt. Jemand der meinte, dass der Kapitalismus die Menschen ausbeutet, war und ist extremistisch. Man sagt, dass Sachsen das Land ist, wo das GG immer wieder ausgehebelt wird. 

Apropos Fremdenhass. Die Bundesregierungen in den letzten Jahren haben immer wieder betont, dass das Boot voll wäre. Niemand in der Regierung fühlt sich dafür verantwortlich, dass die NPD sagen kann, dass das Geld für Flüchtlinge nicht mehr für die sein soll, sondern nur für Deutsche ausgegeben werden soll. Wo ist da die Stimme von Herrn Gauck. Wo ist die Stimme von Angela Merkel, die mal auch dem BILD-Leser klarstellen, dass dieses Geld, was für Flüchtlinge ausgegeben wird, niemals an arme Deutsche gehen würde, wenn es keine Flüchtlinge mehr gäbe. Wie ist die Haltung Deutschlands zu Flüchtlingen? Wir halsen sie konsequent unseren schwachen EU-Partnern Italien, Spanien und Griechenland auf. Das öffentliche Deutschland lehnt sich zurück und freut sich, dass es fett und behäbig in der Mitte der EU sich räkeln kann. Wer Deutschland als Partner hat, braucht keine Feinde mehr. Sicherlich kann jeder selbst Beispiele dafür finden.

Herr Gauck, was reden sie von der Verantwortung Deutschlands in aller Welt. Ist das etwa die Verantwortung, die Jugoslawien zerstört hat? Die den Kosovo von Serbien abgeschnitten hat? Die neue Ustaschas tolerieren oder auch Wirtschaftkriminelle, egal ob nun im ehemaligen Jugoslawien oder in der Ukraine. Wer die Krim als Vorwand nimmt, um gegen Russland zu hetzen, der ist für mich kein Bundespräsident, sondern ein Scharfmacher. Hat er vielleicht mit Russland noch eine Rechnung offen wegen seiner Eltern? Dieses Gerede über Russland und die Boykotttatsachen scheinen mir doch wohl eher von Rachelust geprägt zu sein, als vom Verstand.

Gauck spricht die weltweiten kriegerischen Vorgänge an. Wer verteidigt den Deutschland am Hindukusch oder an anderen Stellen in der Welt, die uns überhaupt nicht bedrohen? Ist etwa Afghanistan kein Krieg? Haben wir nicht die Irakkriege der USA zumindest materiell unterstützt? Eine geheime Soko sollte doch dort auch sein, hört man manches Mal so unter der Hand. Ich weiß nicht, ob das wahr ist, aber alles ist möglich. Wahr ist, dass ein hoher Offizier der Bundeswehr dafür belohnt wurde, dass er afghanische Menschen abgefackelt hat. Wollen wir uns dessen rühmen? Ist es das Bild, was die Welt von Deutschland erhalten soll? Ich wurde schon einmal auf den Hurtigruten von einem Engländer gefragt, ob Deutschland wieder Krieg machen will.

Was machen wir jetzt mit Syrien? Wir opfern die Kurden für den Islamischen Staat? Bilden sich eigentlich alle Beteiligten ein, sie könnten irgendwann den Islamischen Staat bändigen? Irgendwann schlägt es auch auf uns zurück, dass Deutschland als Kolonialland der USA es zulässt, dass die arabischen Staaten sich untereinander bekriegen. Das ist doch, was der Westen will. Ein Chaos mit  zerbrechende Staaten in der Levante. Israel und die USA mit ihren Vasallen haben von Anfang an daran gearbeitet. Nur, zerbrechende und zerbrochene Staaten sind eine Gefahr für alles, auch für uns. Nichts gilt dann mehr, die Menschlichkeit wird dort ausgesetzt. Krieg macht Menschen zu Bestien, die nicht mehr zu zügeln sind. Nur Herr Gauck weiß das nicht. Und mir scheint, dass er es wirklich nicht weiß. Die uns Regierenden sind so dumm, wie wir sie einschätzen. Jemand Intelligentes hätte keine Chance auf irgendein Amt.

Nun haben 150.000 Menschen 25 Jahre Montagsdemos gefeiert. 

Sie haben gefeiert, dass Leipzig zu den ärmsten Städten Deutschlands gehört.

Sie haben gefeiert, dass Tausend von Leipzigern kurz vor Monatsende blank sind. 

Sie haben gefeiert, dass Westbeamte, -lehrer, -professoren, -doktoren, -bürgermeister, -politiker die meisten Einheimischen verdrängt haben. Gut ist, wer aus dem Westen kommt - Punkt! 

Sie haben gefeiert, dass sehr viele von ihnen H4 beziehen, also die Arbeitslosigkeit gefeiert. 

Sie haben gefeiert, dass viele unserer Produkte ausgelistet worden sind und wenn sie wieder gelistet wurden, standen sie unter Kuratel westdeutscher Konzerne. 

Sie haben gefeiert, dass wir unsere Sprache, unsere Ausdrücke, dass was wir sind, vom Westen bestimmt wird. 

Sie haben gefeiert, dass ihre Biographie entwertet und sie zu Bittstellern gemacht wurden.

Sie haben gefeiert, dass es nun hier und heute Obdachlose und Bettler gibt.

Sie haben Lügen gefeiert. 

Die Sichtweise der Sieger ist jetzt ihre Sichtweite. Ein Beispiel soll dafür stehen: Eine Frau sagte, dass an diesem Montag vor 25 Jahren die Armee auf den Straßen von Leipzig stand. Sie scheint das irgendwo aufgeschnappt zu haben oder in irgendwelchen Medien gelesen (falls sie das kann) oder gesehen haben. 

Man kann den Fakt immer wieder wiederholen, er wird trotzdem nicht wahrer. Am Montag vor 25 Jahren gab es in der Leipziger Innenstadt einen Aufzug von Polizisten, Bereitschaftspolizei und Hunden. Am Montag vor 25 Jahren, wurde durch den Stadtrundfunk dazu aufgerufen, die Arbeitsplätze in der Stadt zu verlassen und nach Hause zu fahren. Wir alle hatten Angst, was geschehen werde.  Am Montag vor 25 Jahren haben aber verschiedene Persönlichkeiten von Leipzig - auch örtliche SED-Funktionäre - zur friedlichen Demo beigetragen. Niemanden sind die Nerven durchgegangen. Danach wurde das Gewandhaus für Diskussionen geöffnet. Kombinatsleiter mussten ihrer Belegschaft Rede und Antwort stehen, und zwar der ganzen Belegschaft. Abgeordnete und Ratsmitglieder wurden gefragt, in welchem Namen sie eigentlich sprächen, wer sie legitimiert hätte. Viele führende Menschen, ob nun in den Kombinaten, kleinen Betrieben, Kunstbetrieben hatten sich der Legitimationsfrage zu stellen, auch ein Herr Tillich hätte sich vielleicht dieser Frage stellen müssen, denn es ging nicht nur um SED-Mitglieder in verantwortungsvollen Positionen. Oft arbeiteten Ratsmitglieder nur noch unter Maßgabe der runden Tische.

Hier waren Ansätze von wirklicher Demokratie, an die niemand mehr erinnert oder erinnern darf. Die Menschen könnten sich vielleicht endlich mal besinnen und Demokratie einfordern.

Ja, man kann vieles über Freiheit und Unfreiheit oder Demokratie und nicht Demokratie sagen. Probiere es doch mal jemand aus und zitiere als Gruppe einen Vorstandsvorsitzenden vor die Belegschaft und lasse ihn zu seiner Legitimation sprechen. Und wenn diese nicht schlüssig wäre, müsste er dann seinen Posten räumen, wie es damals Ende 1989 und Anfang 1990 im Osten von Deutschland war?

Im "Herrn der Ringe" wird gesagt: Und was nicht in Vergessenheit hätte geraten dürfen ging verloren. Geschichte wurde Legende. Legende wurde Mythos. 


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Nachtrag zum 7. Oktober

Der 7. Oktober - Feiertag der Republikgründung 1949 auf den Boden der DDR. Sogar ich habe das gestern vergessen. Vielleicht eine Entschuldigung: Ich lebe zeitlos, seit ich Rente beziehe!

Die CDU mag über Kohls Einschätzung zur friedlichen "Revolution" in der DDR pikiert sein. Nur, was Recht ist, muss Recht bleiben. Kohl hatte Recht, wenn er meinte, dass nicht die Bürgerrechtsbewegung den Anstoß zur Wiedervereinigung Deutschland gegeben hätte. 

Er sprach wahre Worte, wenn er meinte, dass es ganz falsch wäre, so zu tun, als wäre da plötzlich der heilige Geist über die Plätze in Leipzig gekommen und hätten die Welt verändert. 

Die sogenannte friedliche Revolution war und ist eine Legende, schön geschrieben, aber eben nicht ganz wahr. 

Wir kennen heute sogenannte Farb- und Blumenrevolutionen am laufenden Band. In Leipzig war ein Anfang der bunten Reihen von "Revolutionen". 

Viele Menschen, die an den Montagsdemos teil hatten, wurde missbraucht. Im Oktober wollte die breite Masse kein Bundesdeutschland. Sehr viele wollten einfach nur mehr Mitspracherechte, mehr Demokratie von unten und kein eingleisiges Denken mehr. An den Runden Tischen wurde darüber diskutiert, wie die Menschen ihr Leben, Wohnen und Arbeiten in die eigene Hände nehmen könnten. Über Kultur wurde diskutiert, wie sich die Beurteilung von Kunst ändern müsste. Damals kam kein Wort von: Wir wollen kapitalistisch werden. Es gab sehr viele Projekte von unten, gute Projekte, Projekte, die es wert waren Wirklichkeit zu werden. 

All diese Menschen wurden verraten, als der Westen im November öffentlich in die Montagsdemos eingriff und die Neonazis Gimmicks verteilte.

Verraten wurde die Idee von Demokratie, in dem plötzlich Sprechchöre erklangen, die gierig nach der DM riefen. Bis Januar 1990 wurde noch eifrig über ein neues sozialistisches System diskutiert. Es waren gute Diskussionen. Nur, zu dieser Zeit war die Freiheit schon keine mehr. Zu dieser Zeit hatte der Westen schon lange gewonnen. Im Tal der Ahnungslosen wurde Kohl gehuldigt.  Die Zeit der Konterrevolution war schon lange angelaufen.

Nun haben wir das, was viele Menschen herbeigesehnt haben. Wir können ein Auto kaufen, müssen nicht viele, viele Jahre darauf warten. Wir haben Bananen und anderes Gemüse, was es in der DDR selten gabe. Wir hören tagtäglich, wie schlimm es uns in der DDR gegangen ist. Wir erfahren, dass es nicht mal zu Weihnachten Apfelsinen gab. Ich kaufte komischerweise zu dieser Zeit immer welche in der Kaufhalle, also wird diese wohl in einer Parallelwelt gewesen sein. 

Damalige wirkliche Bürgerrechtler, wie ein Herr Schorlemmer, verschwanden in der Versenkung. Bürgerrechtler, die so taten, als ob sie welche wären, wie eine Merkel, ein Gauck, legten steile Karrieren hin. Im Sog dieser Opportunisten richteten sich andere Opportunisten als Fettaugen auf der Brühe im neuen System gemütlich ein.

Lebte ich in einem Unrechtsstaat? Ich hatte in der DDR Recht studiert. Unrecht ist die Abwesenheit von Recht und Gesetz. Unrecht kann auch subjektiv sein. Ich weiß es nicht, ob die DDR ein Unrechtsstaat je gewesen war.  Sicher sowohl als auch.

Leben wir heute in einem Rechtsstaat? Sowohl als auch. Es gibt keine Staaten, die für alle Menschen Rechtsstaaten sind. Beispiele gibt es dafür überall in der westlichen Welt. In den USA können farbige Menschen ein Lied von ihrem Leid singen. In Deutschland werden unter Gesetzesbruch Handydaten von Menschen gesammel, die sich gegen den Faschismus wenden und auf der anderen Seite die braune Soße wohlwollend betrachtet (der NSU-Prozess spricht Bände). In Deutschland wird man - unter Grundgesetzesbruch - ganz schnell zum Extremisten, wenn man das kapitalistische System als solches benennt und für ein menschlicheres System eintritt, bzw. sich darüber Gedanken macht. Das GG erlaubt diese Gedanken, in ihm ist kein kapitalistisches System als Ende der Geschichte vorgesehen. Einen Rechtsstaat kann ich somit nicht erkennen. Er tritt zu allererst in Kraft, wenn Nachbars Katze in deinen Garten pinkelt.

Wir haben die soziale Sicherheit eingetauscht gegen Autos, Maggi, Nestle und Marsriegel. 

Wir haben die soziale Sicherheit eingetauscht für Hartz4!

Wir haben das Menschsein eingetauscht für egoistische Ellbogen, die wir an unseren Nachbar ausprobieren. 

Wir haben das Menschsein eingetauscht für den Hass auf alles, was nicht so spießig ist und anders spricht.

Wir haben das Menschsein eingetauscht und uns zum unsozialen Mistvieh machen lassen. 

Wir haben die Freiheit eingetauscht, damit wir Kreuzchen machen dürfen bei Parteien und Politikern, die auf uns sch... 

Sind das die Bananen wert?

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PS: Jeder möge für sich einschätzen, ob er das WIR ist.


Ich - der private Investor

Nehmen wir mal an, ich wäre reich, hätte Geld über Geld, soviel, dass ich nicht mehr wüsste, wie und wo ich es ausgeben sollte.

Warum?

Schwarz-Rot will mehr private Investitionen gegen Konjunkturschwäche, heißt es z.B. in der FR.

Nun stehe ich als privater Investor bereit. Wo sollte ich jetzt investieren?

Vorher würde ich mir zu allererst einmal Gedanken machen, wie ich durch eine Investition mehr Geld auf mein Konto bekäme. Ich hätte nichts zu verschenken, auch wenn ich stinkreich wäre oder gerade deshalb.

Profit ist mein Hauptinteresse. Nun suche ich eine Möglichkeit, dies zu realisieren. 

EU? Die EU ist so gut wie am Ende. Ganz Südeuropa kann kaum noch etwas kaufen, was eine Investition meinerseits rechtfertigen würde. Frankreich sieht auch nicht viel besser aus. Das sogenannte spanische Wachstum? Wer weiß, was die zusammengerechnet haben. Ich wüsste aber auch, dass es ein utopischen Wachstum gäbe, wenn ich statt 1 Traktor nun 2 Traktoren verkaufen könnte. Legen wir also auch Spanien beiseite. Osteuropa können wir ganz vergessen, egal welches Land. Lettland oder Estland war's, wurde in Deutschland uns als Vorbild hingestellt, wie die wirtschaftlich gut da stehen. Okay - Märchenstunde war gestern! Ich will mein Vermögen nicht in den Sand setzen. So dumm bin ich nicht. Ich bin schließlich keine Bank und kann deshalb nicht hoffen, dass Lieschen Müller und Hans Jedermann mich sanieren würden. Zu unsicher das Ganze.

Also wo könnte ich privat investieren?

Die USA? Vielleicht. Aber nur in die Rüstungswirtschaft. Krieg geht immer, vor allem in den USA. Waffen werden am lebenden Objekt ausprobiert, gehen kaputt, werden gestohlen, erbeutet oder verkauft durch den Staat oder durch Schmuggler. Das könnte ein Tipp sein. 

Nur, ich bin Europäer und würde gern in Europa privat investieren.

Deutschland bliebe noch! Deutschland scheint das Paradies zu sein. Der Binnenmarkt ist robust, der Arbeitsmarkt stabil und toll. So sagen es die öffentlichen Medien und unsere geliebte Kanzlerin immer wieder. 

*kicher*, ich denke jetzt gar nicht daran, dass sie kaum mit Messer und Gabel essen kann und bei Staatsempfängen immer herumlungerte, so dass ein Kanzler Kohl sie zur Ordnung rufen musste *kicher*. Genau den gleichen Eindruck macht sie auf mich tagtäglich - irgendwie nicht von dieser Welt *kicher*

So! muss Investition! Nur, ich bin ja nicht blöd. 

Ich lebe nicht im luftleeren Raum. Ich habe die Statistik gut gelesen und sie nicht nur in den Medien verfolgt. Als Anleger sollte ich das schon tun. Schließlich will ich nicht aufwachen und mein ganzes Geld ist weg. Ich bin auch kein Rentner, der seine ganzen Ersparnisse, trotz laufenden Warnungen, immer wieder irgendwelchen windigen Fonds oder Ähnlichem hinterherwirft, nur weil er Eurozeichen in den Augen hat. Ich habe auch Eurozeichen in den Augen, nur habe ich meinen Verstand nicht ausgeschaltet.

So! muss nicht Investition! Sonst wäre ich wirklich blöd. 

Ich habe verfolgt, wie die städtischen Gebühren steigen und die Lebensmittelpreise auch. So weltfremd, wie viele meiner Klasse von Investoren bin ich nicht! Ich sehe doch, dass Millionen von Menschen kaum das Nötigste einkaufen können. Ich sehe, wie Teile von Unternehmen dicht gemacht werden, weil es sich für sie  hier nicht mehr rentiert, keine Kaufkraft mehr da ist.

Soll ich etwa in die öffentliche Infrastruktur investieren? Wie will mich die Stadt, das Land oder der Bund dann bezahlen? Die haben überall Schuldenbremsen. Da sie inkompetent sind, haben sie vergessen, dass Investitionen keine Schulden an sich sind. Sie sind nicht Konsum. Leider verwechseln immer wieder viele Menschen Investitionen mit reinem Konsum. Bei Investitionen steht immer ein Plusbetrag gegenüber. Okay, wenn sie das nicht selbst merken, ist es ihr Pech. Ich investiere mein Vermögen doch nicht bei denen, die nichts von Wirtschaft verstehen und nur rosarote Sprechwolken fabrizieren. Da müsste ich doch bangen, dass morgen mein Geld futsch ist.

Der deutsche Binnenmarkt. Nun meiner mit Luxusgütern läuft ganz gut. Aber das macht eben nicht die Masse aus. Billig und Masse, das bringt Profit. Nur, wo ist die Masse? Wenn ich gemächlich mit meinen Porsche durch die Stadt fahre, sehe ich immer mehr arme Menschen, die Flaschen oder Papier sammeln. Soll mir niemand sagen, dass das Lust an der Freude ist. Es ist auch irgendwie eklig und die meisten würden das nicht freiwillig machen. 

Wird nicht immer von einem Kaufrausch gesprochen. Also da könnte ich doch investieren! Nein, mir fällt ein, dass der Kaufrausch auch nur eine rosarote Sprechblase ist. Der Binnenmarkt in Deutschland stagniert im günstigsten Fall und da betrachte ich ihn auch schon mit der rosaroten Brille.

Und warum sollte ich also investieren, wenn das Unternehmen, in das ich investiere, kaum noch Absatz hat? Wenn niemand meine Produkte kaufen kann. Ich bin doch nicht blöd. Ich werfe mein Geld doch nicht zum Fenster hinaus, nur damit Merkel zufrieden ist. Soweit geht die Liebe denn doch nicht. Was kann ich dafür, wenn unsere Regierung Null Ahnung von Angebot und Nachfrage hat.

In Afrika sitzt schon der Chinese mit seinen Investitionen. Alle Achtung. Der denkt langfristig. Europäer schielen nur auf den kurzfristigen Gewinn. Ich warte nur noch darauf, dass China soweit ist, sagen zu können: Chinesen kaufen chinesische Waren. In Südamerika - gut, könnte ich auch. Aber das war sicherlich nicht gemeint, wenn Schwarz-Rot zu privaten Investitionen aufruft.

Auch in Deutschland könnte ich in die Kriegswirtschaft investieren. Das lässt sich immer besser an. Da Deutschland nun auch kräftiger in den Kriegen der Welt mitmischen will, müssen - das ist das Tolle an Waffen - immer wieder neue hergestellt werden. Was wäre wenn wir endlich dem Drängen der Ukraine nachgeben würden und die militärisch mit Boden- und Lufteinheiten unterstützen würden. Dann könnte ich Profit en masse generieren. Ich könnte die Königin unter den privaten Investoren werden, wenn der Krieg dann flächendeckend in Europa und den USA sich ausweiten würde. Das Szenario ist gar nicht so abwegig, finde ich. 

Und hinterher erst: Wenn alles zerdeppert ist, wenn die Welt in Trümmern liegt - ja dann schlägt meine Stunde! Die Stunde der Investoren!

Ob das Schwarz-Rot gemeint haben könnte?












Mittwoch, 1. Oktober 2014

Dachschaden - oder wie?

Allen Menschen auf Erden geht es saugut. Keiner muss Hungern. Niemand wird von seinem Ackerland vertrieben. Keine Regenwälder werden mehr abgeholzt. Wir leben alle in Harmonie mit der Natur.

Stopp ... stopp ... stopp ...

Es könnte so schön sein, wenn es wahr wäre.

Die Berliner Politclowne scheinen die Welt so zu sehen. Oder nicht? Ich denke eher, dass diese gut von unseren Steuergeldern bezahlte Mischpoke es gar nicht interessiert, was in der Welt los ist. Wie viele Menschen hungern müssen. Das beginnt schon vor unserer Haustür.

Für die Obersten gibt es immer noch irgendwo eine Insel, wo sie in Saus und Braus leben können - meinen sie zumindest. 

Wie anders ist es sonst zu verstehen, dass  der Bundestag am 9. Oktober darüber abstimmen lässt, den Anteil von Biosprit ab 2015 zu erhöhen. Die Verhältnisse im Bundestag sind nicht so, als dass dieses Gesetz keine Mehrheit bekäme. 

Nun gut!

Ab 2015 werden also noch mehr Menschen von ihren Äckern gejagt werden. 
Ab 2015 wandelt die westliche Welt noch mehr Ernährungsland zu Benzinland um.
Ab 2015 dürfen deshalb noch mehr Menschen hungern.
Ab 2015 hauen wir auf den Putz, weil die 3. Welt die Grundlage dafür schafft, dass wir Autofahren können.

Man verstehe das richtig. Im Westen wird der Reichtum verordet. Der Westen hat das Geld, zwar nur in wenigen Händen, aber das verschweigen wir bewusst, damit die Öffentlichkeit ja nicht ins Grübeln kommen könnte. Die meisten Menschen könnten vielleicht auf die Idee kommen, dass sie staatlicherseits verarmt werden. Aber das ist eine andere Akte.

Was soll man von so einem Gesetz halten? Dürfen wir im Westen vorrangig Benzin verbrauchen? Stört uns etwa, dass dafür Menschen geopfert werden? Meist keine Weißen. Also Withepower kann beruhigt sein. Für's heilige Blechle dürfen andere schon mal verhungern oder getötet werden.

Da jammern Umweltverbände, dass sich unser Klima verändert. Sie jammern, dass wir zuviel CO2 freisetzen, mit jedem Atemzug eigentlich. Und sie zeigen mit allen Zeigefingern NUR auf die Autos und die Industrie. Der Hosenanzug gibt sich kämpferisch, wenn genügend Medienaufmerksamkeit mit im Zug nach nirgendwo sitzt.

Im stillen Hinterkämmerlein, bei trauter Kungelei und Bananenstaatlerei gibt der Hosenanzug mit Anhang den Regenwäldern den letzten Rest. Er gehört schließlich dem Westen, wenn der Westen ruft. Alles auf der Welt gehört dem Westen. Und wir können mit unserem Eigentum machen was wir (die westlichen Unternehmer) wollen  Und wehe es sagt einmal jemand etwas dagegen.  Dann? Ja, was machen wir dann? Wir gründen eine Farbrevolution und zerstören die Staatlichkeit dieser aufmüpfigen Länder. Falls sie sich wirklich davon erholen sollten - was nicht unbedingt Ziel ist - sitzen  Marionetten des Westens auf den Thron.

Frau Merkel meint, dass sie Physikerin wäre. Als Naturwissenschaftlerin sollte sie wissen, dass der Regen sich verzieht, wenn die Regenwälder abgeholzt werden. Dort ist vor allem der Missetäter, der massiv zur Klimaänderung beiträgt, zu finden.  Ich spreche dieser Frau jeglichen naturwissenschaftlichen Sachverstand ab. Ich kann mir gut vorstellen, unter welchen Bedingungen sie ihre Promotionen geschafft hat. Auch in der DDR wurden an bestimmte Leute Doktortitel so gut wie geschenkt, wenn es in den Kram passte. 

Man sollte sich jetzt nicht wundern, wenn die Flüchtlinge zu uns kommen. Die asoziale Oberschicht mit ihren Handlangern in der Regierung sind dafür verantwortlich. Diese Soziopaten haben den Exodus vieler zu verantworten. Und wenn die Flüchtlinge an unsere Tür klopfen, wird BILD genau von diese Kräften beauftragt, das entsprechende rassistische Klima in die Hirne von Lieschen Müller und Hans Jedermann zu klopfen. Leider fallen viele Menschen darauf rein.

Der sogenannte Biosprit an der Tankstelle wird nicht enden. Die mit Biosprit fahren, haben Blut an ihren Händen, ob sie das nun wahrhaben wollen oder auch nicht.



PS: Link zur Petition von Regenwald e.V.