Mittwoch, 26. März 2014

Soziale Wohltaten?

Ein n-tv-Journalist (ich verbiege mir fast die Finger, ihn als Journalist zu bezeichnen) halluzinierte heute morgen, von den "Sozialen Wohltaten", die diese Regierung unters Wahlvolk streuen will. Die Rente mit 63 ohne Abschläge wäre so eine "soziale Wohltat".

Zu allererst sei mal gesagt, dass Rente KEINE soziale Wohltat ist, sondern eine Versicherungsleistung! Jeder Bürger zahlt prozentual von seinem Bruttoverdienst in die Rentenkasse ein. Und Bitteschön - das sollen die Medien endlich einmal zur Kenntnis nehmen und mit ihrer Schwafelei aufhören! Dass die Gesetzliche Rentenversicherung zerstört wurde und wird, daran ist nicht das Konstrukt der Rente schuld, sondern der politische Nichtwillen und die Privatisierungswut der Regierung, als willfähriger Arm derjenigen, denen Deutschland gehört. Die Rentenkasse wird genommen und das Geld aus der Rentenkasse durch die Regierung mit sachfremden Leistungen veruntreut!

Rente mit 63 ohne Abschläge? So allgemein wird es die nicht geben. Nur verschweigen dass die Medien in ihren Antikampagnen. Halbwahrheiten sind auch Lügen. Wie heißt es doch so schön: Verstecke in der Lüge Halbwahrheiten und sie wird eher geglaubt.

Die Rente mit 63 ohne Abschläge ist an Bedingungen geknüpft, die nur wenige 63jährige erfüllen können. Sie gibt es nur mit 45 Beitragsjahren und privater Vorsorge plus Arbeitslosigkeit im Arbeitslosengeld I. Und genau diese Punkte sind wichtig und werden einfach unter den Tisch gekehrt, denn genau diese Punkte sind es, die den Kreis der Bezieher stark eingrenzen. Außerdem steigen die Jahre auf 65 mit höheren Zugangshürden in der Privatversicherung, wenn ich mich nicht täusche.

Man heult, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Rente mit "63" entsorgen könnten. Dazu braucht es aber dieses Konstrukt überhaupt nicht. Nur ein ganz geringer Prozentsatz an Menschen über 60 werden noch in den Unternehmen geduldet. Dabei muss man die offiziellen Prozentzahl mit Vorsicht anfassen, denn bei 1 Stunde Arbeit in der Woche ist man NICHT arbeitslos. Was an sich ein Unding ist, da 1 Stunde in der Woche Beschäftigung absolut kein Arbeitsverhältnis an sich ist. Das können nur Böswillige so sehen.

Im Osten werden es noch weniger sein, da dort die Löhne so sind, dass nur wenige privat vorsorgen können.

Soziale Wohltaten? Nun die würden anders aussehen. 

Wohltaten an sich? Es gibt keine soziale Wohltaten gegenüber Arbeit"nehmern". Alle Arbeitnehmer haben Deutschland vorangebracht, das Land aufgebaut und den Unternehmen stattliche Profite erwirtschaftet! Die Arbeitnehmer (!) und kein Herr Piech oder ein Herr Oettker. Nur ihnen ist das stetig steigende Vermögen der reichsten Familien zu verdanken. Der gerechte Anteil an dem erarbeiteten Vermögen ist kein Almosen, denn Wohltaten sind nur Almosen. Der gerechte Anteil an dem erabeiteten BiP wird den Arbeitnehmern verweigert. Für sie soll nur eine Brotkrume vom Tisch der Allesbesitzer abfallen und das auch nur unter Zähneknirschen.

Soziale Wohltaten haben sich ganz allein die Abgeordneten zugeschanzt mit ihrer 10%igen Erhöhung ihrer Bezüge im Bundestag und mit der Vervielfachung von einträglichen Pöstchen. Soziale Wohltaten genehmigen sich die Abgeordneten, die in selber Höhe wie ihre Abgeordnetenbezüge und höher, Nebeneinkünfte generieren. Eines kann man nur: Entweder man ist Abgeordneter und arbeitet für das Wohl Deutschlands, was eigentlich ihre Pflicht wäre, oder man tingelt durch die Landschaft und sammelt Geld bei Nebeneinkünften ein. Beides zusammen ist nicht möglich. Bei ausufernden Nebeneinkünften sollten wir unsere Gehaltszahlungen an diese sogenannten Abgeordneten sofort einstellen. Oder wir als Arbeitgeber der Abgeordneten sollten Verwarnungen aussprechen und bei Zuwiderhandlung die Kündigung aussprechen, wegen Faulheit im Parlament.