Mittwoch, 29. April 2015

Da sag doch noch jemand, wir wären eine offene Gesellschaft

Das ist nur so, wenn man zum Mainstream der Gesellschaft gehört. Unsere Gesellschaft brüstet sich damit offen für homosexuelle Beziehungen zu sein. Diese Menschen nicht mehr zu diskriminieren. Ja, ja, schöne Sonntagsreden. Diese Menschen haben die volle Anerkennung, nur weil sie ihr Zusammenleben öffentlich eintragen lassen können. Bla, bla, bla ...

Sicherlich ist das schon ein Fortschritt, aber ...

Von der Blutspende können homosexuelle Männer ausgeschlossen werden, wie auch der Europäische Gerichtshof gerade geurteilt hat. Ihr Blut könnte ja verseucht sein mit AIDS oder anderen schlimmen Krankheiten. Geistliche heutzutage denken ja immer noch, dass Homosexualität eine schlimme Krankheit wäre, die man heilen müsste. Eben Mittelalter.

Apropos Mittelalter: Nur so als kleine Anmerkung. In meinem Rollenspiel sagt der Magier, dass er, wenn er liebt nicht nur einen Körper liebt, sondern einen Menschen in seiner Ganzheit. Wohl mal nachdenkenswert, wenn man bedenkt, dass die Spieleerfinder in den USA zu finden sind.

Zurück zur Neuzeit. Ich erinnere mich noch daran, als es die ersten AIDS-Fälle und Gelbsuchtsfälle durch verseuchtes Blut gegeben hatte. Damals wurde festgelegt, dass Blut auf diese Krankheiten getestet werden müsse, wenn es Blutkonserve werden wollte. Das ist aber schon ein paar Jahrzehnte her.

Wenn der EuGH nun feststellt, dass homosexuelle Männer von der Blutspende ausgeschlossen werden können, muss man sich fragen, was das heißt.

Irgendwelche anderen Krankheitskeime kann jeder in sich tragen, auch den AIDS-Virus und die Gelbsucht. Man kann einmal Urlaub in Afrika gemacht haben und Gelbfieber in sich tragen, die Malaria oder was weiß ich nicht noch alles. Je weiter wir in der Welt herumkommen, so gefährlicher ist es eigentlich für unsere Gesundheit. Wir werden mit den verschiedensten Krankheitskeimen konfrontiert, die unser Immunsystem gar nicht mehr kennt.  Das muss nicht sein, aber kann.

Wenn also speziell auf den AIDS-Virus und Homosexuelle abgehoben wird, dann frage ich mich, ob das Spenderblut wirklich noch gewissenhaft überprüft wird. 

Man kann das jetzt auch nicht damit begründen, dass homosexuelle Männer, die eine sehr kleine Gruppe in der Gesellschaft sind, das höchste Risiko hätten, den AIDS-Virus aufzuschnappen. Von der sowieso schon kleinen Anzahl dieses Personenkreises, wäre es noch ein geringerer Prozentsatz zum Prozentsatz der Gesamtbevölkerung, die Blut spendet. 

Wenn sich unsere Gesellschaft schon dafür fürchtet, heißt das: Wir überprüfen keine Blutkonserven mehr, höchstens noch oberflächlich. Wir wollen das Geld nicht für Tests ausgeben, wo sowieso nur ein kleiner Prozentsatz von der ganzen "Ausbeute" verseucht wäre, vielleicht oder möglicherweise. Unser Profit ist uns wichtiger, als die Gesundheit der Menschen. 

Okay, das kommt einen schon wieder sehr bekannt vor. 

Und schon wieder haben wir eine Minderheit in unserer Gesellschaft zum Buhmann erklärt. 

Okay und das ist doch wohl das alltägliche Geschäft in einer individualisierten Gesellschaft, wo sich jeder selbst der nächste ist. 




Ach wie sind wir wieder scheinheilig.

In Indonesien werden Drogendealer hingerichtet. Okay, das weiß man. Bis heute hat uns das auch nicht wirklich interessiert. Was interessieren uns überhaupt Drogendealer? 

Aber plötzlich sind die Drogendealer die Guten, nur weil sie in Indonesien geschnappt worden sind und dort hingerichtet wurden. Ansonsten interessieren sie uns auch nicht sonderlich und sind bei uns im Westen auch die Bösen.

Aber hier ist plötzlich alles ganz anders. Da werden doch Ausländer geschnappt. AUSLÄNDER! Und dann waren noch Australier dabei. Pfui Spinne. Wie kann man denn in Indonesien indonesische Gesetze an ausländische Kriminielle anwenden. Das geht ganz und gar nicht.

Das ist wieder das Berühmte: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Feuerbällen werfen. 

Da werden Diplomaten zurückbeordert in ihre Heimat, gar diplomatische Beziehungen mit Indonesien hinterfragt.

Meine Frage: Hat irgend jemand mal die diplomatischen Beziehungen zu den USA hinterfragt? Wurden Diplomaten anderer Länder zurückbeordert, weil wieder mal jemand in den USA auf den elektrischen Stuhl umgebracht worden ist? Oder mit einer nicht sofort tötenden Giftspritze ins Jenseit befördert wurde? Hat das schon irgend jemand wirklich interessiert? Und wir wissen, was wir - zumindest ich - schon längst geahnt haben: Es werden auch Unschuldige mit dem Tode bestraft, und die Strafe wird auch vollstreckt. Unschuldige!

Wird uns nicht via Fernsehen der Krieg gegen Drogenbarone frei Haus geliefert. Mit allem, was  so ein Krieg ausmacht an Waffen und Kampfhubschraubern mitsamt den Toten.

Werden in den USA nicht Unschuldige von der Polizei einfach über den Haufen geschossen, weil sie schwarz sind, weil sie sich angeblich falsch verhalten bzw. verdächtig verhalten haben sollen? Werden Unschuldige nicht sogar von der Polizei dort zu Tode geprügelt? Und das ist dann menschenrechtsfreundlich?

Über Saudi-Arabien, unseren Freund, will ich jetzt gar nicht erst reden und über eine angewendete Sharia auch nicht. Keine westliche Botschaft wurde dort bisher geschlossen, weil mittelalterliche Gesetze in Saudi-Arabien angewendet werden. Im Gegenteil, sie sind unser Handelspartner und wir liefern ihnen tödliches Gerät, damit sie Krieg führen können. 

Der Westen hat soviel Dreck am Stecken, dass er schön ruhig sein sollte, wenn an Kriminellen in Indonesien indonesische Gesetze vollstreckt werden. Ob das Gesetz nun gut ist oder schlecht, steht auf einem völlig anderen Blatt.

Als sogenannte westliche Wertegemeinschaft kann ich mich nur über den Tod krimineller Drogendealer aufregen, wenn ich selbst keine Todesstrafe mehr in meinen Gesetzen habe. Ansonsten sollte ich den Mund halten und dafür eintreten, dass die Todesstrafe überall auf der Welt nur noch Geschichte ist. Kein Staat sollte sich mit Kriminellen gemein machen und gleiches mit gleichem vergelten. Wo sind denn unsere christlichen Werte? UNSER Christentum fußt auf dem Neuen Testament und nicht auf dem Alten mit "Auge in Auge und Zahn um Zahn". Wir sollten besser sein.


Dienstag, 21. April 2015

Ein freudloses Leben

Sie leben am Rande des Hungers oder hungern. Ihre Kinder haben keine Perspektiven. Es gibt keine Jobs, keine soziale Verantwortung - nichts. Kleider- und Schuhesammlungen hier haben die lokalen Märkte dort geschädigt. Unser Abfall wird auf Schiffe geladen und bei ihnen wieder an Land ausgekippt. Dass, was wir vom Hähnchen nicht essen wollen, essen immer noch die Afrikaner. Ja, ich rede von Afrika. Dass damit der heimische Markt dort kaputt gemacht wird, interessiert keinen Europäer. Unsere Rosen, unsere Chrysanthemen, unsere Gerbera, die wir am Valentinstag verschenken, wachsen in Afrika und nehmen dort das Land weg, was zur Ernährung der dortigen Bevölkerung so wichtig wäre. Unsere Blumensträuße lassen Menschen verhungern. 

Europa beutet Afrika mit seinen Rohstoffen aus, interessiert sich aber Null für die ökologischen Folgen. Das verseuchte Wasser, der vergiftete Boden - wem interessiert's. Es sind ja nur Afrikaner, die dort leben. Europas Wirtschaft schreckt auch nicht davor zurück, die Menschen dort aus ihren angestammten Gebieten zu vertreiben, weil sie das Pech haben, dadurch den Konzernen bei der Profitjagd im Wege zu stehen.

Europa hat in Afrika Staaten unter dem Label "Menschenrechte" zerstört. Jetzt gibt es in diesen Staaten überhaupt keine Menschenrechte mehr. Banden terrorisierten die Menschen. 

Europa hat in Afrika sich mit Diktatoren verbündet. Hauptsache, der Euro/Dollar rollt. Menschenrechte spielten dabei nie eine Rolle. Nur, wenn der Diktator nicht mit Europa teilen wollte, wurde die Abwesenheit von Menschrechten auf die Tagesordnung gesetzt. Nur dann - ohne Rücksicht darauf, was geschieht.

Und nun stehen die Afrikaner vor unserer Tür. Das Mittelmeer ist inzwischen zu einem sehr großen Friedhof geworden. Sie kommen in der Regel in Italien an Land oder auch nicht. Europa lässt Italien allein mit der Menge der Menschen, die es dorthin geschafft haben. Italien hat selbst große soziale Probleme. Italien selbst hat eine hohe Arbeitslosigkeit. 

Viele dieser Menschen zieht es nach Deutschland. Deutschland ist reich. In Deutschland fließt Milch und Honig und jedermann fährt Mercedes.* Das sind die Vorstellungen, die in den Köpfen wohnen. Sie wollen hier arbeiten. Nur, was? Die meisten haben keine Ausbildung.

Sie stoßen auf eine Bevölkerung, die nichts mit dem reichen Deutschland zu tun hat. Deren Wohnungen in Händen irgendwelcher Finanzinvestoren sind, die einzig und allein nur die Mieten anheben können, um große Profite zu generieren. 

Sie stoßen auf eine Mehrheitsbevölkerung, die im Niedriglohnsektor arbeitet, obwohl sie meistens eine gute Ausbildung hat. Sie stoßen auf eine Bevölkerung, die vielfach von Hartz IV am Rande des Existenzminimus leben muss. Sie Stoßen auf eine Bevölkerung, die mit verschiedenen kleinen Jobs sich über Wasser hält.

Sie stoßen auf eine Bevölkerung, deren Städte Pleite sind, die Schwimmbäder, Bibliotheken schließen mussten und die die Infrastruktur hat verkommen lassen, mangels Geld.

Sie stoßen auf eine Bevölkerung, deren Kinder auch kaum eine Perspektive vor sich sehen. Auf eine Bevölkerung, deren Kinder sich kaum an einem Spielzeug erfreuen kann.

Was geschieht dann wohl? Wir erleben es in unserem Land vielfach. Flüchtlingsheime brennen, Flüchtlinge werden tätlich angegriffen ...

Ja, es ist einfach nach Humanität zu schreien. Es ist einfach, zu sagen, dass wir doch ein reiches Land wären und genügend Geld für Flüchtlinge hätten. 

Nein, wir sind in der Mehrheit der Bevölkerung kein reiches Land. Wir müssen mit dem Spardiktat unserer Regierung leben, die kaum Investitionen zulässt, weder in unsere Straßen, noch in unsere Schulen noch in sonst irgend etwas.

Die Menschen, die in den Städten leben, haben Angst vor den Zuzug der Flüchtlinge. Sie haben Angst, dass sie vielleicht nun noch mit diesen Menschen um die wenigen Arbeitsplätze kämpfen müssen. Sie haben Angst, dass die das Geld erhalten, was ihnen dann fehlt. 

Diese Ängste sind nicht von der Hand zu weisen. Die Konzerne, die Reichen halten sich mit Steuervermeidung schön aus der Finanzierung unseres Lebens heraus. Sie streichen extra noch Gelder ein, damit sie ein paar unterbezahlte Arbeitsplätze schaffen, die dann durch den Staat noch einmal subventioniert werden. BMW erhält in Leipzig z.B. jährlich einen mehrstelligen Millionenbetrag, dass er in Leipzig produziert, obwohl BMW hohe Gewinne einfährt.

Da die Kommunen unterfinanziert sind, fehlt das Geld, was man für Flüchtlinge ausgeben muss, der eigenen Bevölkerung. Das schafft Hass auf die Fremden. Auf dieser Grundlage konnte Pegida entstehen und sich internationalisieren. Überall in Europa geht es Menschen so wie uns oder noch schlechter. 

Es ist lieb und nett, auf alle Flüchtlinge zugehen zu wollen, weil Europa so reich sei. Wir können aber nicht das Leid aller Menschen der Welt auf unseren Schultern tragen. Zumal fast nur die Schultern der kleinen Leute damit belastet werden, weil die es sind, die ihre Steuern nicht legal vermindern lassen können. Es sind die Steuergroschen der kleinen Leute, die man dafür benutzt.

Unsere Bevölkerung ist es, die mit ihren Steuergroschen die Banken vor der Pleite bewahrt haben und die mit den Folgen der Spielcasinos und der unersättlichen Profitgier von Konzernen leben müssen, zusätzlich müssen sie die Folgen dieser asozialen Politik, die die moderne Völkerwanderung auslöste, noch steuerlich schultern

Die Afrikaner kommen nicht aus Jux und Tollerei hier her. Und was nützt es, Schlepperbanden zu bekämpfen, wenn man nicht den Grund bekämpft, der diese Schlepperbanden erst ermöglichte und das Geschäftsmodell: Menschenschleußer zum Erfolgsmodell gemacht hat.

Die europäischen Verursacher dieser Menschenflucht zu uns, müssen endlich zur Kasse gebeten werden. Afrika muss endlich nicht nur Ausbeutungsobjekt von irgendetwas sein, sondern ein eigenständiger Kontinent, der sich selbst ernähren kann. Wir brauchen nicht das ganze Jahr über Rosen. Warum auch. Entwicklungsprojekte sind keine Entwicklungsprojekte, dessen Produkte UNS zu Gute kommen. Und es ist auch nicht richtig, dass es von Seiten der Konzerne/Regierungen solche Projekte für gut befunden werden, weil dort Jobs entstehen und es Menschen gibt, die bezahlt werden und sich vielleicht dadurch einen kleinen Wohlstand leisten können. Entstehung von Jobs, das einzige "Qualitäts"merkmal, was immer zieht und immer Subventionen nach sich zieht.

Individueller Wohlstand ist kein Wohlstand an sich.

Es gibt immer auch eine schlechte Seite und die überwiegt. Blumenfarmen nehmen den Bauern das Land weg. Es werden keine Nahrungsmittel mehr dort produziert. Die wenigen Menschen, die in den Blumenfarmen ein Auskommen finden, bezahlen das damit, dass sie am Tropf von Konzernen hängen, statt sich von ihrem Land ernähren zu können und die Mittel (es muss nicht Geld sein) erhalten, etwas mehr als für ihren Eigenbedarf zu erwirtschaften. Sie bezahlen unser Rosenverlangen auch mit ihrer Gesundheit durch Pflanzengift. Keinem europäischen Konzern interessiert die Gesundheit seiner Profiterwirtschafter wirklich. Es gibt zu viele davon. Jeder kann ersetzt werden. Und es sind nicht nur Blumen, sondern auch Palmölplantagen und vieles andere mehr, was für unseren Vorteil in südlichen Ländern unter erbärmlichen Zuständen erarbeitet wird.

Nun wundere sich keiner, warum die Menschen vor Europa stehen und hier eingelassen werden wollen.

Aber, nur Idioten lassen diese Angst an den Menschen aus, die vor unserer Tür stehen. Wirklich nur Idioten, die nicht nachdenken wollen bzw. von den Staatmedien nachdenken lassen. In der Mehrzahl kommen keine Sozialbetrüger zu uns, sondern verzweifelte Menschen, die essen wollen und ein klein bisschen mehr. 

In Jordanien sagte uns ein Touristen-Jeep-Fahrer im Wadi Rum, dass er keine Zukunft sähe in Jordanien und nach Deutschland wolle, damit er hier arbeiten könne und sich eine Zukunft erschaffen könne. Er hatte keine Vorstellung davon, was er denn arbeiten könne und er wusste auch nichts von den Verhältnissen in Deutschland. Er lebte eben seinen Traum, wie viele andere auch, weit weg von der Wirklichkeit.

Die wahren Verbrecher sitzen in den europäischen Regierungen und in den Konzernzentralen, die die Völkerwanderung zu verantworten haben. Sie missbrauchen Pegida, um die Menschen vor der Feste Europa kriminalisieren zu können und Pegida lässt sich mit Freude missbrauchen und viele Menschen auch, die mit Pegiada durch die Straßen laufen.

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PS: *Mercedes ist das Kultobjekt in Entwicklungsländern schlechthin. Überall in den armen Ländern ist dieses Auto das Wunschobjekt, wie ich auf meinen Reisen bisher erfahren musste. Und keiner dieser Menschen hat verstanden, warum WIR keines haben, obwohl wir doch so reich sein müssten.


Freitag, 17. April 2015

Das Event des Tages: Deutschland trauert

Live wird sie übertragen, die Trauerfeier. Die Medien tummeln sich vor dem Kölner Dom. Eine Nummer kleiner ging es nicht. Schließlich müssen alle Politiker ihre Plätzchen möglichst in der 1. Reihe erhalten können. 

Deutschland trauert.

Wir sind alle furchtbar traurig, wegen der Flugzeugabsturzopfer. Nur wir kennen sie überhaupt nicht, falls wir nicht zufälligerweise Verwandte oder Freunde der Toten sind. Das ist aber nicht wichtig. Trauern ist wichtig. Kollektives Trauern. Das schweißt uns zusammen. Das macht uns zu Deutschen. Wir trauern gemeinschaftlich, ob wir die Opfer nun kennen oder nicht. Das macht uns zur Volksgemeinschaft.

In trauter Runde treten sich die Politiker gegenseitig auf die Beine. Auch sie trauern. Sie kennen zwar auch keines der Opfer, aber trauern macht sich gut. Das gibt tolle Bilder in den Bild-Medien. Da kommt es volksnah rüber, wenn Mutti traurig guckt: Ich bin eure Mutti! Man hört es förmlich aus ihrem Mund tröpfeln. Ich liebe euch doch alle! Ups, das hatte ein anderer Volksfreund gesagt, ein längst vergangener. Na, macht nichts. Von ihr könnte es auch kommen.

Die PR läuft auf Hochtouren. Der Platz vor dem Kölner Dom ist abgesperrt. Angeblich um die Trauernden von den Gaffern und Medien zu trennen. Aber wir trauern doch alle! Unsere Tränen strömen. Wir sind die Klageweiber - auch wenn Männer dabei sind - der Nation. Die Übertragungswagen stehen schon bereit. Sie sollen unser aller Tränen einfangen. Blumengestecke werden geschäftsmäßig von den Unternehmen in den Dom getragen. Sie haben wieder mal einen Auftrag ergattert. Sie können aufatmen. Kollektives Trauern macht gut Münze. 

Nach Abschluss des Gottesdienstes - sind überhaupt alle Trauergäste Christen? - treffen sich die Politiker im trauten Kreis mit den Angehörigen der Opfer. Das macht sich gut für kommende Wahlkämpfe. Ach, sie sind ja auch so liebe Menschen und haben mit uns getrauert. Neue Gesetze gegen das Wohl der Bürger stoßen dann auf viel mehr Verständnis. Ach die arme Mutti, sie wollte das ja nicht, sie musste diese Gesetze erlassen, sie waren alternativlos und wir müssen halt unser Päckchen tragen. Jeder muss sein Päckchen tragen - auch Mutti.

Und wo bleibt der Mann, die Frau, die Mutter, der Vater, die Freundin, der Freund, die ihre Lieben bei diesem Flugzeugabsturz verloren haben? Wo bleibt deren Trauer? 

Tränen werden institutionalisiert. Tränen werden einem Fernsehpublikum frei Haus geliefert. Hier erlebt der Zuschauer keine inszenierte Doku-Soap. Hier kann er gaffen, so tun, als ob er mitleiden würden. Hier ist er Mensch, hier kann er sein. 

Ich frage mich bei solchen Anlässen immer wieder: Wieso machen das trauernde Angehörige mit? Wieso lassen sie sich in ihrer Trauer vor den Karren von Politikern spannen? Vor den Karren einer sensationshungrigen Meute von Medienarbeitern? Vor Gaffern direkt vor Ort und an den Fernsehern der Republik? Wieso, frage ich mich immer wieder.

Trauer ist sehr privat. Jeder weiß, wie es ist, Angehörige zu verlieren. Aber keiner kann den Schmerz anderer wirklich mitfühlen. Kein Außenstehender weiß, wie es jemanden zumute ist, der sein Kind verloren hat, seinen Partner, seinen Freund oder wen auch immer, mit dem er innig verbunden war. Trauer ist sehr privat. Sie ist nicht mit Logik zu erfassen. Sie passiert in der Seele. Wieso lassen sie es zu, dass ihre Trauer in die Öffentlichkeit gezerrt wird? Das hilft niemanden. 

Wieso lassen wir nicht Tode ruhen? Wieso missbrauchen wir Tode zu Eventen? Wieso?

Deutschland trauert. Nein Deutschland trauert nicht. Deutschland eventet.









Mittwoch, 15. April 2015

Mund offenstehend - sich zurücklehnend - und böse lachend

Zuerst las ich hier: http://frei-blog.blogspot.de/2015/04/volksdialog-frau-merkel-danke-fur-ihr.html vom neueste Merkel-PR-Coup. Ich fragte mich, was will er denn, der VoWu? Nochmals ein paar Fragezeichen ... Dann googelte ich das Thema: Was denn ... Mutti will wissen, wie das wahre Leben in Deutschland ist?

Zuerst Mund auf, dann Mund zu, dann ein Kichern, dann blieb mir das Kichern im Halse stecken. 

PR vom Schlechtesten: "Gut leben in Deutschland - Was uns wichtig ist" 

Gut, Frau Merkel, kommen Sie mal in unser Problem-Stadtviertel. Problematisch als solches ist es nicht. Sie werden nicht von Dieben und Messerstechern überfallen. Das Problem meines Stadtviertels heißt: Armut.

Hier leben vor allem Rentner, Russen, Russlanddeutsche, Kosovo-Albaner, Asiaten aus verschiedenen Ländern, Langzeitarbeitslose, Niedriglöhner, ein paar Orientalen, woher auch immer. Die Russen sind in der Mehrheit eigentlich keine Russen, sondern Moldawier, Ukrainer, Weißrussen usw. usf. Wer weiß das im Einzelnen schon so genau. Ist auch völlig uninteressant. Wir haben Freikirchler, eine evangelische und eine katholische Kirche. Irgendwo ist vielleicht auch eine Moschee eingerichtet, das weiß ich aber nicht. Es gibt die Zeugen Jehovas, die einen bei schönem Wetter fragen, ob man einen Bibelkurs haben möchte. Also, ein buntes Viertel - äußerlich. 

Kommen Sie am besten so ab dem 20. jeden Monats in unser Viertel. Wir haben zwar ein großes Einkaufscenter. Leider gibt es dort immer wieder Ladenpleiten und eine ganze Reihe von Ladenfläche ist nicht mehr zu vermieten. Der Run auf die Geschäfte betrifft außer Lebensmittel vor allem der 1-Euro-Laden, KiK und Woolworth. 

Run. Das ist das Stichwort. Ab dem 20. ist sogar in diesen Billigstläden Ebbe. Kaum jemanden sieht man in diesen Geschäften, höchstens mal Guckkunden,  die nichts kaufen. Ab dem 20. ist auch in den Lebensmittelgeschäften Ruhe. Geld gibt es leider erst am letzten Arbeitstag des Monats. Nicht ohne Grund bietet sogar KiK mit seinen Billigpreisen Ratenverkäufe an.

Besuchen Sie mal die wirklichen Menschen, nicht die Statistiken, Frau Merkel. 

Bei uns im Haus leben Senioren, die mal gerade so um die 250 EUR zum Leben haben, nach Abzug dessen, was nicht vom Staat übernommen wird. 

Bei uns im Haus leben Menschen, ältere, die HartzIV erhalten. Eigentlich sollte doch ein unternehmerische Run auf ältere Menschen hier in Deutschland stattfinden. Deshalb wurde doch die Rente auf 67 hoch gesetzt ... Eigentlich. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Die älteren Menschen leben am Existenzminimum, obwohl sie das ganze Leben gearbeitet haben. Das kann ich als Ostdeutsche von Ostdeutschen mit Fug und Recht behaupten. Es war eben so - bis ins Jahr 1990. Immer mal wieder müssen sie antreten, um Parks zu säubern, irgendwo j.w.d. in der Stadt. Sie müssen im täglichen Leben sparen, sparen, sparen ... Im Bad wird von diesen Menschen bei uns im Haus z.B. ganz selten Licht angemacht, weil Strom eben so sauteuer ist. Sie können sich das nicht leisten. Das ist die Wahrheit und nicht erfunden.

Wenn wir die Nebenkostenabrechnung für unsere Wohnung erhalten, müssen wir immer feststellen, dass wir die reinen Wasserverschwender sein müssen. In der Abrechnung liegt eben auch eine schöne bildliche Statistik bei, wie unser Wasserverbrauch im Vergleich zu anderen ist. Wir verbrauchen aber nicht viel Wasser. Wir sind sparsam. Ich dusche mich zwar jeden Abend, weil ich das eben für meine schmerzenden Glieder brauche. Aber ist das tägliche Duschen nun schon Verschwendung? In unserem Zweipersonenhaushalt fällt auch nicht soviel Wäsche an oder soviel Abwasch. Andere scheinen sich da Einiges zu sparen. Es verwundert, weil es bei uns im Viertel auch viele Familien mit Kindern gibt und trotzdem ist der durchschnittliche Wasserverbrauch von uns sehr viel höher. Aber eigentlich verwundert das beim Blick auf die Nebenkostenrechnung nun nicht wirklich. Die Grundkosten sind gewaltig gestiegen und nicht alles wird über die staatlichen Einrichtungen, wie sie auch alle immer heißen, abgefangen. Niedriglöhner haben da sowieso die A-Karte gezogen.

Von meinem Zimmerfenster aus schaue ich auf die Glascontainer. Tagtäglich wühlen Menschen in diesem Container nach Flaschen, vor allem ältere. 

Vor unserer Haustür steht ein Behältnis, wo wir Hausbewohner unsere alten Zeitungen oder Kataloge ablegen. Ein Ehepaar holt sich dieses Altpapier. Es ist ihre Tour. Und ja, es gibt dabei regelrechte Touren, die in fester Hand sind. 

Frau Merkel, das machen die Menschen in meiner Umgebung nicht aus Jux und Tollerei, sondern aus der Not heraus.

Ich erinnere mich, dass das Bundesverfassungsgericht angemahnt hatte, dass die Hartz-IV-Sätze an die Wirklichkeit angepasst werden müssen. Das wirklichen Kosten berechnet werden sollten. Ihre Regierung hat gerechnet und gerechnet und kam dabei auf einem noch geringeren Wert, den sie mildtätig dann ein bisschen erhöhte. Sie sonnten sich dann in ihrer Mildtätigkeit, die keine war, sondern Menschenverachtung.

Kürzlich habe ich eine Doku gesehen, über Menschen in einer total armen Straße. Ich sah, was die Kinder zum Essen erhielten. Es war eine dünne Suppe mit etwas Einlage. 

Frau Merkel, ich frage Sie, was soll aus den Kindern werden? Minderwertiges Essen wirkt sich auf die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern aus. Nur, was machen Sie? Sie erhöhen in zwei (!) Schritten das Kindergeld um lächerliche 6 EUR. Es ist schändlich, was da abläuft.

Wenn Sie wissen wollen, wie das wahre Leben ist, dann lesen Sie bitte mal Ihre Statistiken, die Sie erhalten. Das wäre doch schon mal ein Anfang. Pfeifen Sie ihre Arbeitsministerin zurück, die die Armen dadurch loswerden will, indem sie anregt, die Statistik zu ändern. Es ist beschämend, was hier im eigentlich reichen Deutschland abläuft.

Es sollen Podiumsgespräche veranstaltet werden, mit Lobbygruppen, Gewerkschaften, Verbänden ... Ganz gut und schön. 

Nur erzähltes Leben, ist eben nicht wahres Leben. 

Wahres Leben kann man nicht in einer Podiumsveranstaltung erfahren. Dafür reichten die Statistiken aus, was uns als Steuerzahler auch billiger käme.

Was haben Sie und ihr Vorgänger und jetziger Mittäter aus den Deutschen gemacht? Ein Volk von Duckmäusern, die Angst haben, den Mund aufzumachen, damit sie nicht völlig ins ökonomische Abseits geraten. Die sich durch Jobcenter zu minderwertigen Bürgern degradieren lassen. Das ist nicht nur auf den Mist der Jobcenter gewachsen. Das sind Ihre Gesetze, die die SPD verbrochen hat und die Sie verschärft haben, statt aufzuheben. 

Sie wollen wissen, wie das wahre Leben ist? 

Ich denke, Sie sollten sich mal mehrere Monate vom Hartz-IV-Satz ernähren müssen. Lassen Sie in dieser Zeit Ihren Kühlschrank und/oder Ihre Waschmaschine kaputt gehen. Sie sollten gezwungen sein, sich bei den TAFELN anzuschmieren, um untertänigst um ein paar Lebensmittel betteln zu können. Sie sollten auch Ihre Stromrechnung im Auge behalten müssen. Sie sollten sich für Ihren Versuch den Herbst aussuchen, weil Sie dann bei irgendwelchen wohltätigen Organisationen um Wintersachen buhlen müssten, weil Sie Ihren Kleiderschrank natürlich nicht benutzen dürften. In unserem Viertel genügt für diese Aktion beispielsweise schon der Rentenausweis, um bei der Caritas ganz billig Kleidung aus zweiter Hand einkaufen zu können. Das lässt tief blicken, wenn der Rentenausweis dazu schon reicht.

Und fragen Sie diese Menschen, ob sie meinen, dass es Deutschland so wundervoll gehe und die Wirtschaft verdammt brumme. 

Machen Sie nicht den Fehler, diese Menschen als minder qualifiziert abzutun!

Bei uns im Supermarkt sitzen Frauen mit Diplomen auf Stundenjobs mit minimaler Vergütung. Nach Gesprächen mit diesen Frauen, habe ich feststellen müssen, dass sie völlig demoralisiert sind. Sie sitzen dort, um irgendwie mit Geld für die Familie heranzuschaffen. Sie müssen sich dabei Rechtlosigkeit und Bevormundung gefallen lassen. Nicht nur bei Amazon stinkt das Arbeitsklima!

Apropos Amazon! Wieso wird das Unternehmen angeprangert, obwohl deutschlandweit die Unternehmen genauso gestrickt sind: totale Ausbeutung, minimaler Lohn, kaum Steuern ins Staatssäckel des Landes, wo sie ihre Profite maximieren, die Infrastruktur nutzen und die Arbeitskräfte. Sie kümmern sich nicht darum, weil Sie alles dazu getan haben, in ihrer jetzt schon längeren Herrschaft, dass es nur den Unternehmen gut geht und ausschließlich denen. Die geben keinen müden Heller ans Gemeinwohl ab und vergüten ihre Mitarbeiter, die ihnen ihre unermesslichen Profite erwirtschaften mit nen Appel und nen Ei. DAS ist das wahre Leben. Sie könnten das natürlich wissen, wenn Sie es denn wissen wollten.

Was interessiert Sie eigentlich an uns? Nichts! Mal ein bisschen PR, das sich gut verkauft. Irgendwelche warmen Sprechblasen. Sie sonnen sich darin, dass Ihre Sprechblasen von vielen dennoch abgekauft werden und sie immer wieder gewählt werden. Sie lachen sich hinterher den Bauch platt, weil das Volk so dumm ist. Immer wieder und immer wieder lässt es sich verarschen. Es fordert sogar direkt die Verarsche heraus. Nur - wird das immer so bleiben? Deshalb Ihr PR? Nur, wird das auf die Dauer reichen?

Okay, das ist Ihnen auch egal. Sie werden dann wohlversorgt in den Ruhestand gehen können. Sie werden nie hungern müssen. Leider!




Dienstag, 14. April 2015

Fremdlesen

http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2015/das-schweigen-der-laemmer/


  • Als man meinen Lohn und meine Rente gekürzt hat, habe ich geschwiegen.
  • Als man mich zur Ein-Euro-Zwangsarbeit verdonnert hat, habe ich geschwiegen.
  • Als man die Miet-, Strom– und Lebensmittelpreise erhöht hat, habe ich geschwiegen.
  • Als man die Bevölkerung wegen den Zocker-Banken enteignet hat, habe ich geschwiegen.
  • Als man mich abgeholt hat, habe ich geschwiegen.
Reden ist Silber. Schweigen ist Gold.


Dienstag, 7. April 2015

Wann wacht Lieschen Müller endlich auf!

Da läuft sie mit weiteren 7000 Menschen durch Dresden. Seite an Seite mit Verbrechern. 

Pegida SIND Verbrecher.

Was haben die 7000 Menschen mit den Verbrechern zu tun? Das sollte sich mal Lieschen Müller fragen. 

Sie sind Brandstifter im wahrsten Sinne des Wortes! Pegida zündet ein Haus für Kriegsflüchtlinge an, was mit UNSEREN Steuergeldern instand gesetzt worden ist. 

Also hat Pegida UNSERE Steuergelder verbrannt! Na toll. Das Haus muss wieder hergerichtet werden mit dem Geld, dass uns dann nicht mehr zu Verfügung steht.

Pegida bedroht Menschen, die nicht so denken, wie sie - faschistisch - rassistisch! 

Pegida bedroht in IS-Manier die Dresdner Kreuzkirche. Wenn das Glockenläuten nicht eingestellt werde, dann wolle sie die Kehlen derer durchschneiden, die die Glocken läuten. 

Pegida SIND Verbrecher!

Und Lieschen Müller? Lieschen Müller läuft mit diesen Verbrechern mit.

Auch ich finde, dass die Medien lügen. Auch ich finde, dass der Sozialstaat kaum noch existent ist. Auch ich finde, dass sehr viele Einwohner Deutschlands um ihre Zukunft betrogen werden. Auch ich kann Merkel nicht leiden. Auch ich hasse es, wenn die fetten Reichen ihre Beute betrachten und immerzu raffen, raffen, raffen und uns nicht das Gelbe vom Ei gönnen. Das "auch ich ... " ließe sich noch fortsetzen. 

Laufe ich deshalb mit Verbrechern gemeinsam durch Straßen? Laufe ich mit Brandstiftern, mit dem Abschaum der Menschheit, mit Erpressern und Mordaufrufern durch die Straßen?

Es ist eine Verhöhnung der schwarz-rot-goldenen Fahne. Diese Fahne wurde bei den Befreiungskriegen 1813 bis 1815  getragen. Diese Fahne symbolisierte die Einheit Deutschlands, wurde von den damals fortschrittlichen Burschenschaften zum Hambacher Fest getragen. Sie war gegen den Adel gerichtet. Schwarz-rot-gold gehört zur Märzrevolution, zur Frankfurter Nationalversammlung. Schwarz-rot-gold wurde von fortschrittlichen Kräften getragen und es war nicht so einfach, diese Farben zu tragen, weil sie aufrührerisch waren und der konservativste und reaktionärste Teil Deutschlands sie nicht wollten. Schwarz-rot-gold steht für bürgerliche Freiheiten, für Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit!

Und warum läuft Lieschen Müller unter der schwarz-rot-goldenen Fahne durch Dresden? Für Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit? Wohl eher für das Gegenteil dessen. Lieschen Müller ist wie die schweigende Mehrheit wie im 3. Reich, die die Verbrechen erst möglich gemacht haben. Wieder einmal. 

Lieschen Müller hat nichts aus der Geschichte gelernt.

Mit gegangen, mit gefangen, mit gehangen. Lieschen Müller gehört zu den Verbrechern von Pegida.



Donnerstag, 2. April 2015

Easter Egg mit der Deutschland-Schwinge

Was soll man von einer Fluggesellschaft halten,

die einen Piloten fliegen lässt, der halbblind und selbstmordkrank im Cockpit sitzt;

die einen Piloten fliegen lässt, der seinen Beruf nicht beherrscht, da er anscheinend erst googeln muss (falls das überhaupt wirklich googlebar ist), wie der Cockpit-Tür-Mechanismus seines Fliegers funktioniert;

die einen Piloten fliegen lässt, der nicht mal weiß, wie man sich umbringt, wenn man sich umbringen will, und auch diese Tatsache erst googlen muss;

die einen Piloten fliegen lässt, der nichts anderes im Kopf hat, als seinen Kapitän zu beobachten und zu beten, dass der in der kurzen Flugzeit, zur richtigen Zeit pinkeln geht, damit er ja nicht den Felsen verpasst, wo er aufzuschlagen gedenkt. 

Nun gut, da er das nicht via Tablet gegooglet hat, konnte die deutsche Staatsanwaltschaft nichts über das Pinkelausspionieren wissen. Was aber mit Sicherheit jedermann wusste, war, dass der Co-Pilot in seiner Jugend diesen Fleck in den französischen Alpen ausgesucht hatte, als er - ich hab vergessen mit welchem kleinen Flugzeug - dort schon mal drüber geflogen war. Zumindest musste er den Fleck nicht noch einmal googlen. (Heißt: Langzeitgedächtnis funktionierte noch.)

Wann endlich werden wir die Wahrheit erfahren, die besagt, dass der Co-Pilot dement gewesen sein muss.

Oder war alles in Wirklichkeit ganz anders?

Weitere Fakten, weitere Absurditäten.