Montag, 10. August 2015

Die Atombomben waren da und musste fallen ...

... sonst wäre ja die ganze schöne Investition im A... gewesen. Sie würden in einem Lager herumgammeln, obwohl man sie doch einfach auf Städte fallen lassen könnte. Danach hätte man Daten ... Daten ... Daten ... die die Daten stützen könnten (und erweitern natürlich), die man in kleinen Versuchen in USA schon ermittelt hatte. Die Manhattan-Projekter wussten durch Feldversuche, was es heißt, Atombomben auf Menschen zu werfen. Das große Erstaunen, war für die Welt gedacht.

70 Jahre ist es her, als die Welt die ersten Atombombenabwürfe über 2 japanische Städte erleben musste. Aus Sicht der Amerikaner waren es ja nur Japse, die krepieren mussten, kleine gelbe Affen, absolut keine wirklichen Menschen. 

Wie man heute weiß, waren die beiden Bomben nicht kriegsentscheidend. Sie haben auch den Krieg nicht beendet. Man zögerte das Kriegsende mit Japan nur heraus, damit beide Bomben einsatzfähig gemacht werden konnten. Eigentlich sollte noch eine 3. aus einem anderen radioaktiven Material gebaut werden (der Name ist mir entfallen). Zum Glück für die japanischen Menschen scheiterte das am fehlenden Material. Sonst hätten wir 3 Atombombenabwürfe gehabt. 3 große Versuchsfelder. 

Die Ökonomie hatte mit den zwei Atombomben gesiegt. Warum sollte man so viele Brandbomben werfen, die z.B. Tokyo und Osaka zerstörten, wenn man dasselbe Ergebnis auch mit einer (!) erreichen konnte.



Ich war in Hiroshima. Ich war im Museum dort. Ich habe die Nachbildung des Atomsprengkopfes gesehen. Er war winzig klein, wenn man dagegen das Maß an Zerstörung sieht, was dieses kleine Ding angerichtet hatte. Ich habe die Uhr gesehen, die 8:16 stehen blieb. Ich habe die Schatten gesehen, die sagten, dass dort einmal Menschen gestanden, gesessen oder gelaufen waren. Ich habe die Massengräberhügel gesehen. Ich habe die Kranichketten gesehen, die Schüler noch heute zur Mahnung und zur Ehrung der Toten mitbringen. Ich habe das Stille Gedenken gesehen, was junge Menschen den Toten entgegen brachten. Ich habe die ewige Flamme gesehen, die nicht ewig sein müsste, da sie nur solange brennen soll, solange es Atombomben auf der Welt gibt. Sie könnte gelöscht werden, wenn es denn von dem Atombombenstaaten gewollt wäre. 

Es ist etwas völlig anderes, wenn man im Fernsehen Dokus zu diesem Thema sieht, als wenn man davor steht, im Museum sieht, was es bedeutet hat, Opfer zu sein. Es ist etwas völlig anderes, wenn man im Fernsehen Reportagen über die Opfer hört, als wenn ein Opfer vor einem steht, seinen Strahlenpass zeigt und erzählt, was ihm als kleinen Jungen passierte. Man kann dieses Grauen kaum emotional fassen.

Ich habe von einem Japaner einen richtigen Satz gehört: Wir waren die Opfer zweier Kriegsverbrecher.

Es wäre schön, wenn ich diesen Satz auch so von den Dresdnern hörte, die sich nur als Opfer des Feuersturms gerieren. Sie waren Opfer, aber eben nicht nur der anglo-amerikanischen Bomber, sondern auch von Hitler. Und diesen zweiten Teil vermisse ich in deren Aussagen schmerzlich.