Mittwoch, 23. März 2016

... und da trieft es wieder ...

aus allen Poren. Es werden Kerzen aufgestellt. Wir sind plötzlich alle Belgier. Oder beschimpfen die Belgier als zu doof, um die innere Sicherheit zu schützen. Es werden Zettelchen voller Mitleid öffentlichkeitswirksam in Facebook veröffentlicht. Man eventet, will teilhaben an der öffentlichen Traurigkeit. Es werden alle Medienberichte aufmerksam verfolgt, egal in welchem Medium. Politiker stellen Kerzen auf den Platz der Untat und weinen, wie unsere EU-Außenbeauftrage. Auf einmal müssen wieder einmal die westlichen Werte verteidigt werden. Die Rauten-Merkel sondert wieder einmal Sprechblasen ab, die mich verdammt an die üblichen Sprechblasen erinnern, die sie in der DDR eingeübt hat. Es ist DDR-Sprech, was sie immer von sich gibt. Gelernt ist eben gelernt.  In einer Woche oder in einem Monat ist alles wieder beim Alten. Höchstens wir werden noch gläserner, was keinen Terroristen von seiner Tat abhalten wird. Was man anderen nicht mitteilen will, teilt man nicht mit. Es gibt genügend andere Wege als Smartphones und Facebook.

Andererseit, stehen in Großbritannien tiefverschleierte Muslima auf der Straße und verteilen Zettel. Sie wollen uns "West"menschen von der Demokratie befreien, wie sie rufen. Man muss nur zum Islam konvertieren und schon ... Tja, was ist man dann schon? Frei auf keinen Fall und als Frau noch doppelt unfrei. 

Derweil werden in Großbritannien mit der Flagge des IS in einem Park öffentliche Gebetsstunden abgehalten. Es wird darüber schwadroniert, dass über Großbritannien die schwarze IS-Fahne wehen wird. 

Eine Grüne hat auf Twitter nach den Anschlägen in Belgien keine Angst vor dem Islam, sondern vor unseren Rechten. 

Den vermeintlichen und den wirklichen. Vermeintlich habe ich jetzt dazu geschrieben, weil in Deutschland seit Sommer 2015 es nur so von Rechten wimmelt, von Faschisten, von Nazis, dass es einen wirklich Angst werden könnte. Ironie aus.

Ich wünschte dieser Grünen, dass sie selbst einmal in solch einen Selbstmordanschlag gerät oder dass sie jemand Nahestehendes dabei verliert. Das wünscht man eigentlich niemanden! Nur auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, da manche sonst aus ihrer fantastischen Welt nicht aufwachen.

Und wiederum hat alles nichts mit dem Islam zu tun. Und wiederum lügt man sich in die Tasche, dass der Islam eine Religion wie jede andere sei.

Okay, ich als Frau habe dazu ein völlig anderes Verständnis. 

Ich werfe diesen Verniedlichern vor, dass sie vergessen oder nicht wahrhaben wollen, dass der Islam NICHT NUR eine Religion ist. Sie ist ein Staatswesen, eine Lebensform und eine Gerichtsbarkeit. Sie regelt das Leben an sich. Entweder man unterwirft sich dieser orthodoxen Religion oder man stirbt.  Sie IST NICHT, wie das Christentum oder jede andere Religion. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Christentum auf dem Neuen Testament gründet. Im Neuen Testament mordet man nicht zu Ehren Gottes! Das vergessen auch viele Menschen. Das Alte Testament ist das jüdische. Es gehört zu unserer Geschichte, aber nicht zu unserem eigentlichen Glaubensbekenntnis. Wirkliche Christen wissen das besser als ich. 

Die muslimische Gemeinde in Molenbek fand sich nicht dazu bereit, den mit meistgesuchtesten Terroristen seiner Strafe zuzuführen. Er ging bei ihnen aus und ein, war ihr Nachbar, ging zum Friseur, kaufte ein. Es gehört sicherlich zum Märchen aus 1001 Nacht, dass ihn niemand erkannt haben will. Man ist anscheinend loyaler zu einem Mitmuslim - auch wenn er ein übler Terrorist ist - als sich zu seinen staatsbürgerlichen Pflichten zu bekennen. 

Und meine niemand, dass es in Deutschland anders gewesen wäre. Die deutsche Überheblichkeit feiert zwar wieder fröhliche Urstände und weiß ganz genau, dass sie alle besser integrieren würde, könnte, wollte und was weiß ich nicht.

Die Doku im Fernsehen über die britische Muslime, zeigt uns, dass ein Teil das überhaupt nicht will. Im Gegenteil. Sie wollen uns zerstören.

Und machen wir uns nichts vor. Die Merkel-Politik hat ihren Anteil an die Toten in Paris und in Belgien. Wir sind das tollste Transitland, was sich Terroristen überhaupt wünschen können. Deutschland interessiert sich nicht für seine Grenzen, Deutschland ist es egal wer bei ihnen ein- und ausgeht/fährt. Deutschland weiß nicht mal wer sich alles im Land herumtreibt ... Was kann sich ein Terroristenherz denn schöneres wünschen? Das wir bis jetzt verschont worden sind, ist vielleicht dadurch geschuldet, dass man uns als Schläferland benutzt und wer will schon sein bequemes Schlafzimmer aufgeben.

Natürlich sind nicht alle Muslime Terroristen. Nur mir tun diejenigen leid, die schon lange in unserem Land leben, Staatsbürger sind, sich angepasst haben und hier ihre Steuern bezahlen und ihren Berufen nachgehen. Es braucht auch nicht 1 Million Terroristen. In Belgien haben 3 genügt. Die schweigenden Mitwisser, Mitläufer, die lauten Demokratieverweigerer und lauten wirklichen Volksverhetzer des muslimischen, fundamentalistischen Lagers vergiften unser Zusammenleben. Ausbaden werden das alle Muslime hier in Deutschland müssen. Und sicherlich nicht nur Muslime. Jeder der etwas gebräunter ist, dunkle Augen und dunkle Haare hat, wird sich damit auseinandersetzen müssen. DAS hat wirklich niemand schon lange hier lebend verdient und auch nicht die wirklichen Asylsuchen, die ein Bruchteil derer ausmachen, die hier ins gelobte Land "fliehen" wollen. Und es ist eben so, mit einer bestimmten Zahl von Vertretern anderer Kulturen kann man leben. Wenn eine bestimmte Zahl überschritten wird, kippt es. Das ist das Gesetz von der Quantität, die dann in eine andere Qualität umschlägt.

Man sollte es den Ostdeutschen nicht verdenken, wenn sie keine No-Go-Areas haben wollen, wo sich keine Polizei mehr hineintraut, keine Feuerwehr und kein öffentlicher Nahverkehrsangestellter. Es kann nicht die Lösung sein, Busse - wie in Belgien - mit muslimischen Fahrern zu bestücken, weil diese dann in diesen Areas akzeptiert werden.

Europa ist unser. 

Unsere Werte sind, dass wir religionsfrei leben dürfen, uns auch dazu bekennen dürfen ohne unser Leben zu verlieren. 

Unsere Werte sind, dass wir individuell (mal mehr mal weniger) unser Leben bestimmen dürfen.

Unsere Werte sind, dass Frauen im Prinzip gleichberechtigt sind und das Frau ihr Leben selbst bestimmen darf. (bei allen Unzulänglichkeiten)

Unsere Werte sind, dass Homosexuelle gleichgestellt sind (bei allen Unzulänglichkeiten) und nicht aus diesem Grund eine Ermordung befürchten müssen. Dass sie zu ihrer Homosexualität stehen dürfen. (Übrigens in der Doku sagte einer der Fundamentalisten, dass man Homosexuelle von einem hohen Turm zu Tode stürzen sollte).

Unsere Werte sind, alles in Frage stellen zu dürfen ohne dafür bestraft zu werden.

Wieso dürfen Salafisten hetzen und wenn einer von Pegida seine Meinung sagt - egal, wie man dazu steht, ich finde die doof - sind es gleich Rassisten, Volksverhetzer, Nazis. Wieso schmeißt man einen stellv. Vorsitzenden aus einem Verein, nur weil er die jungen Mädchen aufklären will, dass sie vorsichtig sein sollen mit muslimischen jungen Männern (und er wurde durch Köln bestätigt mit seiner Aufklärung) und der Salafist darf unseren Staat und unsere Gesetze in Frage stellen?

Wie konnte es soweit kommen, dass unsere Werte schadlos verachtet  werden können und wir nichts entgegenzusetzen haben und sich sogar noch junge Leute darüber lustig machen und doofes Abendland sagen? Wieso wenden Linke sich von unseren Werten ab? Sie sind nicht nur Kapitalismus und Globalisierung. Es gibt genügend positive Werte, die verteidigt werden müssen. Die Linke sind auch das Ergebnis unserer europäischen Werte. In den meisten arabischen Ländern, würden sie verboten sein.

Unsere Werte sind, Weltkulturerbe schützen zu wollen. 

Unsere Werte sind, frühere Zivilisationen erforschen zu dürfen und deren Leistungen zu schützen und zu verbreiten.

Unsere Werte sind ebenfalls, die Bibel zu erforschen und die Texte in Frage stellen zu dürfen.

Unsere Werte in Europa sind, die Todesstrafe abgeschafft zu haben. Es wird keiner bei uns gesteinigt, weil er des Nachbars Frau oder Mann liebt.

Unsere Werte sind Bildung auch für Mädchen. Sie dürfen studieren, einen Beruf erlernen und werden nicht in Ehen gezwungen. 

Unsere Werte sind sexuelle Freiheiten.

Unsere Werte sind Meinungsfreiheit (eigentlich).

Unsere Werte sind Demokratie - auch wenn sie z.Z. gerade hier in Deutschland nicht funktioniert auch Dank Frau Merkel. Nur grundsätzlich ist nichts gegen Demokratie zu sagen. Sie ist eine Errungenschaft, die wir uns über Jahrhunderte wieder erkämpft haben.

Unsere Werte sind unser Bürgerliches Gesetzbuch und unser Grundgesetz, was oberstes Prinzip ist und nicht unterhalb eines heiligen Buches steht.

Unsere Werte sind die Trennung von Staat und Kirche (auch wenn das nicht ganz so in D funktioniert).

Unsere Werte sind die Gewerkschaften und die Streiks.

Unsere Werte sind, dass man die Rechte eines Menschen nicht einschränken darf, nur weil eine andere Religionsgemeinschaft irgendetwas anders sieht. Das heißt im Profanen u.a. auch, dass wir Schnitzel in KiTas und Kantinen reichen müssen, sonst würden wir uns unter eine bestimmte Ideologie untertan machen, die nicht die unsere ist.

Unsere Werte sind die Gewaltenteilungen im Staat. 

All diese Werte wurden in der Geschichte blutig erkämpft.

Wieso wollen wir unsere Werte aufweichen? Wir verraten dadurch diejenigen, die dafür gestorben sind, ermordet wurden.

Wieso werden all diejenigen, die diese Werte weiterhin leben wollen, als Braun bezeichnet.

Und braun ist noch das Harmloseste.

Niemand, der eine andere Meinung hat als die verordnete, ist ein Nazi, ein Brauner oder Rechtsradikaler. Sicherlich gibt es darunter auch ein paar, aber mit denen muss man eben leben.

Unsere Werte sind nämlich auch die Diskussion um einen gangbaren Weg einer Gesellschaft. Diskussion ist wichtig und zur Diskussion gehört, dass man Argumente austauscht und keine Beleidigungen. Zur Diskussion gehört, dass man anderen zuhört und manches Mal auch einsehen muss, dass man geirrt hat und sich ändern muss oder seinen Weg neu bestimmen muss. Diesen Wert vernachlässigen wir z.Z. sträflichst.

Wenn wir alle Menschen, die nicht unserer Meinung sind beleidigen, werden uns diese Menschen niemals mehr zuhören. 

Wenn wir diese weiterhin als Nazis bezeichnen, verniedlichen wir Nazis. 

Diejenigen, die nicht laut genug Nazi schreien können und alle Ostdeutschen als solche qualifizieren, sollten sich einmal mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen. Niemand will Muslime "endlösen" wie Hitler das mit Juden gemacht hat. Niemand will Gewerkschafter, Sozialdemokraten und Kommunisten ermorden, nur weil sie das sind, was sie sind. Niemand will Kinder zu Spitzeldiensten gegen die eigenen Eltern anwerben. Niemand will hier und heute Behinderte sterilisieren oder ermorden, nur weil sie behindert sind. Bitteschön: DAS ist Nazismus, DAS ist Faschismus. Niemand ist heutzutage wie die SS oder ein Röhm oder will Ähnliches wie die Kristallnacht oder ein Pogrom. Das alles gehört zur Rechtsradikalität, zum Nazismus und zum Faschismus. Das sollten sich mal die Schreier überlegen. Sie sind Geschichtsvergessen und trampeln über diejenigen weg, die in den KZ's saßen und für eine bessere Welt gekämpft haben.

Vergessen wir unsere Werte nicht. Sie sind kostbar. Viele Generationen vor uns haben sie erkämpft. Man sollte sie nicht so leicht über Bord werfen, wie die SPD ihr Erfurter Programm 1891!


PS: Übrigens, natürlich gehört mein Beileid den Opfern dieser Anschläge, das muss doch eigentlich nicht extra gesagt zu werden.